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Samstag, 23. September 2017
Zerfall d. Miteinanders
Kritik an den Folgen unseres Gesellschaftssystems Drucken E-Mail
Sozialpolitisch - kritische Texte
Written by Miriam   

 

 

Kritik zur Freien Marktwirtschaft und ein Essay über akut erlebbare Folgen des heutigen Systems

Themen:

  • Verkümmerte Bildung der eigenen Interessen und persönlichen Ziele - Unser Harz IV System – geistreiches gut bezahlt – nein Danke!
  • Bitte nicht eingenständig Denken und Handeln, warten Sie auf die Anweisungen ihres Arbeitsvermittlers
  • Verkümmerte Bildung von eigenen Interessen und persönlichen Zielen
  • Über das sogenannte Bildungssystem und das Geschäft mit der Bildung
  • Die menschliche und maschinelle Zeit
  • Der Mensch, ein Zahnrad im System
  • Elektronische Freundschaften
  • Verlust der Ausdrucks- und Sprachfähigkeit
  • Lebenszeitverschwendung oder sinnvoll genutzte Zeit?
  • Ein Aufruf zum Wachrütteln

 

Vorwort

André Heller: „In dieser großen, großen Leistungszeit will ich mir meine Nachdenklichkeit leisten.“

Du bist gut drauf, flexibel, dynamisch, oben drein noch kommunikativ und immer erreichbar. Kein Problem dank den neuesten Kommunikationsmöglichkeiten. Man ist so weit weg und sich doch so nah. Niemand ist mehr allein, dank Facebook und Twitter steigt die Zahl der Freunde stetig. IPhone, Handy und Laptop sorgen für ständige Erreichbarkeit und volle Flexibilität. Schnell noch ne Kurznachricht auf Facebook verschickt, zwischendurch ne SMS Abkürzungssprache geschrieben, LOL und HDL wie das in der Realität geht, schon längst vergessen, hektisch Fast Food verschlingend in die Bahn zum nächsten Termin eilen. Am Abend das Freizeitprogramm im Fitnessstudio absolvieren: am Laufband, nebeneinander in Reih und Glied, starrt jeder in seinen eigenen Fernseher, um mit der eigenen Fernbedienung durch die Kanäle zu zappen, ja bloß kein Wort mit dem Nachbarn verschwenden. Familie, nein Danke, da steht der fleißige Arbeiter der Wirtschaft ja nicht mehr 200 % zur Verfügung. Abends in die Singlewohnung zurückkehren und Vorbereitungen für den nächsten Arbeitstag treffen, nebenbei wird mit Freunden aus dem Facebook gechattet, bevor es dann ins Singlebett zum Schlafen geht. Am nächsten Tag erscheint man pünktlich und hoch motiviert auf der Arbeit. Natürlich macht man auch gerne unbezahlte Überstunden um den Auftrag an den Kunden überpünktlich abzuschicken. Die 60 Stunden Woche ist mit links und ohne Jammern zu bewältigen, das Burn-out-Syndrom kennen wir nicht. Der Mensch erbringt jeden Tag Höchstleistungen und steigert jeden Tag mehr und mehr seine Arbeitsleistung. Die Wirtschaftlichkeit der Firma steigt und steigt und mit ihr der jährliche Gewinn.
Dies ist das Wunschmenschenbild der freien Marktwirtschaft. Doch die Realität sieht anders aus.

 

Unser Harz IV System – Geistreiches gut bezahlt – nein Danke

Freud: „Keine andere Technik der Lebensführung bindet den Einzelnen so fest an die Realität als die Betonung der Arbeit, die ihn wenigstens in ein Stück der Realität, in die menschliche Gemeinschaft sicher einfügt. […] Besondere Befriedigung vermittelt die Berufstätigkeit, wenn sie eine frei gewählte ist, also bestehende Neigungen […] nutzbar zu machen gestaltet.“

Glücklicherweise haben wir heutzutage genug Maschinen und Technik, die uns die gröbsten und schwersten körperlichen Arbeiten erleichtern. Juhu, dann können wir uns jetzt ja unseren geistigen und sozialen Fähigkeiten widmen. Doch irgendwie scheinen einige Leute nicht einverstanden zu sein, dass die Zivilisation sich im geistigen Sinne weiterentwickle. Wer sein Handwerk gut beherrscht und gute Ware, egal ob von geistiger oder materieller Natur, sollte einen angemessenen Lohn für seine Arbeit erhalten. Dieses Prinzip hat mit fortschreitendem Kapitalismus seinen Wert leider völlig verloren, denn es kommt nicht darauf an von welcher Qualität dein Werk ist, sondern wie gut du dein Produkt vermarkten kannst, egal wie gut oder schlecht es ist. Billigware die nach kurzer Zeit kaputt geht, gibt es in Massen. Die qualitativen Fähigkeiten des Einzelnen sind nicht mehr von Interesse.
Willkommen in der Wüste der Zivilisation, es geht es ums nackte Überleben. Von Geist und Kultur keine Spur.

 

Bitte nicht eingenständig Denken und Handeln, warten Sie auf die Anweisungen ihres Arbeitsvermittlers.

Aus meine persönlichen Erfahrung sollte man, wenn man die Unterstützung des Jobcenters erhofft auf keinen Fall vorher eigenständig denken und handeln. Der Arbeitsvermittler könnte mit deinen Entscheidungen nicht einverstanden sein. Resultat: gar keine Unterstützung und Sanktionen. Das heißt, wer heut zu Tage eine Ausbildung machen will, sollte sich vorher unbedingt einen Bildungsgutschein besorgen, mit einem Bildungsgutschein bewilligt und abgesegnet vom Jobcenter, lässt sich die Ausbildung in Ruhe und finanziell sicher zu Ende machen.
Wer kritisch hinterfragt muss damit rechnen zum Außenseiter abgestempelt zu werden. Oder positiv ausgedrückt: Man wird einem Test unterzogen, wie ernst man es tatsächlich mit sich und dem eigenen Gedankengut hält. Denn selbstständig Denken und Eigenverantwortung tragen ist bekanntlich nicht immer angenehm. Menschen mit eigenem Willen und eigenen Ideen waren dem Staatssystem schon immer ein Dorn im Auge. Eigenständiges Gedankengut ist potenziell immer gefährlich für das Kontrollsystem, denn es schwimmt nicht mit dem Strom der trägen gut führbaren Masse der Gesellschaft mit. Dieses Gedankengut reißt aus, schlägt haken, will sich der Staatsgewalt entziehen und pustet frischen Wind in den Amtsschimmel. Da wird es plötzlich kalt unterm ach so warmen und durchgesessenem Bürostuhl. Unsere Politik und Wirtschaft sorgt dafür, dass die große Masse der Bürger möglichst klein, unselbstständig und blöde bleibt. Schlechte Ausbildungsmöglichkeiten, Studiengebühren, schlecht bezahlte Arbeit, Ein-Euro Jobs, Verdummungsprogramme im Fernsehen und Radio, sind die Mittel der gezielten Volksverblödung. Man wird gerade zu zum Harz VI Lifestyle genötigt.

 

Verkümmerte Bildung von eigenen Interessen und persönlichen Zielen

Durch die finanzielle Not und die unsicheren bezahlten Tätigkeiten fehlt ein Freiraum, eine eigene Identität/das eigene Ich jenseits von Arbeit zu entfalten. 
Die Arbeiten, welche der Menschheit einen echten Nutzen bringen, handwerkliche und soziale Arbeit, aber auch geistige Arbeit in philosophischen und künstlerischen Bereichen, werden von der heutigen Gesellschaft kaum honoriert. Ganz im Gegenteil, die Werke werden missachtet, ganz nach dem Motto: ‚Der kann froh sein, dass er seine Bilder hier ausstellen darf.‘ Es ist eine echte Schande für die Spezies Mensch, deren Gene zu 99% mit dem Affen übereinstimmt, sich selbst an die Spitze der Schöpfung zu stellen, jedoch im gleichen Zuge seine geistreichsten Mitglieder nicht zu würdigen, die aus dem Ameisengewimmel des sinnfreien Geldverdienens heraustreten, um der Menschheit einen echten Nutzen zu bringen und Werke zur Erweiterung des Bewusstseins hervorbringen. Und damit die Menschheit tatsächlich im geistigen Sinne ein Stück höher hebt. Individueller Ideenreichtum mit professioneller handwerklicher Ausführung, kurz - Kreativität genannt, wird in Zeiten von Harz IV und materieller Übersättigung wegrationalisiert. Alle Ideen und Werke, die nicht sofort in Bares umzusetzen sind, fallen durchs Netz der Nützlichkeit und Anwendbarkeit und werden als wertlos abgestempelt. Mit der all zu bekannten Aussage: ‚Ist zwar ganz schön, aber wie willst du damit dein Geld verdienen?‘
Ich merke ja immer wieder, wie schwer es ist, auch ohne dass man wirtschaftlichen Erfolg mit seinen Werken hat, jeden Tag aufs neue an sich und seine Werke zu glauben und daran weiter zu arbeiten, ganz egal was der Rest der Welt davon hält.
Mit kritischem Blicke wird nach dem Nutzen eines Gedichtes oder Gemäldes gefragt. Somit stellt sich die Frage: Welchen Nutzen bringt ein Börsenmakler oder ein Spekulant der Gesellschaft? Was produzieren sie?

Mit Harz IV und dem damit verbundenen Sanktionssystem ist der Mensch mehr denn je zum Zahnrad im Uhrwerk verdonnert worden. Du sollst irgendeine zumutbare Tätigkeit verrichten um deine Existenzberechtigungsscheinchen zu verdienen. Das reicht dann gerade mal um überhaupt über die Runden zu kommen. Einen Beweis für die Auswucherung der geistigen Beschränkung unserer Gesellschaft liefert der Wiedereingliederungsvertrag des Jobcenters:
„Herr oder Frau […] verpflichtet sich, alle Möglichkeiten zu nutzen, um den eigenen Lebensunterhalt aus eigenen Mitteln und Kräften zu bestreiten und an allen Maßnahmen zur Eingliederung mitzuwirken,
persönlich an jedem Werktag an seinem/ihrem Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt für den zuständigen Träger erreichbar zu sein, Verpflichtung, sich nur nach Absprache und mit Zustimmung des persönlichen Ansprechpartners außerhalb des zeit- und ortsnahen Bereiches aufzuhalten[...]“
Da freut sich der Vermieter, die Stromgesellschaft, die Telefongesellschaft und die Krankenkasse deines geringen Einkommens. Wenn nach den ganzen Abzügen noch Geld auf dem Konto verbleibt, erfreuen wir uns an H&M billig Waren, made in China und Bangladesch. Konsumieren anstatt produzieren, auf das möglichst wenig Zeit und Geld für unsere eigenen Ideen bleibt. Die Fädenzieher unserer ach so freie Marktwirtschaft bestimmen dann, für welche Massenware du heute dein Geld ausgibst. Vom freien, mündigen Bürger ist nicht mehr die Rede. Wir sind alle nur noch Marionetten, die mit großer Anstrengung nach einigen jämmerlichen Geldscheinchen schnappen, verfolgt vom Sanktionssystem der Harz IV Maschinerie.
Der Geldschein ist zum Existenzberichtigungsschein mutiert.

 

Über das sogenannte Bildungssystem und das Geschäft mit der Bildung

Autoritäre und unternehmensähnliche Strukturen bei Bildungsträgern und Bildungsreinrichtungen führen dazu, dass Bildungseinrichtungen und Unis immer mehr verschult werden. Die engen Lehrpläne sind nicht zukunftsorientiert, Bildung wird nur für die temporäre Wirtschaftliche Lage vermittelt. Man spricht hier von Ökonomisierung der Bildung. Es gibt zu wenige Professoren für zu viele Studenten, dieses Ungleichgewicht wird durch ein Punktesystem reguliert. Wer viele Punkte hat, darf viele Lehrveranstaltungen besuchen, wer wenig Punkte hat, darf wenige Lesungen besuchen. Durch das Punktesystem an den Unis wird das selbstständige Denken und Hinterfragen wegrationalisiert. Studenten verfolgen nicht mehr ihre eigenen Gedanken, sondern jagen danach möglichst viele Punkte zu bekommen, um an der nächsten Lesung teilnehmen zu können. Daraus resultiert, Oberflächlichkeit, keine kritische Auseinandersetzung des Themas und damit auch keine eigenständigen Gedankengänge. Somit erzieht sich der Staat völlig unselbstständiges, geistig schwaches Menschenmaterial. Von einer Ausbildung des Individuum mit Selbstbestimmung, Selbstvertrauen, Eigenverantwortung und Eigeninitiative ist wohl kaum die Rede.

Das Bildungssystem ist oberflächlich geworden und wird vom Nutzen der Wirtschaftlichkeit fremdbestimmt. Die Fachhochschulen stimmen ihren Lehrplan nur auf den momentanen wirtschaftlichen Bedarf ab. Es wird ermittelt, in welchen Berufen es heute einen wirtschaftlichen Bedarf gibt und der Lehrplan wird darauf abgestimmt. Mehrere Berufe werden zu einem Sammelbegriff zusammengefasst, das beste Beispiel: „Mediengestalter für Bild und Ton“ beinhaltet Kameramann/frau, Toningenieur, Beleuchter und Cutter.
All diese Berufe werden bei dieser Ausbildung oberflächlich angekratzt, der ausgebildete Mediengestalter ist nichts Halbes und nichts Ganzes. Zumal die meisten Bildungsinstitute gerade mal das Nötigste an Wissen vermitteln um den Schein bei der IHK Prüfung zu erhalten.
Die Folgen der Ökonomisierung des Bildungssystems betrifft alle: Umschüler vom Arbeitsamt, Schüler, Auszubildende und die höheren Handelsschulen.

Was die Ausbildung an einem privaten Schulunternehmen betrifft, möchte ich hierbei aus meiner eigenen Erfahrung an einer Medienakademie in Berlin sprechen:
Den Titel des Bildungsträgers haben die sogenannten privaten Bildungseinrichtungen bei weitem nicht verdient. Von Unterrichtsqualität und praxisnahem Unterricht kann nicht die Rede sein. Oft ist das einzige Ziel des Schulunternehmens auf die Prüfung an der IHK hinzuarbeiten. Tatsächlich haben die IHK Prüfungen recht wenig mit der Realität des späteren Arbeitsleben zu tun. Denn der sogenannte Prüfungsausschuss besteht längst nicht aus den Leuten, die mitten im Jobleben stehen, sonst würden sie sich schließlich nicht zum Ausschuss zählen. Man macht den Schein zum Schein und das Ganze kostet dann über drei Jahre hinweg, je nach Bildungseinrichtung 300 – 600 Euro pro Monat. Wer einen netten Sachbearbeiter beim Arbeitsamt hat, bekommt mit etwas Glück einen Bildungsgutschein. Die vom Amt finanzierte Ausbildung dauert dann allerdings nur zwei Jahre, anstatt drei. Bei dem Deal mit den Staatsgeldern begnügen sich die Schulunternehmen mit einer kleineren Summe. Für Schüler, die ihre Ausbildung selbst finanzieren, nimmt sich das Schulunternehmen das Recht heraus, volle drei Jahre abzukassieren. Ganz nach dem Motto: ‚Man nimmt, was man kriegen kann.‘ Dies gilt nicht nur für die Gelder, sondern auch für die Auswahl der Schüler. Jeder der zahlt oder bezahlt bekommt, wird genommen. Ich hatte bei meiner Ausbildung das Gefühl in einem Sammelbecken für Jedermann gelandet zu sein. Gruppenarbeit ist in einer solchen Umgebung der blanke Horror. Von absolutem Desinteresse, Unzuverlässigkeit, und undurchdachten Aktionen, bis hin zum Höhenflug von kaum umzusetzenden Specialeffekten ist nahezu jede Geistige Umnachtung vertreten. Am Ende gestand mir einer meiner Mitschüler, er habe die Ausbildung nur gemacht um zwei Jahre seine Ruhe vor dem Arbeitsamt zu haben. Das Praxiswissen, was man während der 1,5 Jahre Schulunterricht nicht gelernt hat, darf man sich während der restlichen 1,5 Jahre Praktikum erarbeiten. Während der 1,5 Jahre Praktikumszeit laufen die monatlichen Zahlungen an das Schulunternehmen weiter, obwohl man am Unterricht nicht mehr Teil nimmt.

Der Student und Schüler wird nicht mehr als Mensch gesehen, sondern zum Material herabreduziert– Humankapital, Humanressource , der Mensch als Ware.
Der Gedanke, dass der Mensch mehr ist, als nur ein Beitrag zur wirtschaftlichen Produktivität, geht verloren. Bildung statt Ausbildung wird nicht von der Politik verstanden.
Das Bildungssystem braucht nicht nur Geld und Förderungen, sondern mehr geistige Freiheit.

 

Die menschliche und maschinelle Zeit:

Mit dem Verlust der eigenen Interessen und der Persönlichkeitsbildung geht auch das eigene Tempo verloren.
Die Zeit wird immer knapper, das Leben rast wie im Flug an uns vorbei. Es bleibt immer weniger Zeit für eigene Interessen und Freunde, immer weniger Zeit zum sich besinnen. Es scheint so, als ob uns etwas die Lebenszeit entziehen würde. Immer wieder höre ich resignierende Worte wie:
‚Tja, es muss ja weiter gehen, man schlägt sich halt so durch.‘
All dies sind Anzeichen der Erschöpfung, die sich die meisten Menschen jedoch nicht eingestehen können. Da die Angst zu versagen und durch das Netz der Gesellschaft zu fallen stetig geschürt wird. Denn einmal vom menschenunwürdigen Harz IV System erfasst, drohen Ein-Euro-Jobs. Wer sich widersetzt, erntet Sanktionen und wird als Ballast der Gesellschaft abgestempelt. Harzer liegen dem Staat auf der Tasche.
Dieses unmenschliche, maschinelle Tempo wird den Mitgliedern unserer Gesellschaft als normales Tempo verkauft, auch wenn kaum noch jemand hinterher kommt; Stichwort Burn-out Syndrom. Wer nicht mit rennt, wird als Schmarotzer und fauler Harzer abgestempelt. Resultat: Die Menschen leiden unter schlechtem Gewissen und Mangel an Selbstwertgefühl. Depression gehört heute schon zur Volkskrankheit Nummer Eins. Dies führt zur Stagnation von Ideen und Kreativität.
Die Liste der begabten Menschen, die von der Gesellschaft nicht anerkannt wurden und deshalb zur Armut verdonnert wurden, ist lang. Somit ist der frei denkende Mensch gleich einer Doppelbelastung ausgesetzt; erstens: Er muss sich selbst immer wieder aufraffen und zur künstlerisch anspruchsvollen Produktivität zwingen um seiner selbst genüge zu tun. Alle großen Künste geschehen um ihrer selbst willen, wer seinen inneren Ideen nicht folgt wird trotz Geld immer das Gefühl haben, ihm fehle etwas.
Zweitens: Er muss seinen Lebensunterhalt bestreiten und in der Gesellschaft seinen Platz finden.
Hierzu ein Zitat von Siegmund Freud aus seiner Veröffentlichung „Das Unbehagen in der Kultur“: „Man kann sich des Eindrucks nicht erwehren, daß die Menschen gemeinhin mit falschen Maßstäben messen, Macht, Erfolg und Reichtum für sich anstreben und bei anderen bewundern, die wahren Werte des Lebens aber unterschätzen. Und doch ist man bei jedem solchen allgemeinen Urteil in Gefahr, an die Buntheit der Menschenwelt und ihres seelischen Lebens zu vergessen.“

 

Der Mensch, ein Zahnrad im System:

Freud: „Es ist wie man merkt, einfach das Programm des Lustprinzips, das den Lebenszweck setzt. Dies Prinzip beherrscht die Leistung des seelischen Apparates vom Anfang an; an seiner Zweckdienlichkeit kann kein Zweifel sein, und doch ist sein Programm im Hader mit der ganzen Welt[…]“ Weiter schreibt Freud: „[…] alle Einrichtungen des Alls wiederstreben ihm; man möchte sagen, die Absicht, dass der Mensch ‚glücklich‘ sei, ist im Plan der ‚Schöpfung‘ nicht enthalten.“

Heißt so viel wie, dass die Natur das Glücklichsein nicht in ihre Planung mit aufgenommen hat. Glücklich sein ist in der Planung unserer Gesellschaft ebenfalls nicht berücksichtigt worden.
Trotz großartiger technischer Fortschritte ackern wir Tag für Tag in der Mühle des Gesellschaftssystems um unsere Brötchen zu verdienen. Man könnte meinen der geistige Fortschritt hätte seit dem Mittelalter eine lange Pause eingelegt. Das von uns selbst erschaffene System, in dem wir jeden Tag leben, von dessen Funktionen und Institutionen der moderne Mensch abhängig ist, schert sich nicht ums persönliche Glück des Einzelnen. Glücklichsein mit dem was man tut, gehört nicht zum anerkannten Ziel in unserer Gesellschaft. Wie im Wiedereingliederungsvertrag des Arbeitsamtes zu lesen ist, hat sich der Mensch jedweder Arbeit, die ihm Einkommen erwirtschaftet zur Verfügung zu stellen.

Mich persönlich hat diese sinnlose Rennerei nach dem Geld schon vor Jahren angewidert, also habe ich mich geweigert mitzurennen. Für die Durchsetzung meines eigenen Willens erntete ich am Anfang kaum Unterstützung. Ständig hieß es: ‚Ist ja ganz schön, was du da machst, aber kannst du damit Geld verdienen?‘ Was so viel heißt wie: ‚Dein Werk bringt kein Geld, also ist es nichts wert.‘ Mit dem Ergebnis, dass ich ein schlechtes Gewissen hatte, doch damals konnte ich mich trotz schlechtem Gewissen, aus schlechtem Gewissen mir gegenüber einfach nicht in das Gesellschaftskorsett reinzwängen und bin heute froh darüber, dass ich meinen steinigen Weg weitergegangen bin.

 

Elektronische Freundschaften:

Ein weiterer Trend unseres Systems; keine Zeit um Freundschaften und persönliche Kontakte zu pflegen. Unser System sieht keine Zeit für persönliche Kontakte mehr vor, denn sie sind nicht als gewinnbringende Tätigkeit eingestuft. Der Tag ist mit Arbeit vollgestopft, nach der Arbeit werden eifrig Vorbereitungen für den nächsten Arbeitstag getroffen. Was bringt den wenigen Menschen das Bewusstsein über die kurze Lebenszeit, wenn alle anderen mit besten Vorsätzen ihre kurze Lebenszeit mit dem Zusammenkratzen eines kargen Lebensunterhalt verschwenden, um jeden Monatsanfang die Berechtigung zum Dasein, brav und pünktlich bezahlen, in Form von Miete, Krankenkasse und Versicherungen. 
Doch auch hier für hat der Kapitalismus einen Weg gefunden, aus dem Bedürfnis nach Freundschaft lukrativen Umsatz zu zaubern. Dank Facebook, Twitter und anderer Communityplattformen, die mittlerweile mehr zur Kommunikation zwischen Freunden genutzt wird als der direkte Weg von Face to Face. Oberflächlichkeit ist Vorprogrammiert. Apropos Programmierung, nicht nur Computer lassen sich programmieren, auch der Benutzer selbst lässt sich von Generation zu Generation so programmieren, wie es das System gerade braucht. Wer als „Digital Native“ mit der elektronischen Kommunikation aufgewachsen ist, wird diese als normal empfinden ohne ihre Folgen abschätzen bzw. hinterfragen zu können. Getarnt als kostenlose Freundschaftsplattform lassen sich persönliche Daten der User zu Werbe- und Überwachungszwecken sammeln. So werden die Zahnräder Generation für Generation dem Gesellschaftssystem angepasst. Der Wirtschaftsapparat bleibt am laufen, während sich der Denkapparat zurückbildet.

 

Verlust der Ausdrucks- und Sprachfähigkeit

„Ego cogito, ergo sum“ „ Ich denke, also bin ich“ lautet der berühmte Satz des Philosophen René Descartes , den er nach großen Zweifeln an der eigenen Erkenntnisfähigkeit formulierte und in seinem Werk Meditationes de prima philosophia (1641) begründete.
Das menschliche Gehirn kann den Sinn des Gedachten am besten begreifen, wenn die Gedanken vollständig und verständlich ausformulieren werden. Schließlich haben wir unseren Fortschritt seit der Uhrzeit unserer Sprache und Kommunikationsfähigkeit zu verdanken. Wir sind schon seit langem dabei unser wichtigstes Werkzeug; die Sprache zurück zuentwickeln. Der Gebrauch von vollständigen Sätzen und das Wissen um die richtige Rechtschreibung lässt dank immer schnellerer Kommunikationsmöglichkeiten und Abkürzsprache beträchtlich nach. Damit sinkt auch die Kommunikationsfähigkeit der User ohne dass es ihnen bewusst wird. Denn die Wirtschaft suggeriert: „ Du bist cool, du bist im voll im Trend.“ Unterstützt wird dieser Trend durch die neue Rechtschreibreform, in der viele Buchstaben der Bequemlichkeit nach wegrationalisiert wurden. Hierzu Auszüge aus einem Gedicht von Karl Kraus, über den Verlust des H-Lautes in der Sprache:

Elegie auf den Tod eines Lautes
Von Karl Kraus (Auszüge)

„Man ist kurz angebunden, wenn man praktisch“

„Der Tag ist kurz, man spart die Zeit vom Mund,
das nährt das Herz.
Man knappt das Wort sich ab, das ist gesund
für den Kommerz.“

„Der Geist dankt ab. Wie Wahnsinn ihn beschlich es,“

„Nichts, was ihm Zeit raubt, ist dem Christen heilig,
der da front;
er raubt dem Ding das h, so wird es eilig.
Was sich lohnt.“

 

Lebenszeitverschwendung oder sinnvoll genutzte Zeit?

Früh am morgen aufstehen, arbeiten gehen, nach der Arbeit im Facebook abhängen, lustige Youtube Videos anschauen, Haushalt, abends Fernsehen. Am Wochenende lange schlafen, besten Falls die Freunde treffen, in Partieklubs und Kneipen gehen, vor der Glotze hängen und den Tag passieren lassen. So verbringen nicht wenige Menschen ihre Lebenszeit. Die Arbeit bestimmt wann wir aufstehen und ins Bett gehen, die Summe auf unserem Konto bestimmt, wie viel wir am gesellschaftlichen Leben teilnehmen können. Wer hat nach einer 40-60 Stunden Woche noch die Muße und Energie ein Buch zu lesen oder gar eines zu schreiben, Bilder zu malen oder Musik zu machen? Diese Tätigkeiten überlässt die Gesellschaft den brotlosen Künstlern. Für den fleißigen Arbeiter gibt es leicht verdauliche Kost im Fernsehen in Form von DSDS u.s. w. Aus dem Radio dudelt nicht all zu anspruchsvolle Popmusik, unterbrochen von möglichst viel Werbung und dummen Moderatorengequatsche.

Die Frage nach der sinnvoll verbrachten Lebenszeit und der Lebenszeitverschwendung beschäftigt mich schon sehr lange. In einem Buch von Frank Henning mit dem Titel „Krieg im Gehirn – wie uns der Stress beherrscht“ habe ich einige Inspirationen zu meiner Frage bekommen.

Hier nun eine kurze Zusammenfassung über das Eisenhowerprinzip der Zeitmangel-Matrix. Alle Tätigkeiten werden von Eisenhower in vier Kategorien eingeteilt.

  • Kategorie 1  – wichtige und dringende Tätigkeiten (wichtig und dringend)

alles was zum Thema Beruf, Kariere und Geld gehört,
wie Prüfungstermine, Jobaufträge, berufliche Weiterbildung…

Der Mensch handelt hier aktiv, zeigt Eigeninitiative und Selbstverantwortung, aus eigener Motivation heraus.

  • Kategorie 2  – wichtige Tätigkeiten die aber nicht sofort gemacht werden müssen (wichtig und nicht dringend)

alles was die Weiterentwicklung der Persönlichkeit vorwärts bringt,
wie Lebensplanung, kreative Tätigkeiten, Ideen in die Tat umsetzten, Beziehungsarbeit, Aufarbeiten der eigenen Vergangenheit, Erholung, Meditation, Sport, Freundschaften pflegen …

Der Mensch handelt hier aktiv, zeigt Eigeninitiative und Selbstverantwortung, aus eigener Motivation heraus.

  • Kategorie 3 – unwichtige aber leider dringende Tätigkeiten (unwichtig und dringend)

Alle Erledigungen die im Alltag anfallen,
wie Unterbrechungen jeglicher Art, sich vor dem Arbeitsamt rechtfertigen müssen, Ein-Euro Jobs abwehren müssen, sinnloses Massenbewerbungen schreiben weil sonst Sanktionen drohen, Anrufe tätigen, Einkaufen, Haushalt…

Der Mensch handelt hier reaktiv das heißt er muss reagieren, Erwartungen von anderen erfüllen, er steht unter Druck.

  • Kategorie 4 – unwichtige und nicht dringende Tätigkeiten (unwichtig und nicht dringend)

Oberflächlichkeiten jeglicher Art,
wie Konsumdenken, unwichtige Geschäftigkeiten, Fernsehen und Computer zum Zeitvertreib: Facebook, Talkshows…

Der Mensch handelt hier inaktiv

Die Tätigkeiten in Kategorie vier werden oft mit Erholung verwechselt. Wirkliche Erholung befindet sich aber unter den wichtigen Tätigkeiten in Kategorie zwei.
Die meisten Menschen vernachlässigen die Tätigkeiten in Kategorie zwei, da sie nicht dringend sind, werden sie immer wieder aufgeschoben. Das Aufarbeiten der eigenen Vergangenheit oder Ideen die man schon lange hat in die Tat umsetzen, gehören dazu. Vor allem Menschen die beruflich viel eingespannt sind und unter Stress stehen neigen zur Vernachlässigung der Kategorie zwei und beschäftigen sich in ihrer knappen Freizeit lieber mit Tätigkeiten der Kategorie vier. Sie schauen fern und chatten im Facebook, weil diese Dinge leicht fallen.
Je erfolgreicher und zufriedener ein Mensch in seinem Leben ist, des so mehr Zeit verbringt er mit den Tätigkeiten in Kategorie zwei. Viele Menschen befinden sich in Kategorie drei und glauben sie seien in Kategorie eins. Sie überschätzen die Wichtigkeit ihres Tuns.
Wie verbringe ich möglichst viel Zeit in Kategorie zwei, deren Tätigkeiten mich glücklich machen?
Hierzu müssen wir erst herausfinden, welche Rolle wir in dieser Gesellschaft angenommen haben.

Rollenverhalten in der Gesellschaft
Die oben genannten Kategorien werden von Menschen mit bestimmten Rollen besetzt. Jeder Mensch nimmt in der Gesellschaft eine bestimmte Rolle an. Es gibt die Verfolger, die Opfer und die Retter.
Unsere Politik & Wirtschaft und damit auch unsere Gesellschaft wird sehr von unserer Ratio bestimmt. Alles Handeln und Denken wird vom Verstand und nicht vom Gefühl gesteuert. Leider hat die Ratio eine nicht ganz so gute Eigenschaft, die sich unsere Wirtschaft zu nutze macht. Sie ist nie zufrieden mit den Erfolgen und Resultaten, es muss immer ein Mehr, Besser, Erfolgreicher und Schneller geben.

Der Verfolger:
Hält sich oft in Kategorie eins auf. Sie handeln im Sinne der Ratio, nehmen die Rolle des Verfolgers ein, im positiven wie im negativen. Manager, Selbstständige, Firmeneigentümer, Menschen mit beruflichem Erfolg.
Positiv: sie verfolgen stetig ihre Ziele und handeln aus Eigeninitiative.
Negativ: Sie sind oft im Stress und setzen auch andere Menschen unter Stress z. B. ihre Mitarbeiter.

Das Opfer:
Hält sich oft in Kategorie drei und vier auf. Diese Menschen handelt meistens fremdbestimmt, da es ihnen an Eigeninitiative mangelt. Sie sind auf fremde Unterstützung angewiesen. Wer seinen Tag mit Belanglosigkeiten und Ablenkung verbringt, findet sich schnell in der Opferrolle wieder, da andere Menschen nun über ihr Handeln bestimmen.

Die vermeidlichen Retter
Sie nehmen sich im Auftrag des Staates der Opfer gerne an. Zu den Rettern gehören das Arbeitsamt, private Bildungsinstitute, Zeitmanagement- und Berufscouches, Versicherungen aller Art.
Positiv: manch einer schafft es Dank einer Vermittlung des Jobcenters oder eines Bildungsinstitutes tatsächlich aus der Opferrolle.
Negativ: Wer passiv und Opfer bleiben will, der bleibt es auch mit Retter. Nicht wenige Menschen lassen sich von einer Bildungs- und Hilfemaßnahme in die nächste Fallen.

Nun tut Vaterstaat leider alles dafür, dass möglichst wenige Menschen selbstbestimmt handeln dürfen und möglichst viele Menschen fremdbestimmt handeln. Wer aus seiner Opferrolle aussteigen will muss mehr denn je um seine Autonomie kämpfen. Denn Harz IV, Sanktionen, Ein-Euro Jobs, schlecht bezahlte Arbeit und 400-Euro Jobs erschweren den Ausstieg.
Diese Tatsachen machen sich viele Menschen zu nutze um sich voll und ganz in die Opferrolle fallen zu lassen. Nur nicht bewegen, nur nichts selbst handeln, Passivität vermeidet Verantwortung.

Die wahren Retter
Der selbstständig denkende und handelnde Bürger mit wachem, kritischem Verstand und Gefühl.
Diese Menschen springen zwischen Kategorie eins und zwei hin und her. Sie sind in allen Berufsgruppen und Gesellschaftsschichten zu finden. Sie haben sich vor allem selbst gerettet und versuchen jeden tag aufs neue eine Balance zwischen den beiden Kategorien zu finden. Wer seine inneren Ziele verfolgt und sich nicht von Erfolg und Geld blenden lässt, hat einen großen Schritt Richtung Menschsein gemacht. Auch Diejenigen, die beruflich und finanziell durch verschiedene Gründe nicht so erfolgreich sind, sich jedoch trotzdem nicht aufgegeben haben und ihre Ziele weiter verfolgen, haben ebenfalls einen großen Schritt zum Menschsein gemacht.
Den Menschsein heißt sich seines Geistes und seiner Kultur bemächtigen.

 

Ein Aufruf zum Wachrütteln

Fällt euch denn gar nicht auf, dass ihre eure Zeit sinnlos verrennt, wo hin soll´s denn gehen, äh rennen … das Leben? Bis zum Ende werdet ihr rennen und werdet euch fragen, wo sind denn meine ganzen Erinnerungen, was hab ich eigentlich gemacht? Und kein Tagebuch mit Gedanken und Erlebnissen bleibt zum nachlesen und erinnern, weil das Online- Tagebuch im Datenloch des WWW verloren gegangen ist, zusammen mit den anderen Briefen per Mail und SMS und die Festplatten mit den nie ausgedruckten Digifotos den Geist aufgegeben haben. Ihr werdet vergessen werden, eure Identitätsnummern bei den Ämtern gelöscht und überschrieben, für junges, dynamisches, frisches Menschenmaterial, was der neueren Gesellschaft in noch schnellerem Tempo einen wirtschaftlicheren Nutzen einbringen wird, als ihr es jemals getan habt. Vergessen eure Leistungen, vergessen eure Namen, denn ihr hattet keine Zeit eine Kerbe der persönlichen Erinnerung im Gesellschafts- und Zeitstrudel einzuritzen.
Wer nach einer 40 Stunden Woche und mehr abgearbeitet und ausgepowert ins Wochenende geht, hat natürlich keine Lust mehr sich freiwillig großartigen, anspruchsvollen Geistesarbeiten zu widmen. Leichte Unterhaltungskost ist angesagt, was es den Medien besonders in der Unterhaltungsbranche leicht macht für Verdummung und geistiger Umnachtung im Volke zu sorgen. Vom Titel der Vierten Staatsgewalt und des Bildungsträgers haben sich die meisten Medien im Sinne des Ausbeutungs- und Verblödungssystem losgesprochen. Und während das Volk sich mit Brot und Spielen vor dem Fernseher vergnügt, schnüren die Fädenzieher unseres Systems das Korsett enger. Siehe Link: „Unser bröckeliges System.“

Ein fleißiger Arbeitstag im Leben eines normalen Arbeiters:
Morgens von der liegenden Position, gerade mal eine Minute erhoben, um sich sogleich darauf wieder zum Schuhe anziehen zu setzen. Ich zähle das Frühstück nicht auf, da keine Zeit für so was. Vom Aufzug, sich in die weichen Polster der Bahnsitze oder ins Auto fallen zu lassen (schwerfällig mit einem Stöhnen), möglichst nah bis vor die Tür vorfahren, um ja nicht so viel laufen zu müssen, denn der gepolsterte Bürostuhl freut sich schon auf das eben so weiche Sitzfleisch, was sich bis zum Abend kaum von dort erheben wird, allerhöchstens um drei Schritte in die Kaffeeküche zu tätigen, um den abgesackten Kreislauf für die Sitzposition stabil zu halten. Am Abend vom Bürostuhl, in den Autositz, den untrainierten mit Fast Food gefütterten Körper auf das Sofa fallen lassen und schließlich um sich im Bett waagerecht abzulegen.

Und jetzt noch ein Spruch hinterher:
Ein gut angepasstes, teures Jackett, entschuldigt jede fette Wampe und macht sie sogar sexy, denn gegen die dicke Geldbörse, sieht der dicke Wohlstandsbauch klein aus.


Siegmund Freud (1930), Das Unbehagen in der Kultur, S.438

Siegmund Freud (1930), Das Unbehagen in der Kultur, S. 1

Siegmund Freud (1930), Das Unbehagen in der Kultur, S. 434

René Descartes (1641), Meditationes de prima philosophia

  Frank Henning (2011), Krieg im Gehirn, wie uns der Stress beherrscht

 

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