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Sonntag, 19. November 2017
Macchiato-Mütter
FreakReporter - Leben in Berlin - Prenzlauer Berg Drucken E-Mail
Sozialpolitisch - kritische Texte
Written by Administrator   

Die verlassenen Macchiato-Mütter

 

Das neue, gut ausgebildete Bürgertum tappt in alte Geschlechter-Fallen. Mit der Trennung vom Partner beginnt der soziale Abstieg der Mütter. Ein Erfahrungsbericht. VON JULIA NIEMANN

Kaum eine Straße ohne ein Café: Berliner Stadtteil Prenzlauer 


Der Berliner Stadtteil Prenzlauer Berg gilt als Modell für wohlhabende Familienidylle in der Großstadt - doch für Jana Albrecht* und ihre Freundinnen kann angesichts gescheiterter Ehen und hoher Mieten von heiler Welt keine Rede sein. 

Jana Albrecht ist eine Frau, die Räume einnimmt. 35 Jahre, lockig, dunkelblond. Ihr fester Schritt verrät Selbstbewusstsein. Seit einem Jahr lebt sie vom Vater ihrer zwei Kinder getrennt. Leon ist acht, Mia zwei Jahre alt.                                                                                                   

Albrecht und ihr Mann haben die Trennung besprochen. Richtig glatt allerdings läuft es mit dem gemeinsamen Sorgerecht und der Kinderaufteilung nicht. "Na, da geht es Ihnen ja wie fast jeder zweiten Frau hier in Prenzlauer Berg." Die Worte der Beraterin des Jugendamts wirken in Albrechts Kopf nach. Sie wiederholt sie, als sie nach ihrem Beratungstermin wieder auf die Straße tritt. 

Nur wenige Ecken entfernt vom Arbeitsplatz der Jugendamtsbeamtin liegt der Kollwitzplatz. In den letzten fünf Jahren wurde dieser Kiez in vielen Medienberichten mal neidvoll, mal erstaunt, meistens ironisch-gehässig als Epizentrum des modernen "Bionade-Biedermeier" beschrieben. Als saniertes Bezirksbiotop für das aufsteigende, grün angehauchte Bildungsbürgertum im Osten Berlins. In Eigentumswohnungen rund um den Platz leben die - so beschriebenen - zugezogenen, wohlhabenden Familien und pflegen einen Ökochic-Lebensstil. Sie trinken Latte macchiato und lassen ihre Kinder gut angezogen, zucker- und laktosefrei aufwachsen.

Wenn aber jede zweite Beziehung mit Kindern im Prenzlauer Berg scheitert, dann sieht die Realität plötzlich anders aus - neuerdings auch für Jana Albrecht. Seit ihrer Trennung hat sie weder die Zeit, noch das Geld, entspannt in einem der vielen Cafés zu sitzen. 

Als die Hamburgerin mit Mitte zwanzig feststellte, dass sie schwanger war, studierte sie gerade in Berlin Germanistik und Soziologie. Kurzentschlossen zog sie mit ihrem Freund, der noch schnell ihr Ehemann wurde, zusammen in den Prenzlauer Berg. Alles schien machbar. Die Mieten waren bezahlbar, die Frauen emanzipiert. Kind und Beruf? "Kein Problem, dachte ich."

Während ihr Mann anfing, sich eine Karriere als Fachjournalist für Computerthemen aufzubauen, ging Jana Albrecht weiter zur Uni - das ließ sich mit dem Baby gerade noch vereinbaren. Albrecht muss immer noch lachen, wenn sie daran denkt, wie naiv sie war. Wie naiv sie geglaubt hat, dass ein Kind einfach ins Leben und in die Karriereplanung eingefügt werden kann. Als Puzzleteil im gelungenen Lebensentwurfs. "Dabei ist mit Kind nichts mehr wie vorher."

Nach dem Studium will Albrecht endlich Vollzeit arbeiten. Sie will eine größere Wohnung und ein zweites Kind. Zielbewusst setzt sie die Pläne in die Tat um. Aber kaum war die gewachsene Familie umgezogen, ging die Beziehung kaputt. "Plötzlich waren wir in dem ganz gewöhnlichen Albtraum aus Lügen, Verrat, Wut und Streit verstrickt, und es gab kein Zurück." Mehr möchte Jana Albrecht nicht sagen.

Seit sie zwei Haushalte finanzieren müssen, sich die Mieten in Berlin aber nahezu verdoppelt haben, haben beide erhebliche finanzielle Probleme - vor allem sie. Sie muss jetzt 800 Euro für eine Wohnung zahlen, die für drei eigentlich zu klein ist. Strom, Telefon, Heizung, Kitagebühren, Hortbeiträge, Versicherungen, Musikschule, Zusatzbeiträge für Krankenkassen kommen dazu. Übrig bleiben 125 Euro in der Woche für sich und die Kinder. Für eine günstigere Wohnung müsste sie den glamourösen Bezirk verlassen - aber dann wäre der Schulweg viel zu weit und wieder ein Stückchen Freiheit verloren. Also bleibt sie und verzichtet auf das, was ihr jahrelang selbstverständlich erschien: Reisen, Shoppen, Kino und Theater, Putzfrau, Auto und Essen gehen, "die schönen Dinge eben". Den meisten ihrer Freundinnen gehts genauso. "Ich bin eine von vielen. Nicht nur in Berlin."

Jeden Samstag ist Markt auf dem Kollwitzplatz. Es ist ein schöner Markt. Keiner, bei dem sich Billiges an Billiges reiht. Hier gibt es Delikatessen, Feinkost, französische Salamis und frische Weißwürste. Es gibt Biokäse und frisch gepressten Saft. Es gibt selbst genähte, rot-weiß karierte Kinderhemdchen, mit "Prenzlauer Zwerg"-Aufdruck. Es gibt Regionales aus Brandenburg und "Currywurst & Schampus". Der Kollwitzplatzmarkt ist die Signatur für die neue, großstädtische Bourgeoisie. Man lässt es sich gutgehen. Man flaniert über den Platz, gut frisiert, gut gekleidet, gut gepflegt. Mit teurem Kinderwagen und Besuch aus Westdeutschland im Schlepptau.

"Für mich hat es sich ausgemarktet", erzählt Albrecht, als sie auf dem Nachhauseweg vom Jugendamt über den belebten Platz geht. An den zwei Schaukeln stehen Mütter mit quengelnden Kleinkindern. "Ich war seit Monaten nicht mehr samstags hier. Ich will von den Marktfrauen nicht gefragt werden, warum ich nicht mehr komme. Ich will meinen Kindern nicht erklären, warum ich ihnen nicht für fünf Euro Bratwurst oder Crêpes kaufen kann." Stattdessen geht sie jetzt zum Discounter. Dass sie wieder da steht, wo sie zu Beginn ihres Studiums stand, empfindet sie als beschämend. Andererseits, meint sie grinsend, dürfe man auch "nicht so hart gegenüber dem eigenen verpfuschten Leben sein". Verpfuscht? "Ja", sagt Jana Albrecht.

 

Die Wirklichkeit 

In ihrer Dreizimmerwohnung setzt sie sich mit einem Soja-Latte-macchiato an ihrem Küchentisch. Sie reibt sich die müden Augen und fischt eine Packung Gauloises aus ihrer Handtasche. "Aus besseren Zeiten", sagt sie entschuldigend. Es wird nicht klar, ob sie die Tasche oder die Filterzigaretten meint. "Ich weiß, ich jammere auf hohem Niveau", sagt sie. Bis vor kurzem habe sie sich um Geld keine Sorgen gemacht. Sie hat sich darauf verlassen, dass die eheliche Absprachen, die sie mit dem Vater ihrer Kinder hatte, auch langfristig etwas wert ist. "Ich bin total naiv in diese postfeministische Falle getappt. Ich habe auf Karriere verzichtet, mich mit einem Job fürs Zubrot zufriedengegeben - weil Männer nun mal nicht stillen können." Und auf einmal heißt es: "Alle trennen sich doch. Ist doch nichts dabei." 

Dieser Satz wird - glaubt man Jana Albrecht und ihren Freundinnen - im Prenzlauer Berg häufig ausgesprochen. Liebe ist unverbindlich. Beziehungen sind unverbindlich. Familie ist unverbindlich. "Für die Väter mag das zutreffen." Albrecht und ihren Freundinnen jedoch wurde die eigene Fallhöhe durch die Trennung erst bewusst.

Es gibt eine Wirklichkeit, die man sieht. Und eine, die versteckt bleibt. Zu sehen sind auf dem Kollwitzplatz viele Männer, die ihren Nachwuchs durch die Straße schieben. Sie schaukeln die Kinder, sitzen dabei in Cafés, hantieren am iPhone und lesen die Sonntagszeitung. "Solange das ganze Familienprogramm entspannt und easy abläuft, sind die Männer dabei", sagt Albrecht.

Was man nicht sieht: "Dass es den Vätern schnell zu viel ist, wenn die Kinder kompliziert werden." Albrecht beobachtet, dass immer mehr Frauen in die alte Rollenverteilung rutschen. Dreifach belastet, sind sie zuständig für Haushalt, Erziehung und Lohnerwerb. Auch die Männer rutschen zurück in alte Muster, meint Albrecht. Jetzt gelte wieder: "Das Verantwortungsgefühl für die eigene Familie ist einem geradezu zwanghaften Drang nach Selbstverwirklichung gewichen." Deshalb falle es den Vätern offenbar auch nicht so schwer, das konventionelle Familienmodell, wenn es zu stressig wird, als überholt zu deklarieren und sich rauszuziehen.

Laut Jugendamt leben im Prenzlauer Berg fast 40 Prozent Alleinerziehende. Ihre Probleme sind größtenteils die gleichen, wie jene von Alleinerziehenden anderswo. Von denen allerdings wird in den Medien nicht ständig das Bild gezeichnet, sie seien aufgrund der augenscheinlichen Kinderdichte und der fortschreitenden Gentrifizierung in diesem Berliner Bezirk die glücklichsten, urbansten, reichsten und gebildetsten Muttis der Nation. 

Albrecht und ihre Freundinnen sind nicht glücklich, sie sind gestresst. "Nach der Trennung auf die Schnelle einen Kitaplatz zu kriegen, war das Allerschwierigste. Mit Dringlichkeit braucht man da nicht zu kommen. In der Kitagruppe meiner Tochter sind sieben von zehn Müttern alleinerziehend. Die haben alle dringenden Betreuungsbedarf," sagt sie. 

Sieben von zehn Eltern in Albrechts Bekanntenkreis leben getrennt. Da stellt sich die Frage, was schiefläuft. Oder läuft am Ende gar nichts schief?


Getrennte Eltern

Simone Winterfeld*, Janas Nachbarin, kommt vorbei. Sie setzt sich zu ihr an den Küchentisch, trinkt Espresso ohne Milch, dafür mit sehr viel Zucker. Sie ist eine 44-jährige, getrennt lebende Anwältin mit drei Kindern. Dreizehn Jahre war sie verheiratet mit einem Mann, der sie jetzt - trotz seiner zu erwartenden Millionenerbschaft - auf Unterhalt verklagt, weil er noch einmal versuchen möchte, Rockstar zu werden. "Plötzlich bleibt alles an Mutti hängen", sagt Winterfeld. "Nicht nur die Kinder, auch die wirtschaftliche Versorgung, und das, obwohl Mutti vor Jahren zu Gunsten der Familie aufgehört hat, auf Karriere zu setzen." Albrecht streckt ihr eine Zigarette hin. "Wie konnten wir uns nur selbst so täuschen", sagt sie und reicht Winterfeld auch das Feuerzeug. Diese findet noch stärkere Worte fürs persönliche Dilemma: "In Watte gebettete Weicheier sind wir, dass wir das nicht bedacht haben." 

Im Gegensatz zu ihren Großmüttern, bei denen das Eheversprechen noch Gültigkeit hatte, und im Gegensatz zu ihren Müttern, die bei einer Scheidung Versorgungsansprüche gerichtlich durchsetzen konnten, haben sich Albrecht, Winterfeld und viele Frauen ihrer Generation, wie es ihnen in seit den Achtziger Jahren vorgemacht wurde, lässig getrennt. Sie bestehen, ganz emanzipiert, auf ihrer finanziellen Unabhängigkeit - schließlich sind sie ja gut ausgebildet.

Plötzlich aber stellen sie fest, dass "draußen alles anders ist", wie Winterfeld sagt. Sie treffen auf einen Arbeitsmarkt, der, selbst wenn die Betreuungsfrage der Kinder umfassend geklärt wäre, nicht gerade auf Frauen wartet, die Mitte vierzig sind und lange Elternzeitlücken im Lebenslauf haben. Und sie treffen neuerdings auf ein Unterhaltsrecht, das die einst getroffenen Absprachen von Paaren zugunsten der Familienplanung nicht berücksichtigt. Ist eine Beziehung beendet, hat der Partner, bei dem die Kinder hauptsächlich leben, nach dem dritten Lebensjahr des jüngsten Kindes keinen Anspruch mehr auf Betreuungsunterhalt. In der Praxis heißt das: Die Mutter, die größtenteils zugunsten der Kinder zu Hause blieb, soll sich einen Job suchen, um den Exmann zu entlasten. Funktioniert es nicht so, wie die Gerichte sich das vorstellen, ist die Finanzierung der alleinerziehenden Mütter unklar. Es sei denn, es gibt einen Ehevertrag. Jana Albrecht und Simone Winterfeld schütteln dazu nur bedauernd den Kopf.

Ein allgemein gültiges Familienmodell - daran glaubt in dieser Prenzlauer-Berg-Küche keine mehr. "Wenn der Mann, mit dem ich drei Kinder habe, es nicht für nötig hält, eine Ehe und somit eine Familie aufrechtzuerhalten, wieso sollte ich das von einem anderen Mann erwarten können? Ich werde bestimmt nie wieder mit einem Mann zusammenziehen", formuliert es Winterfeld drastisch an Albrechts Küchentisch.

Doch die Freiheit hat ihren Preis. Nicht nur für die Anwältin, die ihrem Exmann nun Alimente zahlen soll. Keine der getrennten Frauen, die die beiden kennen, hat ihren Lebensstandard von vor ein paar Jahren halten können. Plötzlich müssen sie sich selbst versorgen und sind finanziell nicht weit von Hartz IV entfernt.

Und dann sind da ja auch noch die Kinder. Keine Frau, die Jana Albrecht kennt, hat je geäußert, dass ihr Leben ohne die Kinder einfacher oder gar besser wäre. Im Gegenteil, meistens würden die Mütter die Kinder am liebsten gar nicht hergeben, sagte die Frau vom Jugendamt. Der Satz hat Albrecht mit einem latent schlechtem Gewissen und jede Menge Wut zurückgelassen. "Wie leicht es doch den Typen gemacht wird", schimpft sie. Das war die Wut.

Ihr nächster Satz allerdings verursacht die Gewissensbisse: "Wäre das hier absehbar gewesen", sagt sie und zeigt auf sich und ihre Wohnung, "dann hätte es zumindest das zweite Kind nicht gegeben." Denn: "Ohne die Kleine wäre, bei aller Liebe, alles einfacher. Als wären Kinder eine Erfüllung. Also meine nicht." Erfüllung, die fände sie eher im Beruf, in dem aber, wegen der kinderbedingten reduzierten Arbeitszeit, ihre Aufstiegschancen begrenzt sind.


Trennungskinder 

Umgekehrt geht die Karriere wiederum auch auf Kosten der Kinder. Denn viele Kinder leiden aufgrund der Berufstätigkeit beider Eltern bei einer Trennung - das ist einer der Erfahrungswerte der Frau vom Jugendamt.

Konkrete Zahlen gibt es zum Thema allerdings nicht. Zwar haben Trennungskinder wie Albrechts Sohn Leon keinen Mangel an Kleidung, Essen oder einer guten Schule - was ihnen fehlt, ist Orientierung und ein Ansprechpartner in der Familie. Diese Form von Vernachlässigung komme häufig auch bei finanziell potenten Eltern vor, bestätigt die Jugendamtsbeamtin.

Hinzu kommt ein enormer Druck auf die Kinder, nun gut zu funktionieren - ungeachtet der erschwerten Bedingungen. Reagiert ein Kind mit Depressionen, Aggressionen und schulischen Problemen auf die Trennung seiner Eltern, stößt das nicht selten auf deren Unverständnis oder zumindest, wie bei Albrecht, auf Ratlosigkeit.

Laut Jugendamt müssen, ob nun trennungsbedingt oder einfach durch die erhöhten Mietpreise, immer mehr Familien ihre Wohnungen im beliebten Stadtteil Prenzlauer Berg aufgeben und an den Stadtrand ziehen, wo die Mieten noch günstiger sind und der Bäcker noch "Bäcker" und nicht "Kuchenmanufaktur" heißt.

Bei Albrecht ist es noch nicht so weit. Sollte sie diesen Sommer aber doch wieder einmal Kaffee trinkend oder Bionade schlürfend am Kollwitzplatz rumsitzen, muss sie sich - genau wie ihre Macchiato-Schwestern - wohl auf ein Glas beschränken, denn die Miete sitzt ihr im Nacken und die Angst, demnächst den Wohnort doch noch wechseln zu müssen.

Die aber, die in die frei werdenden 100 bis 200 Quadratmeter großen Wohnungen einziehen, so beobachtet es das Jugendamt, sind eben jene, die man schon immer im Prenzlauer Berg gesehen hat: Wohlsituierte Paare mit kleinen Kindern, die die Quadratmeterpreise von zwölf Euro bezahlen können - bis es auch bei ihnen auf einmal knallt.

 

http://www.taz.de - die verlassenen-Macchiato-Mütter

 

 

Allein erziehend in Prenzlauer Berg
Die verlassenen Macchiato-Mütter
Das neue, gut ausgebildete Bürgertum tappt in alte Geschlechter-Fallen. Mit der Trennung vom Partner beginnt der soziale Abstieg der Mütter. Ein Erfahrungsbericht. VON JULIA NIEMANN
Kaum eine Straße ohne ein Café: Berliner Stadtteil Prenzlauer Berg. Foto: dpa
Der Berliner Stadtteil Prenzlauer Berg gilt als Modell für wohlhabende Familienidylle in der Großstadt - doch für Jana Albrecht* und ihre Freundinnen kann angesichts gescheiterter Ehen und hoher Mieten von heiler Welt keine Rede sein.
Jana Albrecht ist eine Frau, die Räume einnimmt. 35 Jahre, lockig, dunkelblond. Ihr fester Schritt verrät Selbstbewusstsein. Seit einem Jahr lebt sie vom Vater ihrer zwei Kinder getrennt. Leon ist acht, Mia zwei Jahre alt.
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Albrecht und ihr Mann haben die Trennung besprochen. Richtig glatt allerdings läuft es mit dem gemeinsamen Sorgerecht und der Kinderaufteilung nicht. "Na, da geht es Ihnen ja wie fast jeder zweiten Frau hier in Prenzlauer Berg." Die Worte der Beraterin des Jugendamts wirken in Albrechts Kopf nach. Sie wiederholt sie, als sie nach ihrem Beratungstermin wieder auf die Straße tritt.
Diese ganze Geschichte lesen Sie in der aktuellen sonntaz vom 17. Juli - ab Samstag mit der taz am Kiosk. Foto: taz
Nur wenige Ecken entfernt vom Arbeitsplatz der Jugendamtsbeamtin liegt der Kollwitzplatz. In den letzten fünf Jahren wurde dieser Kiez in vielen Medienberichten mal neidvoll, mal erstaunt, meistens ironisch-gehässig als Epizentrum des modernen "Bionade-Biedermeier" beschrieben. Als saniertes Bezirksbiotop für das aufsteigende, grün angehauchte Bildungsbürgertum im Osten Berlins. In Eigentumswohnungen rund um den Platz leben die - so beschriebenen - zugezogenen, wohlhabenden Familien und pflegen einen Ökochic-Lebensstil. Sie trinken Latte macchiato und lassen ihre Kinder gut angezogen, zucker- und laktosefrei aufwachsen.
Wenn aber jede zweite Beziehung mit Kindern im Prenzlauer Berg scheitert, dann sieht die Realität plötzlich anders aus - neuerdings auch für Jana Albrecht. Seit ihrer Trennung hat sie weder die Zeit, noch das Geld, entspannt in einem der vielen Cafés zu sitzen.
Als die Hamburgerin mit Mitte zwanzig feststellte, dass sie schwanger war, studierte sie gerade in Berlin Germanistik und Soziologie. Kurzentschlossen zog sie mit ihrem Freund, der noch schnell ihr Ehemann wurde, zusammen in den Prenzlauer Berg. Alles schien machbar. Die Mieten waren bezahlbar, die Frauen emanzipiert. Kind und Beruf? "Kein Problem, dachte ich."
Während ihr Mann anfing, sich eine Karriere als Fachjournalist für Computerthemen aufzubauen, ging Jana Albrecht weiter zur Uni - das ließ sich mit dem Baby gerade noch vereinbaren. Albrecht muss immer noch lachen, wenn sie daran denkt, wie naiv sie war. Wie naiv sie geglaubt hat, dass ein Kind einfach ins Leben und in die Karriereplanung eingefügt werden kann. Als Puzzleteil im gelungenen Lebensentwurfs. "Dabei ist mit Kind nichts mehr wie vorher."
Nach dem Studium will Albrecht endlich Vollzeit arbeiten. Sie will eine größere Wohnung und ein zweites Kind. Zielbewusst setzt sie die Pläne in die Tat um. Aber kaum war die gewachsene Familie umgezogen, ging die Beziehung kaputt. "Plötzlich waren wir in dem ganz gewöhnlichen Albtraum aus Lügen, Verrat, Wut und Streit verstrickt, und es gab kein Zurück." Mehr möchte Jana Albrecht nicht sagen.
Seit sie zwei Haushalte finanzieren müssen, sich die Mieten in Berlin aber nahezu verdoppelt haben, haben beide erhebliche finanzielle Probleme - vor allem sie. Sie muss jetzt 800 Euro für eine Wohnung zahlen, die für drei eigentlich zu klein ist. Strom, Telefon, Heizung, Kitagebühren, Hortbeiträge, Versicherungen, Musikschule, Zusatzbeiträge für Krankenkassen kommen dazu. Übrig bleiben 125 Euro in der Woche für sich und die Kinder. Für eine günstigere Wohnung müsste sie den glamourösen Bezirk verlassen - aber dann wäre der Schulweg viel zu weit und wieder ein Stückchen Freiheit verloren. Also bleibt sie und verzichtet auf das, was ihr jahrelang selbstverständlich erschien: Reisen, Shoppen, Kino und Theater, Putzfrau, Auto und Essen gehen, "die schönen Dinge eben". Den meisten ihrer Freundinnen gehts genauso. "Ich bin eine von vielen. Nicht nur in Berlin."
Jeden Samstag ist Markt auf dem Kollwitzplatz. Es ist ein schöner Markt. Keiner, bei dem sich Billiges an Billiges reiht. Hier gibt es Delikatessen, Feinkost, französische Salamis und frische Weißwürste. Es gibt Biokäse und frisch gepressten Saft. Es gibt selbst genähte, rot-weiß karierte Kinderhemdchen, mit "Prenzlauer Zwerg"-Aufdruck. Es gibt Regionales aus Brandenburg und "Currywurst & Schampus". Der
Kollwitzplatzmarkt ist die Signatur für die neue, großstädtische Bourgeoisie. Man lässt es sich gutgehen. Man flaniert über den Platz, gut frisiert, gut gekleidet, gut gepflegt. Mit teurem Kinderwagen und Besuch aus Westdeutschland im Schlepptau.
"Für mich hat es sich ausgemarktet", erzählt Albrecht, als sie auf dem Nachhauseweg vom Jugendamt über den belebten Platz geht. An den zwei Schaukeln stehen Mütter mit quengelnden Kleinkindern. "Ich war seit Monaten nicht mehr samstags hier. Ich will von den Marktfrauen nicht gefragt werden, warum ich nicht mehr komme. Ich will meinen Kindern nicht erklären, warum ich ihnen nicht für fünf Euro Bratwurst oder Crêpes kaufen kann." Stattdessen geht sie jetzt zum Discounter. Dass sie wieder da steht, wo sie zu Beginn ihres Studiums stand, empfindet sie als beschämend. Andererseits, meint sie grinsend, dürfe man auch "nicht so hart gegenüber dem eigenen verpfuschten Leben sein". Verpfuscht? "Ja", sagt Jana Albrecht.
Die Wirklichkeit
In ihrer Dreizimmerwohnung setzt sie sich mit einem Soja-Latte-macchiato an ihrem Küchentisch. Sie reibt sich die müden Augen und fischt eine Packung Gauloises aus ihrer Handtasche. "Aus besseren Zeiten", sagt sie entschuldigend. Es wird nicht klar, ob sie die Tasche oder die Filterzigaretten meint. "Ich weiß, ich jammere auf hohem Niveau", sagt sie. Bis vor kurzem habe sie sich um Geld keine Sorgen gemacht. Sie hat sich darauf verlassen, dass die eheliche Absprachen, die sie mit dem Vater ihrer Kinder hatte, auch langfristig etwas wert ist. "Ich bin total naiv in diese postfeministische Falle getappt. Ich habe auf Karriere verzichtet, mich mit einem Job fürs Zubrot zufriedengegeben - weil Männer nun mal nicht stillen können." Und auf einmal heißt es: "Alle trennen sich doch. Ist doch nichts dabei."
Dieser Satz wird - glaubt man Jana Albrecht und ihren Freundinnen - im Prenzlauer Berg häufig ausgesprochen. Liebe ist unverbindlich. Beziehungen sind unverbindlich. Familie ist unverbindlich. "Für die Väter mag das zutreffen." Albrecht und ihren Freundinnen jedoch wurde die eigene Fallhöhe durch die Trennung erst bewusst.
Es gibt eine Wirklichkeit, die man sieht. Und eine, die versteckt bleibt. Zu sehen sind auf dem Kollwitzplatz viele Männer, die ihren Nachwuchs durch die Straße schieben. Sie schaukeln die Kinder, sitzen dabei in Cafés, hantieren am iPhone und lesen die Sonntagszeitung. "Solange das ganze Familienprogramm entspannt und easy abläuft, sind die Männer dabei", sagt Albrecht.
Was man nicht sieht: "Dass es den Vätern schnell zu viel ist, wenn die Kinder kompliziert werden." Albrecht beobachtet, dass immer mehr Frauen in die alte Rollenverteilung rutschen. Dreifach belastet, sind sie zuständig für Haushalt, Erziehung und Lohnerwerb. Auch die Männer rutschen zurück in alte Muster, meint Albrecht. Jetzt gelte wieder: "Das Verantwortungsgefühl für die eigene Familie ist einem geradezu zwanghaften Drang nach Selbstverwirklichung gewichen." Deshalb falle es den Vätern offenbar auch nicht so schwer, das konventionelle Familienmodell, wenn es zu stressig wird, als überholt zu deklarieren und sich rauszuziehen.
Laut Jugendamt leben im Prenzlauer Berg fast 40 Prozent Alleinerziehende. Ihre Probleme sind größtenteils die gleichen, wie jene von Alleinerziehenden anderswo.
Von denen allerdings wird in den Medien nicht ständig das Bild gezeichnet, sie seien aufgrund der augenscheinlichen Kinderdichte und der fortschreitenden Gentrifizierung in diesem Berliner Bezirk die glücklichsten, urbansten, reichsten und gebildetsten Muttis der Nation.
Albrecht und ihre Freundinnen sind nicht glücklich, sie sind gestresst. "Nach der Trennung auf die Schnelle einen Kitaplatz zu kriegen, war das Allerschwierigste. Mit Dringlichkeit braucht man da nicht zu kommen. In der Kitagruppe meiner Tochter sind sieben von zehn Müttern alleinerziehend. Die haben alle dringenden Betreuungsbedarf," sagt sie.
Sieben von zehn Eltern in Albrechts Bekanntenkreis leben getrennt. Da stellt sich die Frage, was schiefläuft. Oder läuft am Ende gar nichts schief?
Getrennte Eltern
Simone Winterfeld*, Janas Nachbarin, kommt vorbei. Sie setzt sich zu ihr an den Küchentisch, trinkt Espresso ohne Milch, dafür mit sehr viel Zucker. Sie ist eine 44-jährige, getrennt lebende Anwältin mit drei Kindern. Dreizehn Jahre war sie verheiratet mit einem Mann, der sie jetzt - trotz seiner zu erwartenden Millionenerbschaft - auf Unterhalt verklagt, weil er noch einmal versuchen möchte, Rockstar zu werden. "Plötzlich bleibt alles an Mutti hängen", sagt Winterfeld. "Nicht nur die Kinder, auch die wirtschaftliche Versorgung, und das, obwohl Mutti vor Jahren zu Gunsten der Familie aufgehört hat, auf Karriere zu setzen." Albrecht streckt ihr eine Zigarette hin. "Wie konnten wir uns nur selbst so täuschen", sagt sie und reicht Winterfeld auch das Feuerzeug. Diese findet noch stärkere Worte fürs persönliche Dilemma: "In Watte gebettete Weicheier sind wir, dass wir das nicht bedacht haben."
Im Gegensatz zu ihren Großmüttern, bei denen das Eheversprechen noch Gültigkeit hatte, und im Gegensatz zu ihren Müttern, die bei einer Scheidung Versorgungsansprüche gerichtlich durchsetzen konnten, haben sich Albrecht, Winterfeld und viele Frauen ihrer Generation, wie es ihnen in seit den Achtziger Jahren vorgemacht wurde, lässig getrennt. Sie bestehen, ganz emanzipiert, auf ihrer finanziellen Unabhängigkeit - schließlich sind sie ja gut ausgebildet.
Plötzlich aber stellen sie fest, dass "draußen alles anders ist", wie Winterfeld sagt. Sie treffen auf einen Arbeitsmarkt, der, selbst wenn die Betreuungsfrage der Kinder umfassend geklärt wäre, nicht gerade auf Frauen wartet, die Mitte vierzig sind und lange Elternzeitlücken im Lebenslauf haben. Und sie treffen neuerdings auf ein Unterhaltsrecht, das die einst getroffenen Absprachen von Paaren zugunsten der Familienplanung nicht berücksichtigt. Ist eine Beziehung beendet, hat der Partner, bei dem die Kinder hauptsächlich leben, nach dem dritten Lebensjahr des jüngsten Kindes keinen Anspruch mehr auf Betreuungsunterhalt. In der Praxis heißt das: Die Mutter, die größtenteils zugunsten der Kinder zu Hause blieb, soll sich einen Job suchen, um den Exmann zu entlasten. Funktioniert es nicht so, wie die Gerichte sich das vorstellen, ist die Finanzierung der alleinerziehenden Mütter unklar. Es sei denn, es gibt einen Ehevertrag. Jana Albrecht und Simone Winterfeld schütteln dazu nur bedauernd den Kopf.
Ein allgemein gültiges Familienmodell - daran glaubt in dieser Prenzlauer-Berg-Küche keine mehr. "Wenn der Mann, mit dem ich drei Kinder habe, es nicht für nötig hält, eine Ehe und somit eine Familie aufrechtzuerhalten, wieso sollte ich das von einem anderen Mann erwarten können? Ich werde bestimmt nie wieder mit einem Mann zusammenziehen", formuliert es Winterfeld drastisch an Albrechts Küchentisch.
Doch die Freiheit hat ihren Preis. Nicht nur für die Anwältin, die ihrem Exmann nun Alimente zahlen soll. Keine der getrennten Frauen, die die beiden kennen, hat ihren Lebensstandard von vor ein paar Jahren halten können. Plötzlich müssen sie sich selbst versorgen und sind finanziell nicht weit von Hartz IV entfernt.
Und dann sind da ja auch noch die Kinder. Keine Frau, die Jana Albrecht kennt, hat je geäußert, dass ihr Leben ohne die Kinder einfacher oder gar besser wäre. Im Gegenteil, meistens würden die Mütter die Kinder am liebsten gar nicht hergeben, sagte die Frau vom Jugendamt. Der Satz hat Albrecht mit einem latent schlechtem Gewissen und jede Menge Wut zurückgelassen. "Wie leicht es doch den Typen gemacht wird", schimpft sie. Das war die Wut.
Ihr nächster Satz allerdings verursacht die Gewissensbisse: "Wäre das hier absehbar gewesen", sagt sie und zeigt auf sich und ihre Wohnung, "dann hätte es zumindest das zweite Kind nicht gegeben." Denn: "Ohne die Kleine wäre, bei aller Liebe, alles einfacher. Als wären Kinder eine Erfüllung. Also meine nicht." Erfüllung, die fände sie eher im Beruf, in dem aber, wegen der kinderbedingten reduzierten Arbeitszeit, ihre Aufstiegschancen begrenzt sind.
Trennungskinder
Umgekehrt geht die Karriere wiederum auch auf Kosten der Kinder. Denn viele Kinder leiden aufgrund der Berufstätigkeit beider Eltern bei einer Trennung - das ist einer der Erfahrungswerte der Frau vom Jugendamt.
Konkrete Zahlen gibt es zum Thema allerdings nicht. Zwar haben Trennungskinder wie Albrechts Sohn Leon keinen Mangel an Kleidung, Essen oder einer guten Schule - was ihnen fehlt, ist Orientierung und ein Ansprechpartner in der Familie. Diese Form von Vernachlässigung komme häufig auch bei finanziell potenten Eltern vor, bestätigt die Jugendamtsbeamtin.
Hinzu kommt ein enormer Druck auf die Kinder, nun gut zu funktionieren - ungeachtet der erschwerten Bedingungen. Reagiert ein Kind mit Depressionen, Aggressionen und schulischen Problemen auf die Trennung seiner Eltern, stößt das nicht selten auf deren Unverständnis oder zumindest, wie bei Albrecht, auf Ratlosigkeit.
Laut Jugendamt müssen, ob nun trennungsbedingt oder einfach durch die erhöhten Mietpreise, immer mehr Familien ihre Wohnungen im beliebten Stadtteil Prenzlauer Berg aufgeben und an den Stadtrand ziehen, wo die Mieten noch günstiger sind und der Bäcker noch "Bäcker" und nicht "Kuchenmanufaktur" heißt.
Bei Albrecht ist es noch nicht so weit. Sollte sie diesen Sommer aber doch wieder einmal Kaffee trinkend oder Bionade schlürfend am Kollwitzplatz rumsitzen, muss sie
sich - genau wie ihre Macchiato-Schwestern - wohl auf ein Glas beschränken, denn die Miete sitzt ihr im Nacken und die Angst, demnächst den Wohnort doch noch wechseln zu müssen.
Die aber, die in die frei werdenden 100 bis 200 Quadratmeter großen Wohnungen einziehen, so beobachtet es das Jugendamt, sind eben jene, die man schon immer im Prenzlauer Berg gesehen hat: Wohlsituierte Paare mit kleinen Kindern, die die Quadratmeterpreise von zwölf Euro bezahlen können - bis es auch bei ihnen auf einmal knallt.
Quellennachweis:
Leserkommentare
• 29.07.2010 09:33 Uhr:
von Marian:
Ja was war denn besser? Besetzte Häuser und besoffene Punks? Klar, dass ist jetzt auch ne Pauschalisierung, aber ich kann weder mit der Vergangenheit noch mit der Gegenwart von Prenzlberg viel anfangen.
• 28.07.2010 17:34 Uhr:
von Bärlina:
Tolle Recherche! Kann denn die Autorin nicht lesen? Es gibt so viel Literatur zu dem Thema. Zwei Interviews und so weitreichende Schlüsse? So was sollte nicht mal die taz ihren Lesern zumuten. Und dann die Frage: was hat das alles mit Prenzlauer Berg zu tun? Diese gängige Häme ist einfach nur niveaulos.
• 28.07.2010 16:16 Uhr:
von Brain:
@Marian Man merkt, dass Du die kulturreichen und oppositionellen Zeiten im Prenzl. Berg auch nicht erlebt hast, denn das was heute hier passiert ist biederster und trivialer mainstream a la Blankenese oder Zehlendorf.
• 28.07.2010 10:03 Uhr:
von Ihr NameMarian:
Der Kommentar von Hanseat war ja schon dämlich, aber das Gesülze von "Kulturelle Boheme". Wer ist denn oberflächlich und provinziell wenn er nur ausgesuchte Menschen in seinem Bezirk haben möchte? Sind die wirklich soviel cooler und haben alle Tiefgang? Das was Du den anderen vorwirfst passt eins zu eins auf Dich. Mit diesem Schubladendenken werden wir hier in Berlin sicher nichts besser machen...
• 28.07.2010 09:58 Uhr:
von Gabrielle:
Widerlich finde ich auch diese heutzutage verbreitete Versorgermentalität, sich also als Frau ein Kind machen zu lassen, um dann selbst auf diese Weise optimalst aufgrund eigener Unzulänglichkeiten von Staat/ Gatten abgesichert/ versorgt zu werden, das ist wirklich primitiv.
• 27.07.2010 11:58 Uhr:
von stpauliwoman:
@kulturelle Bohème was Hanseat schreibt ist albern, aber was sie über hamburg schreiben ist mindestens genauso an den haaren herbeigezogen. zuerst: H. könnte auch bremer, rostocker oder lübecker sein, oder? so, und nun schaun sie sich doch mal die berliner fußballvereine an, das sagt doch alles! spießig-piefig bis ins mark, kein wunder bei der historie. ne militärstadt von jeher, in der ein knapper befehlston zum allgemein anerkannten verbalen kommunikationsniveau avancieren konnte. weiter: gibts einen seehafen in berlin? eine jahrhunderlange tradition im umgang mit fremden kulturen? hamburg ist multikultureller (größte anzahl unterschiedler nationen im ganzen bundesgebiet) und in sachen sex von jeher recht freizügig. das nennen sie provinziell? was stimmt: es gibt einen verstaubten standesdünkel, eine klein- und großbürgerliche spießigkeit. das hamburger understatement, der hier übliche schwarze humor sind mir aber allemal lieber als das großspurige gebelle der berlinerInnen. "kulturelle Bohème" - dadrunter gings wohl nicht. und nicht mal den accent haben sie richtig gesetzt ... p.s. lebe zur zeit in berlin @kleinerpunk häh, punk? mit so einer einstellung? zum piepen!
• 26.07.2010 14:16 Uhr:
von kleinerPUNK:
Scheinbar lese ich verkehrt: Wie kann das sein, diese Hetze, die größtenteils alle Mütter im Prenzlauer Berg über einen Kamm schert, ihnen das Recht auf (den Wunsch
nach) Luxus abspricht? Hier scheint purer Sozialneid zu sprechen, und das ist alles andere als uneklig. Weil es Frauen im Krieg und Trümmerfrauen gibt/gab, sollen Mütter auf Kaffee oder Yoga verzichten? Klar doch ... Die Kommentare lesen sich, als könnten die Mütter im Prenzlauer Berg nun gut und gerne eine Runde Scapegoat spielen. ...
• 26.07.2010 11:31 Uhr:
von Die kulturelle Boheme:
@Hanseat Zu Berlin leider völlig falsch, man merkt sofort, dass sie hier nie lebten, erst recht nicht länger, was nach Ihren Äußerungen für die Stadt aber auch besser ist. Denn Hamburg war schon immer ein bürgerliches Provinznest, zwar eines der für mich noch sympathischeren in Deutschland, aber letztlich eben auch nur verspiest piefig. Berlin hatte sich nicht nur gefunden, sondern die Bezirke mit ihren jeweiligen Bewohnerklienteln sehr gut eingerichtet und es lebte sich hier vorzüglich, was seinerzeit letztlich auch eine kompatible Klientel nachzog. Dieses Idyll, im Prenzl. Berg etwa der kulturellen Boheme, die anschließend und mit zeitlicher Verzögerung das ganze Bundesgebiet prägte, wurde durch die zugezogenen Provinzbewohner, ihre dauerpräsente Spiessigkeit und bürgerliche Oberflächlichkeit zerstört. Dass sich daraus nichts Neues auch nur im Ansatz Vergleichbares formen kann, ist klar, denn die Ex-Bewohner vermissen Großartigkeit und Freiheit der Stadt im Gesamten und die Zugezogenen suchen sie lebenslang, allerdings ohne sie zu finden und ohne das Bewusstsein, dass sie der Grund sind, warum beides verschwand. Das Dilemma dabei ist nur, das die Zugezogenen zumeist schon familiär derart verspiest sind, dass ihnen auch das geringste Niveau an innovativer Kultur wie der Himmel auf Erden erscheint und sie somit das Gesamtniveau des sich anpassenden Angebotes weiter drastisch senken. Glücklicherweise gibt es jedoch zumindest noch kulturelle Enklaven und das System funktioniert eben nun so, dass diese Orte zunächst nur von sehr Einheimischen besucht werden und nach gewisser Zeit weiter ziehen, weit bevor sie Zugezogene und Touristen im Übermaß bevölkern können. Das bemerken die auch zumeist in ihrer Bräsigkeit garnicht, da sie in ihrem mainstream-Umfeld weder von Veranstaltungen, noch Orten oder Zeiten erfahren. Leider betrifft das eben nicht die Wohnumfelde, wie den Prenzl.Berg, die diese durch ihre flache Präsenz für Kreative und Cosmopolitans unbewohnbar machten und machen. Auch aus der Innenstadt verschwinden nun die letzten großen alternativen kulturellen Anziehungsobjekte und Aushängeschilder zumindest für Touristen, etwa das Tacheles (HSH Nordbank) und die CO im Postfuhramt (Ausländischer Investor), doch damit schaufelt sich Berlin sein eigenes kulturelles Grab, was Rot-Rot auch nicht verhindern.
• 25.07.2010 10:05 Uhr:
von Hanseat:
Was für ein Genderkrampfartikel. Ich las ihn gerade und mittendrin drängte es mch, mal nachzuschauen, wer ihn schrieb. Und siehe da, es war eine Frau. Damit war natürlich klar, weshalb die ach so armen Frauen bedauernswerte Opfer ihrer männlichen Exe waren und es denen "so leicht gemacht wird".
Schrecklich, dass so ein Artikel heute noch in der Presse veröffentlicht wird. Genderkrampf eben. Und an die ganzen Berliner und Ur-Prenzler hier, die sich über die Zugezogenen echauffieren: Berlin ist genau das. Berlin hat sich und seine Rolle immer noch nicht gefunden, eine Stadt die immer noch auf Kosten der anderen lebt und sich für eine kreative, lockere, zum Teil bohemistische Weltstadt hält und dennoch nur wie ein unsicheres kleines Kind danach schielt, was es denn werden könnte, wenn es mal erwachsen wird und dabei in provinzieller Dörflichkeit sich verfestigt.
• 23.07.2010 21:05 Uhr:
von Rooibos:
Sicher haben beide Geschlechter Probleme und Verantwortung in ihrer Elternrolle. Aber ebenso wie zumeist die Frauen Schluss machen und die Scheidung einreichen (70%), erpressen sie ihren Ex-Gatten doch oft mit allen Mitteln, und versuchen ihn zu schröpfen, wo es nur möglich ist, dabei geht es leider oft auch nur sehr tertiär um das Wohl des Kindes, die Scheinmoral dieser Rabenmütter sollte bitte nicht immer unter den Tisch gekehrt werden.
• 23.07.2010 20:03 Uhr:
von Fazit:
Bin alleinerziehende schreckliche Mutti. Der Vater kümmert sich einen Dreck. Drei Kinder und alle von ihm, aber er ist selber nie erwachsen geworden, zahlen will er und kann er nicht. Unterhaltsvorschuss gibt es ja nur 72 Monate und bis zum 12 Lebensjahr, hier muss politisch nachgebessert werden, ich fordere daher alle Frauen auf, mitzuhelfen und diese Forderung auszusprechen, denn zu 90 % betrifft es Frauen, die noch nicht so stark politisch vertreten werden, wie Männer. Würden Männer zu 90 % alleinerziehend sein, gäbe es schon längst meine Forderung, die da heißt, Unterhaltsvorschuss muss bis nach der Ausbildung oder nach absolviertem Studium geleistet werden, die der Erzeuger zurückzuzahlen hat.
• 23.07.2010 17:45 Uhr:
von Kuchenmanufaktur:
eine Frage drängt sich mir dann doch noch auf (und dann is aber auch gut ;-)... war die Putzfrau eigentlich angemeldet? @Ur-Prenzl-Berg: sehr schön auf den Punkt gebracht
• 22.07.2010 23:36 Uhr:
von Timo Beil:
Frau Albrecht will eine größere Wohnung und ein zweites Kind. Ihr Wunsch wird erfüllt, aber am Ende erkennt sie ihr Leben als "verpfuscht". Und woran liegt es wohl? "Es wird den Typen zu leicht gemacht" Das ist also der Dank, wenn Frauen ihren Willen bekommen. Zählen wir mal die Meilensteine des selbstverschuldeten Abstiegs: 1) Mann und Frau begegnen sich, das wollen beide (1:1) 2) Sie haben Sex miteinander, das wollen beide (2:2) 3) Sie wird schwanger. Keine Wertung, dazu kommen wir unten. 4) Läßt sie abtreiben? Um mal zu zeigen, wer sich ggf. durchsetzt, rechne ich nun, daß sie das Kind will, er nicht (ob er das auch sagt?). Am Ende wird er nicht mehr Punkte sammeln können als sie, aber sie mehr als er, hier steht es 3:2 5) Sie entbindet. Das Sorgerecht bekommt sie (4:2) 6) Hier wäre auch ein Umweg über Prenzlauer Berg denkbar: Familie, Ehe, Lebensgemeinschaft. Hoffen wir mal, daß das beide wollen. (4:3) 7) Sie trennen sich (geht fast immer von den Frauen aus) (5:3) 8) Nun steht es 4:2 oder 5:3, also 2 Punkte Vorsprung für sie. Betrachten wir den Unterhalt. Ist zwar nötig für das Kind, aber hat der Vater das gewollt, als er es zeugte? (5:2 oder 6:3) Obwohl sie immer, also 5 oder 6 mal ihren Willen durchsetzte (der Ex aber nur 2 oder 3 mal diesen Willen teilte), geht es der alleinerziehenden Mutter schlecht. Wie geht es dann erst ihm? Vernünftige Männer lassen sich jung sterilisieren oder spätestens dann, wenn sie so oft Vater geworden sind, wie sie wirklich selbst wollen. Sie müssen es ja nicht weitersagen. Schließlich wirbt auch Frau-TV-Moderatorin Lisa Ortgies dafür, mal die Pille zu vergessen www.youtube.com/v/jveyhOnNGQc . Ich habe das gemacht und wurde so nicht zum Opfer.
• 22.07.2010 18:16 Uhr:
von gasmann:
Willkommen in der Wirklichkeit Eurer bürgerlichen Scheinwelt. Habt Ihr hochnäsigen Muttis wirklich geglaubt, Ihr könnt Euch mit Biofraß, iPhone, Säuglingsyoga und Geländewagen in die längst vergangenen Aura des renitenten Proletenbezirks hinein- und aus Eurem westdeutschen Patriachatsmief herauskaufen? Und Eure verwahrloste Sozialisation ala Geistigmorolischewende und Jederistsichselbstdernächste bleibt schön in Westdeutschland, viel Geld macht schließlich alles möglich? Als Endgentrifizierter gefällt mir die Nachricht, dass Ihr als Teil des Problems nun auch Probleme habt, doch ein wenig. Und wie sehr Eurer ausgestelltes Anderssein nur billige Fassade und nix wert ist, sieht man ja wohl nicht nur an Euren Kerlen. Als ich hier mein Kind allein großgezogen habe, hieß das bei den ständig steigenden Preisen und Mieten 1500 DM Netto (später 800 Euro) bei Vollzeitjob und 45 qm Hinterhaus und wenn ich Lust gehabt hätte, Eure Arien zu trällern, hätte keine Taz das interessiert. Die gute Frau vom Jugendamt weiß offensichtlich nicht, dass schon Mitte der 80-iger Jahre die Alleierziehendenquote viel höher war als 40%, es war schlicht der Normalzustand. Und der bricht wieder durch, wie altes Gras durch den Asphalt
und zum ersten Mal seit Jahren fühle ich mich in meinem Prenzlauer Berg wieder etwas heimisch.
• 22.07.2010 17:56 Uhr:
von Ur-Prenzl-Berg:
Die Kinder dieser egomanen Prenzl-Raben-Mütter können einem derart leid tun, werden sie doch schon seit jungen Jahren von den Depressionen und Unzulänglichkeiten ihrer Erzieherinnen geprägt, ob sie jemals fähig sein werden, verantwortungsvoll eine lebenslange liebevolle Beziehung mit den notwendigen gegenseitigen Kompromissen zu führen? Entsetzlich ist unter dem Gentrifizierungsaspekt zudem, dass eben diese Zugezogenen sich in dieser seit mind. 10 Jahren schon dörflichen und piefigen Prenzl-Berg-Atmosphäre immer noch fühlen, als hätten sie die Kreativität erfunden, und somit den kulturellen Niedergang und die spießbürgerliche Entwicklung mit ihren Provinzvorstellungen extrem beschleunigen. Dabei haben sie nicht mal ansatzweise eine Ahnung, wie ein kreatives, lockeres, sympathisches und nicht großfressiges kulturelles Boheme-Umfeld aussehen kann und im Prenzlauer Berg einst ohne sie ausgesehen hat. Diese Schwabenyuppiklientel passt von ihrer Borniertheit und Scheinkultiviertheit eigentlich sehr gut in die Neubaugebiete, wo man sich ebenfalls oft Illusionen hingebt, die dort wohl aber oft sogar noch realistischer sein werden.
• 22.07.2010 15:48 Uhr:
von Kuchenmanufatur*:
* diese Namensgebung für 'ne Bäckerei is ja sooo süss... aber die Betreiber wussten schon, auf welche Art Namen eine gewisse Klientel abfährt - huch is das schick!!!! etwas rätselhaft erscheint mir die hier gelegentlich auftauchende Bezeichnung "links" für die Portraitierte in meinen Augen ist sie doch nichts als eine kleine verwöhnte Bürgergöre, die (wie hier auch schon geschrieben wurde) diesen ganzen Werbungs-, Frauenzeitschrifts- und Sex and the City-Müll für das wirkliche Leben gehalten hat dazu noch paar schicke, grünlich angehauchte Accesoires und fertig ist sie - die "Zahnarztgattin aus Blankenese" der Neuzeit der "Style" mag ein anderer sein die "Denke" ist doch wohl ziemlich identisch...
• 22.07.2010 14:09 Uhr:
von space_between:
@go-between das soll ein alternatives leben sein? meinst du ja wohl nicht ernst ...
• 22.07.2010 13:37 Uhr:
von alleinerziehend, Vater will nicht:
Klar gibt es Väter, die zahlen und für Ihre Kinder da sind oder da sein wollen und es nicht könne, aus welchen Gründen auch immer und klar muss da mehr von den Müttern, den Ämtern, des Gesetzgebenden, den Richtern und der Gesellschaft passieren. Aber leider gibt es viel mehr Väter, die nicht für ihre Kinder zahlen und/oder da sein wollen. Die sich einfach aus der Verantwortung stehlen. Und die Mutter ist dann auch noch die Böse - egal was sie tut. Sie gönnt dem Kind kein männliches Vorbild. Sie ist zu männlich und wird ihrer Mutterrolle nicht gerecht. Sie geht nicht arbeiten und lässts sich vom Staat oder Kindsvater "gut"-gehen. Sie geht arbeiten und lässt ihre Kinder im Stich. Sie versucht einen Spagat mit Teilzeit-Stelle und ist eine Mischung aus unverantwortungsloser Geldauspresserin von wem auch immer und Kinder-Allein-ihrem-Schicksal-Überlasserin.
• 22.07.2010 12:59 Uhr:
von MonaMeier:
Also, mich macht sowohl die Art und Weise wie der Artikel geschrieben ist, als die Mehrheit der Kommentare ziemlich betroffen und auch wütend. Meiner Meinung nach wird hier in einem Maße auf die Frauen und Mütter eingedroschen, wie es unfairer und einseitiger kaum sein kann. Ich finde es sehr wohl äußerst schwierig, wie Frau und Mutter es denn bitteschön heutzutage "richtig" machen soll. Es wird ihr ganz bestimmt, entweder das eine oder das andere vorgehalten. Nebenbei gemerkt finde ichauch -gerade mit Blick auf die Kinder- eine Katastrophe, die vor allem die Kinder überwiegend schlechter und keineswegs besser stellt. Die Verantwortung "der" Väter darf offenbar überhaupt nicht mehr angesprochen werden?
• 21.07.2010 20:10 Uhr:
von emil:
huch, hier steckt ja wirklich einiges drin wo ich nur staunen kann... vielleicht das wirklich ulkigste. also wie war das? emanzipiert und dann schnell heiraten? da hat aber jemand die emma nicht gelesen. kann die redaktion nicht mal ein spendenkonto veröffentlichen? es tut ja in der seele weh, wie leben zerstört und karrieren zertrümmert werden :( da muss ich mir vor lauter frust noch einen halben trüffel aufs brot reiben.
• 21.07.2010 16:55 Uhr:
von Tabberta:
malleus maleficarum Die Kommentare lesen sich scheußlicher als der Hexenhammer. Mir läuft es jedenfalls kalt den Rücken runter. Was sind das für Männer, die im Schutz des Anonymen derlei Schmieriges verbreiten...Schnepfen,Tussis, Asiatinnen...Hallo, wir sind im 21. Jahrhundert angekommen, mit wirklich großen und sicher nicht nur von Frauen und Muttis verursachten Problemen. Die alten Feindbilder taugen und helfen nicht mehr. Muß deshalb gleich ein neues altes Feindbild her? Klingt jetzt etwas pathetisch, aber zeig mir Deinen Feind und ich sage Dir wer Du bist!Wer sich hier mit allein erziehenden Müttern, Frauen etc. messen muß ist wirklich arm dran.
• 21.07.2010 16:25 Uhr:
von Ralf:
Ein richtig schlechter Jammer-Artikel, der trotz ausreichenden Platzes einfach zu viele Facetten unbeleuchtet lässt. Wenn postfeministisch "Soja-Latte auf dem Markt trinken und Kind präsentieren während die Putzfrau den schicken Szene-Altbau aufmöbelt" bedeutet, soll diese Bewegung bitte möglichst schnell ihr Ende finden. Das Modell männliche Erwerbsarbeit, weibliche Reproduktionstätigkeit ist zum Glück überholt, aber stattdessen "Keine Hausfrau, nur Mutter" ist kein Deut besser, sondern schlichtweg borniert. Meine Freundin (10 Jahre hält es schon) geht wie ich ihrer eigenen Erwerbsarbeit nach. Dafür müssen wir Fernbeziehung in Kauf nehmen und einer zwecks Wohnortwechsel für die Familienplanung höchstwahrscheinlich einen Karriere-Kompromiss machen (denke ich werde dies sein).
• 21.07.2010 16:18 Uhr:
von Ex P-Berger:
das Ungerechte dabei ist ihr könnt doch alle wieder schön zu Mama und Papa in die Provinz in das Einfamilienhaus wo ihr eigentlich her kommt, wir können nicht wieder in unseren alten Bezirk da wir uns die Mieten nicht mehr leisten können!! Danke!!
• 21.07.2010 16:15 Uhr:
von Hans von Hoden:
Dankt nicht den Männern für diese Welt... Dankt Sex and the City!
• 21.07.2010 16:07 Uhr:
von UR-PBERG:
Einfach nur schlecht der Artikel. Leben verpfuscht? Das ist doch nen Witz oder? Vor ca. 8 Jahren war der Bezirk noch erträglich. Jetzt machen alle Traditionsclubs zu, weil sich die Schwaben gestört fühlen. Geld regiert wie immer die Welt.
• 21.07.2010 16:05 Uhr:
von Lichtenberg:
Willkommen in dieser Welt :o) Sagt mir nur das Studieren Karriere etc. absolut nichts mit Wissen Schlauheit etc. zu tun hat, in Ihrem Fachbereich vielleicht, aber bei dem Rest seh ich schwarz :o) So denn auf in die neue Selbstverwirklichung lach. Die Welt ist so schlecht. grins Ja so ist das wirkliche Leben. Willkommen Willkommen in dieser Welt
• 21.07.2010 16:05 Uhr:
von Unglaublich:
Oho, die Arme Frau, so höret niedres Volk! Nun ist sie abgestiegen und kann sich keine Bratwurst für fünf Euro mehr leisten...! Und außerdem nicht mehr jeden Tag fünf Latte M. trinken... Boah, wenn ich das lese wird mir extrem ÜBEL!!!
• 21.07.2010 15:59 Uhr:
von Ortsgruppenleiter Hamburg:
haha , volle Gönnung , ich liebe den Geruch des sozialen Abstiegs wenn ich in B unterwegs bin , die blöden Auchmenschen mit den "spannenden" Projekten und die Abstiegsmuttis welche in der Platte enden haha , froi ...da lacht das Dr.Dipl.Ing -Herz . Meine Olle spurt , so wie sich das für ne deutsche Frau gehört. "Schatz hol mal Bier " "sag dem Heinrich er kriegt ne Trachtprügel wenn er nochmal ne 3 schreibt"
• 21.07.2010 15:48 Uhr:
von Fraggel:
Schade dass sich die taz dazu entschieden hat keine weiteren Kommentare zuzulassen nachdem die Tendenz der bereits abgegeben wurden nicht dem Gusto entsprachen. Da hätte ich euch mehr Mut zugetraut.
• 21.07.2010 15:03 Uhr:
von Toby:
Ist nicht immer leicht, erwachsen zu werden, wenn man schon so groß ist.
• 21.07.2010 14:25 Uhr:
von go-between:
es gibt noch genug prenzl-familys, bei denen das latte-macchiato-bionade-yogamutti-hypridvolvo-sanierte-altbauwohnung-modell recht gut funktioniert - die später einmal sich gerne an die gute alternative zeit aufm prenzlberg erinnern werden...
• 21.07.2010 14:09 Uhr:
von @Riin:
Ihnen ist vermutlich nicht aufgefallen dass besagte Artikel stark "geflattert" sind und somit bezahlt und anerkannt während dieser sogenannte "Artikel" nicht einmal (0, Null) geflattert ist. Woran könnte dies liegen? Ihre Naivität kotzt uns an.
• 21.07.2010 14:04 Uhr:
von Janin:
Sehr schade finde ich, dass Aufgrund der völlig irrealen Erwartungshaltung, dieser Frauen gegenüber dem potentiellen Partner sehr viele Menschen allein alt werden werden. Anstatt dem Partner zu erlauben Fehler zu haben und zu machen und Mensch zu sein müssen die Partner dieser Frauen inzwischen die eierlegende Wollmilchsau sein. Gutaussehend und gefährlich um anziehend zu sein. Treu und eifersüchtig. Gentleman und gut gebildet. Sanft um in seinen starken Armen einschlafen zu können. Liebend um Kinder versorgen zu können. Potent und gottgegeben reich beschenkt um die Prinzessin glücklich zu machen. Reich und Gesellschaftlich anerkannt um die Prinzessin gegenüber Ihren Freundinnen glücklich zu machen. Liebhaber, Ehemann, Affäre, Freund, Versorger und Partner in einer Person. Nase aus der Bild der Frau und aufwachen Mädels! Sonst endet Ihr wie diese Frauen die sich mit 40 nicht mehr Vorstellen können mit einem Mann zusammen sein zu sein und deren Leben mit 2 Kindern von denen andere träumen als verpfuscht angesehen wird.
• 21.07.2010 13:51 Uhr:
von Mein Name tut nichts zur Sache:
@ qed: Ihr Kommentar trifft voll ins kleine Schwarze ! @ Frauen in Deutschland: Ihr wolltet es doch so ! Nun lebt damit ! Männer wie wir haben aufgrund Ihrer bisherigen negativen Erfahrungen die Erkenntnis gewonnen, daß man(n) mit Heirat nur noch verlieren kann. Ring am Finger (die "kleinsten Handschellen der Welt") ? Mit mir niemals ! Liebe Frauen, ich wünsche Euch allen weiterhin ein schönes Leben, DENN IHR WOLLTET ES JA GENAU SO UND NICHT ANDERS HABEN ! Was haben wir gelacht... Bin ich froh, daß ich ein Mann bin ! Nix gibt's !!!!
• 21.07.2010 13:13 Uhr:
von Ugly:
Schön, dass der soziale Abstieg auch die betreffen kann, die verachtend auf die Neubausiedlungen im Osten der Stadt schauen und der Welt früher mit materiellen Dingen gezeigt haben, wie weit man es doch bringen kann. Solche Berichte zeigen mir einmal mehr, wie wenig das Leben doch letzlich selbstbestimmt bleibt. Sehr schön!
• 21.07.2010 11:31 Uhr:
von Fraggel:
Liebe Taz-Autoren, normalerweise lese ich euch nicht gern. Aber dieser Einblick in das links-wählende, ach so ungerecht behandelte, Klientel ist GOLD wert! Dankeschön!
• 21.07.2010 11:19 Uhr:
von Rene Sandler:
die gentriefizierung frisst ihre kinder. mit grausen denke ich daran, dass sich diese gestrandeten yuppi-chargen langsam aber sicher in den angrenzenden stadtbezirken breitmachen, die "denke" bleibt ja gleich, wie man/frau z.b. im "komponistenviertel" weissenseee´s bereits mehrfach erfahren mußten, hier gibt es jetzt, gentrifizierung (noch) light
• 21.07.2010 11:12 Uhr:
von ein entsorgter Vater und Mann:
eine Milieustudie par excellence ... ganz netter Artikel aus dieser einen Sichtweise .... die andere Sichtweise kommt nicht vor.... für mich ist das alles Jammern und Wehklagen auf hohem Niveau die Realität sieht anders aus. Dennoch der Artikel ist ganz nett geschrieben trotzdem völlig bedeutungslos ja sogar belanglos.. jeder ist seines Glückes Schmied. Wir sind einfach viel zu egoistisch, egozentrisch und nur auf den eigenen Vorteil bedacht... das zieht sich durch alle Gesellschaftsschichten wohl auch am Prenzlauer Berg (bald auch ein sozialer Brennpunkt mehr....) Das ganze Leben ist ein Fluss viele schwimmen mit dem Strom manche gegen den Strom und einige schwimmen immer oben oder bleiben auf der Strecke. So wie bei mir: Erst die große Liebe dann das Leben gemeinsam planen dann ein Kind ein Haus zwei gute Jobs (heile Welt) und dann plötzlich irgendwann ist das Gefühl weg die Interessen verschoben man hat sich nichts mehr zusagen will auch nichts mehr hören und dann Schluss... Aus... Ende. Doch die Sonne geht wieder auf wo eine Tür zuschlägt geht eine andere auf ... Lebe jetzt allein habe eine 16 Jahre jüngere Freundin mit der ich nur Spass habe. Wie ein zweiter, dritter Frühling warum sich um den ersten ärgern.
• 21.07.2010 11:09 Uhr:
von peter:
Eine meiner beiden Omis war Kriegerwitwe mit 5 Kindern und hat diese durch Landarbeit durchgebracht. 2Kinder sind Handwerker geworden 1 Hausfrau, 2 haben sogar studiert. Omi war zupackend warmherzig und selten am jammern.(Tagesmütter, Amtshilfe etc. da weiß sie gar nicht was das ist.) Wie konnte das nur gelingen trotzdem ein sicherlich anstrengendes jedoch glückliches Leben zu führen auf das sie mit Stolz zurückblickt. Vieleicht sollte sich die Latte Machiato Generation mal fragen, ob das Problem nicht im Kopf liegt anstatt in der Geldbörse. Gespannt darf man auch abwarten, wie diese Generation ihre Kinder erzieht. Werden diese Kinder zur Treue und Liebe fähig sein? Werden ihnen Werte vermittelt, die man beim ehemaligen Partner vermisst? Oder werden die Kinder nun vollends verhunzt von weinerlichen Müttern? Meine Urgroßmutter hatte übrigens 9 Kinder, musste sich aber noch um den Garten, die Schweine, Hühner und Gänse kümmern.(Von Waschmaschine, Staubsauger und Geschirrspüler keine Spur) Waren das Übermenschen? Die ist 82 geworden. Also als überforderter unglücklicher notleidender Mensch wäre sie auch nicht so alt geworden. Wo sind nur die echten Frauen und Männer geblieben.
• 21.07.2010 10:47 Uhr:
von Provinzler:
es gibt kein richtiges leben im falschen!
• 21.07.2010 10:28 Uhr:
von Marian:
Zu der Anwältin: Kinder sind nicht ihre Erfüllung, aber dafür die berufliche Karriere. Na das muss ja jeder für sich selbst entscheiden, aber wenn man dann Kinder bekommt, weils irgendwie angesagt ist und dazu gehört, dann kann man milde gesagt nur den Kopf schütteln. Was sind das für Menschen, die so denken? Empfinden die wirkliche Liebe für ihre Kinder? Kann ich mein Kind lieben, wenn ich ihm eine Mitschuld an meinem sozialen Abstieg gebe? Das ist so krank. Wenn man sich die Ansichten der Dame genauer anschaut, kann man sich auch ganz genau den dazu passenden Mann vorstellen. Karrieregeil, keine Zeit für Kinder, egoistisch und wertorientiert. Das der nicht lange bleibt, wenns für ihn Nachteile gibt, hätte sich die Dame vielleicht vorher denken können. Man kann kein Arschloch heiraten und erwarten, dass er dann den liebevollen Familienvater spielt. Die Leute die in dem Artikel beschrieben werden, möchte ich in meinem Leben nicht kennenlernen. Einfach nur unsympathisch..
• 21.07.2010 10:25 Uhr:
von david:
ANNA FOR PRESIDENT!
• 21.07.2010 10:17 Uhr:
von Jottka:
Frau Niemann, Ihr Artikel strotzt nur so vor Subjektivität und einseitiger Betrachtungsweise. Einzelschicksale und Einzelentscheidungen in einem Stadtteil, der schon landesweit für eben jenes Phänomen bekannt ist, noch objektivieren zu wollen, ist eine unsaubere Methodik und schon rein aus stochastischer Sichtweise absurd falsch. Es kommt nur die eine Seite zur Sprache und dann wird auch noch nach staatlicher Intervention geschrien. Sie zitieren hier zwar hauptsächlich nur die Verlassenen, aber ein G'schmäckle bleibt halt doch, dass nur die Herren der Schöpfung Schuld trifft. Ich bin selbst „Scheidungskind“ und jedoch beim Vater aufgewachsen, was ich nicht bereue. Irgendwie suggeriert Ihr Artikel obendrein auch noch, dass die Väter ihre Kinder ja im Stich lassen. Vielleicht denken Sie ja mal darüber nach, dass eine der Parteien oftmals auch im Sinne des Kindeswohls auf den (für Männer deutlich erschwerten) Sorgerechtsprozess verzichtet. Im Übrigen gibt es mittlerweile schon eine ganze Generation erwachsen gewordener Väter, die Scheidungskinder sind, welche die Erziehung der Mutter genossen haben. Bitte schreiben Sie über derlei Artikel doch demnächst »Kommentar«, damit nicht noch mehr Menschen in die Falle tappen, so einen Artikel bis zum Ende zu lesen. So, wie sich Ihr Artikel nun liest, helfen Sie auch niemandem sondern beschwören wieder alte Grabenkämpfe herauf: Die Damenschaft hört, was sie hören möchte, die Herrschaften fühlen sich mal wieder als Sündenbock, Kindsverräter und Zahlemann in Personalunion.
Mfg
• 21.07.2010 10:15 Uhr:
von Florian:
"Plötzlich waren wir in dem ganz gewöhnlichen Albtraum aus Lügen, Verrat, Wut und Streit verstrickt, und es gab kein Zurück." Mehr möchte Jana Albrecht nicht sagen. Ach ne, warum wohl nicht? Hat da wohl jemand Scheisse gebaut? Sich die Zeit zuhause mit dem netten jungen Anwalt von nebenan vertrieben, während der Ehemann arbeiten war? Tja, selbst schuld! Mitleid gibt es nicht für Euch. Und liebe Prenzleberg-Muttis: Kommt ja nicht auf die Idee nach Friedrichshain zu ziehen! Ihr habt schon einen Stadtteil "unbewohnbar" gemacht...
• 21.07.2010 10:08 Uhr:
von ausgenutzt und weggeschmissen:
Die Zeit der Musterehen ist schon lange vorbei. Die folgen der völlig überzogenen Emanzipation sind jetzt zu spüren. Was für Ansprüche die Frauen heutzutage haben, haarsträubend und unglaublich. Wo sind die Werte zuneigung, respekt,toleranz geblieben? Die "moderne" Frau von heute verlangt die Eierlegende Wollmilchsau als Mann. Warum gibt es immer mehr Singles oder Männer nehmen sich Ausländerinnen? Was ich hier stellenweise lese über "aus dem Staub machen" oder "keinen Unterhalt zahlen"...ich habe ca.3500 netto und bezahle für 2Kinder und die liebe Ex 2500 monatlich.Keine Männernation zahlt soviel Unterhalt wie in der tollen BRD. Erzähl das mal einer asiatischen oder südamerikanischen Frau....ich habe abgeschlossen mit dieser Frauenwelt. Jetzt nutze bzw. benutze Sie nur noch.
• 21.07.2010 09:52 Uhr:
von Martin:
Meine Güte, wie sehr die Selbstverwirklichungs-Bourgeoisie doch versucht das Klischee zu erfüllen. Da klappts nicht mit dem tollen Leben auf dem Prenzelberg - schon ist das Leben verpfuscht, die Kinder eine Last, der Mann ein Arsch. Ich kann nicht mehr auf dem Markt einkaufen weil ich der Marktfrau nix erklären will, die Kinder kommen zu kurz, aber wegziehen, den letzten Rest vom eigenen Traum aufgeben kommt dank des Scheinargumentes Schulweg ja nicht in Frage. Gibt wohl in anderen Berliner Stadtteilen keine Schulen mehr, oder sind da etwa zu viele Ausländer in den Klassen?
Na, egal, die 125,- pro Woche reichen ja noch für Kippen. Dann ist ja doch alles gut, irgendwie.
• 21.07.2010 09:47 Uhr:
von Asi-Horst:
dieser Artikel zeigt mir, wie wenig Bewußtsein für unsere Probleme der Zukunft in der Bevölkerung vorhanden sind. Darüber könnte man lachen, wenn´s nicht so wäre, das durch unsere dämliche Bevölkerung alles zusammenbrechen wird. Ökobewußtsein an der Nuckel, ja, aber was ist mit der Welt? Die kennen solche Leute überhaupt nicht. Ich als Asi finde es richtig lustig, was die Schnepfen abkriegen. Und ich habe mir auch ganz klar vorgenommen, das ich ganz lange lachen werde, wenn´s soweit ist, das die Macht und Gier zusammenbricht!!
• 20.07.2010 23:46 Uhr:
von Hanna:
Ein sehr tendenziöser und unausgewogener Artikel finde ich. Solche Frauen/ Paare erleben doch die Konsequenzen ihres eigenen Handelns, haben oft mit ihrem Partner gemeinsam ihren eigenen Kleinstadtmief in die ehemaligen kulturellen Behome-Zentren getragen und wenig reflektiert nahezu jeden m2-Preis gezahlt und die Mietniveaus somit immer höher geschraubt, in unvorhergesehenen Situationen sind sie dann, nicht nur finanziell, völlig überfordert. Auch ist es eine Farce, die Beziehungstrennung dem Mann anzulasten, in wenigstens 50% der Fälle gehen die Gründe wohl von den Frauen aus, deren heutiger Geltungsdrang und Kompromisslosigkeit niemand dauerhaft erträgt und deren negative Einflüsse keiner lebenslang mitleben möchte. Auch sind die schlechten sog. Karrierechancen wohl zuerst der Studienwahl anzulasten, denn Toppositionen für Germanistinnen dürften rarer als rar sein. Alle Medaillen haben stets zwei Seiten, die es zu beleuchten gilt.
• 20.07.2010 21:23 Uhr:
von Riin:
165 Kommentare, zum Großteil darüber, wie unwichtig und irrelevant diese Probleme doch sind. Aber bei den Artikeln über Afghanistan oder die Ölpest: kaum bis gar keine Kommentare. Wo sind denn dann eure relevanteren Themen? Gebts doch zu, ihr kommt nur aus Selbstgefälligkeit hierher, nicht um über Themen zu reden. Mal n bisschen über Leute (vorzugsweise Frauen, und vorzugsweise welche, die mal mehr Geld hatten als ihr) herziehen, die anscheinend noch größere Fehler als ihr gemacht haben. Diese Häme kotzt mich an.
• 20.07.2010 19:26 Uhr:
von espresso:
Willkommen im wahren Leben!!!! Wäre mir nie in den Sinn gekommen rumzujammern. 7 Jahre im Wohnzimmer geschlafen ,damit meine beiden Kinder ihr Eigenes haben. Aber wenn ich mich f. Kinder entscheide, dann mit allen Konsequenzen.Trotz Arbeit(1200 Euro netto!)plus Kindergeld haben wir ganz gut ( in einer kleinen Wohnung) "überlebt". Natürlich ohne schicki-micki,Probleme beim Aldi einzukaufen habe ich auch keine.Und ich geh gern einen Kaffee trinken!Kann nicht behaupten, unglücklich zu sein. Ich arrangiere mich mit den momentanen Gegebenheiten,jetzt bin ich für meine Kinder da, später wieder für mich.
• 20.07.2010 19:26 Uhr:
von espresso:
Willkommen im wahren Leben!!!! Wäre mir nie in den Sinn gekommen rumzujammern. 7 Jahre im Wohnzimmer geschlafen ,damit meine beiden Kinder ihr Eigenes haben. Aber wenn ich mich f. Kinder entscheide, dann mit allen Konsequenzen.Trotz Arbeit(1200 Euro netto!)plus Kindergeld haben wir ganz gut ( in einer kleinen Wohnung) "überlebt". Natürlich ohne schicki-micki,Probleme beim Aldi einzukaufen habe ich auch keine.Und ich geh gern einen Kaffee trinken!Kann nicht behaupten, unglücklich zu sein. Ich arrangiere mich mit den momentanen Gegebenheiten,jetzt bin ich für meine Kinder da, später wieder für mich.
• 20.07.2010 17:41 Uhr:
von Stefan Großheld:
Zu J. M. Keynes: "Viele Frauen sind heute nicht emazipiert sondern nur noch vertraeumt: Shoppen, reisen, Putzfrau; Karriere, ein erfuelltes Beziehungsleben (und einen multiplen Orgasmus am spaeteren Abend obendrein)und taeglich mindestens drei Latte Machiato- Herrgott nochmal: Auf welchem Planeten lebt ihr eigentlich?!?!" Ich kann es den Frauen nicht verdenken. Genau das Leben wird ihnen in der Werbung und ihren Frauenmagazinen doch vorexerziert! Kein Wunder, dass sie genau das für sich haben möchten. Sicher, wer nüchtern und realistisch über das in der Werbung Gezeigte nachdenkt, merkt sehr schnell, dass es eine reine Fiktion ist. Aber aus diesem Traum wollen viele Frauen eben nicht aufwachen.
• 20.07.2010 17:16 Uhr:
von Roadrunner:
Ein große Frage stellt sich nach dem Lesen des Artikels? Was will die Redakteurin uns mit dieser Geschichte sagen?
Böse Männer? Zu teure Mieten? Keine gutbezahlten Jobs? Zu teurer Kaffee? Zu 1: Auch der Mann dürfte sozial "immens" abgestiegen sein Zu 2: Die teuren Mieten resultieren aus dem allgemeinen Prinzip Nachfrage und Angebot Zu 3: Ich kenne eine Frau alleinerziehend, die verdienst gut 1200 BRUTTO. Noch Fragen? Zu 4: Siehe 2! Also netter Versuch mit diesem Artikel das Sommerloch zu stopfen, hat ja auch was die Kommentaranzahl angeht super geklappt.
• 20.07.2010 16:35 Uhr:
von Laubeiter:
Also die kommentierenden Frauen, die den Artikel lasen, lassen sich vom Schicksal der beiden Frauen ergreifen. Die kommentierenden Männer lassen das nicht, sondern reden von "Recht so, Ängste und Sorgen für Euch!" Beide Gruppen fragen nicht nach den geschiedenen Ehemännern. Warum die Frauen nicht? Sind Männer, die die Kinder nicht miterziehen und der geschiedenen Ehefrau keinen Unterhalt zahlen, per se schlecht? Warum die Männer? Ist eine Lebensführung im Prenzlauer Berg konnotiert mit Luxus, Status, Snobismus, Egoismus und deshalb per se eine, die falsche Ziele hat und keine Unterstützung verdient?
• 20.07.2010 14:03 Uhr:
von gastgecko:
Dumme oberflächliche Tussen sind das. Der Kommentator aus dem alten schlesischen Adelsgeschlecht bringt es auf den Punkt. Die Männer, auf ne gewisse Art ebenso unfähig, hätten halt verhüten müssen.
• 20.07.2010 13:45 Uhr:
von Betroffene Alleinerziehende:
Ihren Kommentar hier eingeben egal in welcher finnanziellen Situation sich Mütter befinden, als Alleinerziehende fallen Mütter in längst überholte, alte Rollen zurück. Die Mütter haben die Arbeit, der
Vater ist weg und zahlt nicht selten keinen Unterhalt. Und wieso meckern alle über die Mutter? Wer fragt nach dem Vater und seinen Verpflichtungen. Er hat eine Frau mit zwei kleinen Kinder zurück gelassen. Weiß mann was das bedeutet? Übrigens: am 29. Juli wird das Statistische Bundesamt eine Studie zum Thema Alleinerziehende in Deutschland veröffentlichen. Interessant mal zu schauen, wie viele es davon gibt in Deutschland, unter welchen Bedingungen sie leben und wie groß der Anteil der Männer unter ihnen ist.
• 20.07.2010 12:33 Uhr:
von anna:
diese designer-muttis, die ihre kinder nur als accesoire tragen, um möglichst intensiv bewundert zu werden. studium, hippe wohnung, geile klamotten und kind, wow wie macht die das nur? was hier schon mehrmals erwähnt wurde, ist die erschütternde tatsache, dass der passende mann bitte sexy, erfolgreich und wohlhabend sein soll, dass man sein no-future studium (schöner ausdruck übrigens) weitermachen kann, um wie oben erwähnt für seine multi-tasking fähigkeiten weiter bewundert zu werden. wenn dann irgendwann der typ abhaut, aus welchen gründen auch immer, dann ist auf einmall alles scheisse, und die kinder nur noch eine last. schade, aber in solchen momenten merkt man dann erstmal, wie wenige mütter ihre kinder wirklich wollten. ungewollt sein ist für ein kind auch eine schwere last! aber das blendet der grenzenlose egoismus solcher muttis wohl einfach aus... wären die kinder haustiere, würden sie wahrscheinlich im tierheim landen!
• 20.07.2010 12:16 Uhr:
von SGD:
Mittelschichtsgedöns!
• 20.07.2010 11:02 Uhr:
von Spökenkieker:
Wieso ist da eigentlich plötzlich eine Dringlichkeit für Kindergarten/Hort? Udn wieso hat die Mutter plötzlich keine Zeit mehr, wie am Anfang gesagt wird? Könnte es sein, dass sie berufstätig ist? Wenn ja, dann kommt sie also vermutlich selbst für ihre Miete auf. Na, wenn sie denn dafür arbeitet, die schicke Adresse zu haben, ist doch nichts dagegen einzuwenden, oder? Finde ich persönlich zwar dämlich, dafür gebe ich wahrscheinlich mehr Geld für Nahrungsmittel und Reisen aus, das finden andere wieder überflüssig. Jeder nach seiner Fasson. Aber was will mir dieser Artikel sagen? Soll ich mit der Frau Mitleid haben, weil sie sich ihr Leben soweit wie möglich eingerichtet hat, wie sie es offenbar wollte, und ihr jetzt das Geld für den Rest fehlte? Dann bitte auch Mitleid mit mir, der Dreimonatstrip
durch Fernost ist seit 20 Jahren in der Planung und es ist immer noch nicht drin (Arbeitgeber gibt nur 6 Wochen im Jahr, Vermieter will trotzdem Geld ... Die Welt ist gemein!) Na ja, eigentlich brauche ich kein Mitleid. Wie ich einige Kommentare verstehe, muss "die gesellschaft" die Möglichkeit schaffen, die Träume dieser Frau zu erfüllen. Als los, Gesellschaft, gebt mit meine Drei Monate, aber bitte ohne irgendwelche Einbußen hinterher. Dafür jammere ich auch nicht über meine Kinder!
• 20.07.2010 09:00 Uhr:
von Thomas:
"Angst trinken Latte aus" Hinter einer unzusammenhängenden Anhäufung von bestehenden aber nicht mit Fakten unterlegten Problemen (...die Frau vom Jugendamt sagt...), die sicher jeweils einen Artikel wert wären, scheint deutlich die profane Unzufriedenheit über den eigenen materiellen Abstieg durch. Abstieg! - nicht Untergang. Davon sind die im Artikel beschriebenen Personen weit entfernt. Wenn man sich zu allen schwachen Stellen des Artikels äußern wollte (der leider auch von Rechtschreibfehlern nur so durchsetzt ist), käme ein neuer Artikel und kein Kommentar dabei heraus. Nur noch zu den mehrfach angesprochenen "Karrieren": In meinem Freundeskreis befinden sich einige Akademiker ohne Kinder, die ihre Lebensplanung auf "Karriere" ausgerichtet haben. Und dann will diese blöde Karriere einfach nicht kommen...
• 19.07.2010 21:15 Uhr:
von clara b.:
die kommentare hier sind kaum zu fassen. hier wird derart primitiv und hasserfüllt auf die "prenzelberg-muttis" eingedroschen, dass man darum: 1. mit germanistik- sozialdings-studium kann man sehrwohl karriere machen oder zumindest einen arbeitsplatz finden. die arbeitslosigkeit ist auch bei geisteswissenschafts-absolventen sehr niedrig. die welt wird nicht nur von ingenieuren und informatikern zusammengehalten und gestaltet. dass arbeit in "frauenbranchen" schlechter bezahlt wird und das berufsleben mit kindern unvereinbar bleibt, liegt an zuwenig feminismus, nicht an zu viel. 2. 800 euro miete sind kein schnäppchen aber weit entfernt von luxus. der prenzelauerberg ist kein luxusviertel, wer das denkt sollte sich mal ein solches anschauen. dass gerade alleinerziehende ihre kinder nicht aus der gewohnten umgebung reißen wollen und das soziale netzwerk aus bekannten anderen eltern aus kindergarten und schule zur unterstützung brauchen, sollte auch verständlich sein. 3. kommen kinder, hat man weniger geld, trennt man sich hat man noch weniger geld. das ist so, und weil zum kindermachen zwei gehören und die kinder weiterhin versorgt werden müssen, wird an sie (nicht an die mütter!) unterhalt gezahlt. hält man die kurze dinky phase (double income, no kids)für die normalität und konsum für ein standesgemäßes recht, ist die fallhöhe natürlich hoch. für beide seiten.
• 19.07.2010 20:52 Uhr:
von meiner Wenigkeit:
Hoffentlich hat sie noch genug Geld fürs TAZ-Abo Aber Scherz beiseite, ich habe festgestellt das diese berühmte Gentrifizierung immer gleich abläuft. Selbst mehrfach erlebt in London. Die Latte-Machiato-Fraktion ist nur die Vorhut, aber keine "nachhaltige" Lösung für die Baulöwen und Sanierer. Nach ihnen kommen übrigens nicht etwa die alten Bewohner zurück. Die sind weg für immer. Nein. Es kommen Büros.
• 19.07.2010 18:46 Uhr:
von Valerian:
Ein Glück das ich mich per Vasektomie diesem möglichem und nicht unwahrscheinlichem Wahnsinn entzogen habe. Kanns nur jedem Mann empfehlen. Wie leicht und automatisch man als Mann doch das große schuldige Arschloch wird, das für alles böse verantwortlich ist, wenns mal in der Beziehung verkehrt läuft.
• 19.07.2010 17:19 Uhr:
von Leidkultur:
@Ehemuffel: Und wer ein Glas Milch trinken will, muss ja nicht gleich `ne Kuh kaufen....
• 19.07.2010 15:31 Uhr:
von fragend:
Ehevertrag?
• 19.07.2010 15:20 Uhr:
von FreundDesSpams:
Für eine günstigere Wohnung müsste sie den glamourösen Bezirk verlassen - aber dann wäre der Schulweg viel zu weit und wieder ein Stückchen Freiheit verloren.
--------------------------- Mir kommen die Tränen. Ich halte Frau Jana Albrecht für eine selbstverliebte Träumerin.
• 19.07.2010 15:12 Uhr:
von Seim:
Jetzt ist ne Schwangerschaft schon ein Grund "weniger" Rücksicht zu erhalten? Gerade in solchen Ebenen sollte Hilfe sicher gestellt sein. Wenn man gleichzeitig sieht, dass es Aussteigerprogramme für "Terroristen" gibt, packe ich mir an den Kopf und frage mich, nach richtig und falsch. Terrorist = böse = Geld vom Staat Mutter mit Kind = verpönt = keine Hilfe Deutschland 2010
• 19.07.2010 14:59 Uhr:
von qed:
Verehrte Frau Ks, wir sind riesig erleichtert, daß wenigstens Sie durchblicken und uns Roß und Reiter nennen: der Neoliberalismus ist schuld! Da sind wir aber platt. Darauf kommt man wirklich nicht so schnell nach 40 Jahren links- progressiver Verstümmelung der Rechtsordnung. Und das Familienrecht muß Männern, Frauen und Schwulen gerecht werden wie auch die Arbeitsverhältnisse. Aha. Wissen Sie was? Verschonen Sie uns Erwachsene doch einfach mit Ihrem Hobbysoziologen-Geschwurbel aus Linksparteiprospekten.
• 19.07.2010 14:52 Uhr:
von Hank:
Retrospektive bin ich sowas von froh, in einer zerrütteten Akademikerfamilie aufgewachsen zu sein. Denn nur diese Erfahrungen haben dafür gesorgt, dass ich mich von dem Schein dieser heilen Welt in meinem eigenen Leben nicht hab blenden lassen ! Ich hab mich die letzten 10 Jahre am Existenzminimum durchs Leben gekämpft und mich immer wieder bewusst gegen diese Familienkiste entschieden, weil ich aus eigener Erfahrung weiss, wieviele Menschen dieses o.g. "Schicksal" ereilt.
Nur ist es kein Schicksal, es ist hausgemacht. Ich hab keine Kinder, keine Latte-Macchiato-Schnalle an der Backe, keine Bausparverträge, kein Auto, keine 100 m² Wohnung und widme mich in meinen 40 m² und dem Bewusstsein, meine 250 € Miete IMMER zahlen zu können, weiterhin meiner beruflichen und vor allem persönlichen Selbstverwirklichung, die in diesem Artikel ja ziemlich verächtlich abgeurteilt wird ... Aber: Die Milch, die die Katze nicht (mehr) erreichen kann, ist meistens schlecht, nicht wahr ?! Viel Spaß im Prenzelberg mit Eurem geilen Leben. Hach, was kann das Leben schön sein Danke für den Artikel, you made my day !
• 19.07.2010 14:34 Uhr:
von Einfache Lösung:
Der Frau kann geholfen werden: für die Hälfte ihrer 800€ Miete findet sie im Wedding oder in Neukölln locker eine angemessene Wohnung. Wie, aus Verantwortung gegenüber ihren Kindern kann sie nicht in diese Stadtteile ziehen? Die Schule und der Schulweg würde für ihre Kinder zur Hölle werden? Die Kinder würden unter hohem Anpassungsdruck ruckzuck anfangen Pidgin-Deutsch zu reden? Sie hat doch damals sicher auch bei den Bleiberechts-Demos mitgemacht, für moderne Gesamtschulkonzepte und gegen elitäre Gymnasien gekämpft, oder? Auch die ideologische Fallhöhe kann angesichts einer überaus realen Realität manchmal riesig sein.
• 19.07.2010 14:20 Uhr:
von Lila:
@frau ks da gebe ich dir recht: die reportage von frau niemann kompromittiert die porträtierten alleinerziehenden mütter und das läd ein, um gegen sie zur attacke zu blasen. das ist nicht schön und auch nicht produktiv. tatsache ist aber auch: 1. kinder sind in gewissen kreisen eine form von statussymbol. 2. mütter haben oft große probleme damit, ihren "machtbereich erziehung" für väter zu öffnen, auch wenn sie es (vorgeben zu) wollen. 3.
reste des "mutterrechts" aus archaischer zeit die sich in der heutigen gesetzgebung nach wie vor niederschlagen (und väter just als erzeuger alt aussehen lassen) bei gleichzeitiger struktureller benachteiligung von alleinerziehenden frauen führt zu einer wirklichkeitsfremden quasireligiösen überbewertung von frauen als mütter (in anlehnung an die verehrung der heiligen mutter m.). ich kenne fast keine, die mich als kinderlose nicht bemitleiden möchte. auf irgendwas muss frau ja stolz sein. wenige reflektieren, was da ab geht. 2. die bildungsbürgerliche schicht macht "nach unten dicht" und will das auch so. solidarität? fehlanzeige 3. kinder bekommen ist eben auch eine persönliche entscheidung, die mit persönlichen konsequenzen einhergeht. 4. wir brauchen neue gute-nacht-geschichten, dornröschen und co.: adieu ...
• 19.07.2010 13:56 Uhr:
von Anita:
Ganz ehrlich, der Artikel hat mich auch genervt, weil es wirklich jammern auf hohem Niveau ist und die Seite der Männer komplett ausgeblendet wird. Allerdings finde ich einige Kommentare einfach zu heftig. Fakt ist: wenn eine Familie sich trennt, sind mehr oder weniger alle die Looser...und die neuen Partner dann auch! Mehr Kosten für die getrennten Haushalte, Unterhalt etc., das Gehalt wird ja in der Regel nicht mehr, aber die Steuerklasse ändert sich nachteilig. Finde es auch nicht witzig, das meinem Mann nach Abzug des Unterhalts für 2 Kinder aus der vorherigen Ehe etwa 850 € netto bleiben (also mal lässig die Miete aus dem Artikel), was im Klartext heißt, das ein Großteil unserer Lebenshaltungkosten von mir bestritten werden muß und es trotzdem einfach knapp ist - obwohl ich noch nicht mal schlecht verdiene. Ich weiß aber auch, das die "Kindsmutter" deswegen nicht täglich Latte machiato trinken kann - so ist das Leben und jammern hilft auch nicht weiter.
• 19.07.2010 13:44 Uhr:
von die andere seite:
ich wuerde mich bisschen zurueckhalten mit wertungen, die der artikel aber auch die kommentare so vorleben. Als vater eines sohnes managen wir beide, seine mutter und ich, inzwischen getrennt voneinander, das eigene leben sowie gemeinsam das aufwachsen unseres sohnes. In diesem artikel werden viele probleme in einen topf geschmissen, die man ja, vielleicht mehr spuert, wenn man alleinerziehend (beiderseits allerdings) ist, die aber ursachen haben, welche ueberall verteilt liegen und die zum
tragen kommen koennen oder nicht. Ein interessantes thema aus dem heraus jedoch ist, wie die gesellschaft, dem thema allein-/getrennt-erziehende eltern mit kindern besser entgegenkommen kann, da sich dieser fakt wohl nicht mehr aus unserer gesellschaft wegdiskutieren laesst, im gegenteil. beziehungen sind nicht mehr fuer die ewigkeit, auch wenn ich das selbst gerne so gehabt haette und immernoch gerne haette. wie also kann man das thema familie foerdern ohne auf dem oft unrealistischen ideal der heilen familie rumzureiten. ich weiss, es geht auch anders gut und das muss nicht zum nachteil eines beteiligten dieser situation gereichen, solange sich alle (auch die gesellschaft und der staat) zu der situation bekennen und sich positiv und konstruktiv damit auseinandersetzen Das ist zugegebener massen und auch gefoerdert von der amtspraxis aber vor allem aufgrund der emotionalitaet zwischen den eltern gerade in der trennungsphase am anfang denkbar schwierig.
• 19.07.2010 13:27 Uhr:
von Mitleserin:
Schlimm eigentlich, wenn man feststellen muß, daß Geld zwar vieles erleichtert, aber auf Dauer eben doch nicht glücklich macht. Und noch schlimmer, daß Narzissmus sehr oft therapieresistent ist. Es sei denn, das Leben zwingt einen auf die Knie ;-)
• 19.07.2010 13:14 Uhr:
von Kassandra:
Große verantwortungslose Kinder in einem bunten Traumland. Eine Generation, die mit der Welt, in der sie spielen, überfordert sind. Mir fehlt da jedes Verständnis, gar Mitleid, und es verfestigt sich meine Überzeugung, daß der Herrgott die Welt nicht ohne Grund mit Säbelzahntigern ausgestattet hat. Wir haben sie vor Jahrtausenden schon abgeschafft und sitzen jetzt da mit einer lebensuntüchtigen Generation, die sich mit Nebenjobs und Hartz IV durchs Leben tragen läßt, auf Kosten von dir und mir.
• 19.07.2010 13:08 Uhr:
von Frau Ks:
Die Kommenatre diskreditieren sich grösstenteils bereits daduch, dass sie sich in einer offensichtlich heiklen gesellschaftlichen Transformations- und Krisensituation mit Feindbildern beruhigen. Dass die Ideen und Verwirklichungen der Selbstverwirklichung, d.h. die Idee und Errungenschaft einer idnividuellen Freieheit gescheitert sind, wissen die Betroffenen wohl selbst und zeigen dies ja auch anscheulich.Ees ist billig, Ihnen das vorzuhalten, auch wenn sie "auf hohem Niveua jammern". Die Reportagen wie sie in der TAZ vermehrt erscheinen, beünstigen diese Reaktionen , machen Stimmung, weil sie die fRauen vorführen, statt die gesellschaftlichen Probleme und Diskussionen um die Konseuquenzen der gesellschaftlichen Veränderungen zu erhellen und breiter aufzureissen. Das Scheitern der Selbstverwirklichunh ist nciht dem Feminismus anzulasten, sondern die Geschichte des Femnimsus ist verbunden mit den neoliberlaen Politiken der Zeit. Soldiarität ist ein Prinzip, was gesellschaftlich nicht hoch Im Kurs steht, also auch nicht in den Familien. Es nützt nichts, dauernd einen Schlagabtsuch zu evranstalten, der vor Rachlust und Dummheit strotzt.Es nützt nichts, in die Vergangeheit zu
flüchten. Das Familienrecht und die Arbeitsverhältninisse müssen Männern wie Frauen und auch gleischgeschlechtlichen Partenschaften gerecht werden. Die Kommentare zeichnen ja geradezu eine Logik verhakter Beziehungsstreits nach und wieder. Stattdessen Verwantworung übernehmen und organisieren!
• 19.07.2010 12:41 Uhr:
von unglaublich:
Diese Mütter erinnern mich an kleine Kinder, die sich zu Weihnachten unbedingt einen Welpen wünschen, weil der ja soooo niedlich ist und alle anderen auch einen haben. Spätestens im Sommer würden sie ihn aber am liebsten auf dem nächsten Rastplatz aussetzen, damit sie weiterhin mit Mami und Papi in den Urlaub fahren können. Kinder bekommt und liebt man doch nicht nur für einen bestimmten Lebenabschnitt! Ich kann sehr wenig Mitleid mit Menschen empfinden, die auf diesem Niveau wagen, sich über ihr "verpfuschtes Leben" zu beschweren. Vor allem mag ich gar nicht daran denken, wie "einschränkend" und der Selbstverwirklichung im Wege stehend es von solchen Eltern empfunden würde, wenn eines ihrer Kinder schwer krank bzw. mit einer Behinderung geboren worden wäre.
• 19.07.2010 12:34 Uhr:
von kuolm:
...mehr gibt es nicht zu sagen! www.youtube.com/watch
• 19.07.2010 12:10 Uhr:
von Andreas:
In was für einer Welt lebt diese Frau? Die ist ja vor Soja-Latte völlig verblendet! Die soll ihre 2 Kinder packen, an den Stadtrand ziehen (oder zumindest nach Pankow, Wedding, wenn Kita-gebunden), Geld an der Wohnung sparen. Hätte sie gewusst, dass sie sich irgendwann Cafe-Besuche und Handgenähtes auf dem Markt nicht mehr leisten kann, hätte es kein zweites Kind gegeben? Aus welchen Gründen bekommt man Kinder? Als schickes Accessoire auf Spieli, Cafe, Markt, eingekleidet nach der aktuellen LUNA? Sowas macht mich wütend und bestätigt (leider) mein Bild vieler Eltern aus dem Prenzlauer Berg.
• 19.07.2010 11:41 Uhr:
von Herr Leopold:
Der Artikel ist für mich einseitig und subjektiv. Es fehlt mir eindeutig ein Statement von der anderen Seite. Man verlässt nie jemanden ohne Grund und eine Wahrheit hat immer ihre 2 Seiten. Vielleicht liegt es einfach daran, dass viele Frauen glauben, dass wir Männer permanent im Laufrad kurbeln damit Frau nicht arbeiten braucht, das Kind (oder die Kinder) Ihre Chinesischkurse, Reitkurse, Balletkurse und was weiss ich
noch für welche Kurse und die obligate Markenjeans und die 5 Euro Currywurst bekommt. Dann kommt ja noch dazu der Wunsch nach der Designerküche, Kleidung (klaro) und ein Zweitauto sowieso. ist den Frauen eigentlich klar, was das für ein enormer Druck für einen Alleinverdiener mit einem Netto von 2- 3000 Euro eigentlich ist?
• 19.07.2010 11:20 Uhr:
von Theo:
Der schlechteste Artikel, der je in der taz erschien & jedenfalls ein weiterer Grund sie ein für allemal abzubestellen. Wer mag solche eindimensionale Befindlichkeitsprosa lesen? Was ist mit den wirklich Unterprivilegierten in diesem Land? Dieser Text gehört, wenn er schon gedruckt werden soll, auf die Wahrheitsseite.
• 19.07.2010 11:02 Uhr:
von Chris:
Besser als der Arikel - der nur alten Kaffee in der modernisierten hippen Variante aufwärmt - sind die Kommentare. Von Grenzdebiel und voller Verständnis bis hin zum ähnlich reflektiertem "halts Maul Du Opfer - selber Schuld". Über einige ironische Kommentare konnten ich zumindest schmunzeln. Danke! Gehe jetzt erst mal tief in mich, trinke keine Latte Macciato und freue mich, dass die beschriebenen Menschen und meisten KommentatorInnen in meinem Leben keine Rolle spielen.
• 19.07.2010 10:30 Uhr:
von Michael:
Warum müssen die Leute eigentlich immer erst mindestens ein Kind in die Welt setzen, um herauszubekommen, daß sie nicht miteinander können? Sicher gibt es auch den ein- oder anderen tragischen Fall, aber wer so wenig Verantwortungsgefühl und Disziplin gegenüber seinem Nachwuchs hat, daß er/sie die Sache nicht wenigstens formal durchstehen können, bis ihre Kinder z. B. einen Schulabschluß haben, können sich meiner Verachtung sicher sein.
• 19.07.2010 10:21 Uhr:
von Martin:
Liebe Frau Niemann, wie wäre es mal mit einem Artkiel über Männer, die ihre Kinder kaum sehen dürfen, weil sich die Frau quer stellt und den Ex-Ehemann emotional erpresst? Wie wäre es mit einem Artikel über Männer, die ein uneheliches Kind haben und dann feststellen, dass das Sorgerecht ALLEIN bei der Mutter liegt und sie das Kind gar nicht sehen dürfen, wenn die Mutter nicht mitspielt, ach ja zahlen für Unterhalt "dürfen" sie. Und zu dem Thema drei Jahre: Im Gesetz steht für mindestens(!) drei Jahre und danach solange es der Billigkeit entspricht (vgl. § 1570 BGB, siehe untern) und das kann lang sein! Interessant wäre auch gewesen, wie viel Unterhalt die gute Frau den von ihrem Ex-Ehemnann erhält. Warum steht das nicht im Artikel? Ist die Zahl zu hoch? Es tut mir leid, mir ist der Artikel zu einseitig. Viel zu einseitig. Es läuft doch auf ein Klischee raus: Arme Mama, böser Papa! Wenn die taz in den nächsten Wochen einen Artikel bringt, der die andere Seite schildert, will ich nichts gesagt haben, aber das bezweifle ich doch sehr. § 1570 BGB: Unterhalt wegen Betreuung eines Kindes (1) Ein geschiedener Ehegatte kann von dem anderen wegen der Pflege oder Erziehung eines gemeinschaftlichen Kindes für mindestens drei Jahre nach der Geburt Unterhalt verlangen. Die Dauer des Unterhaltsanspruchs verlängert sich, solange und soweit dies der Billigkeit entspricht. Dabei sind die Belange des Kindes und die bestehenden Möglichkeiten der Kinderbetreuung zu berücksichtigen. (2) Die Dauer des Unterhaltsanspruchs verlängert sich darüber hinaus, wenn dies unter Berücksichtigung der Gestaltung von Kinderbetreuung und Erwerbstätigkeit in der Ehe sowie der Dauer der Ehe der Billigkeit entspricht.
• 19.07.2010 10:08 Uhr:
von welcome to the pott:
Ich würde vielleicht empfehlen, den Wohnort zu wechseln. Im Ruhrpott sind die Mieten günstig und Dank der vielen Revierparks und sozialer wie kirchlicher Initiativen kann man mit Kindern viel unternehmen, auch mit begrenztem Budget. Jüngst im Mai wurde Gelsenkirchen mit dem European Award "City for Children" zur kinderfreundlichsten Stadt Europas gekürt. Nebenbei lassen sich die Leute hier traditionsbedingt weniger von I-pods und anderen Angeberutensilien beeindrucken
• 19.07.2010 10:03 Uhr:
von Alexander Eichholtz:
Das sind die Folgen einer individualisierten Gesellschaft, die sich permanent selbst finden muss, die stets nach Vorne strebt, sich aber nur im Kreis dreht, die alles will, doch nichts auf die Reihe bekommt, die sich therapieren und yogasieren lässt, die lieber ....LOLOGE werden will, statt die Welt zu erkennen, die Kleckerkunstträume aus dem Kindergarten in blasierte Galerien transportiert und das noch feiert, die lieber kreativ sein will, statt was zu erschaffen, die am Morgen den Apple Laptop aufklappt und Mode kreiert, die keiner will, aber alle blasiert für must have erklären, die der Wissenschaft nicht mehr traut, sondern ein vollversorgtes Biobiotop erseht, ohne zu erkennen, dass dies ohne Wissenschaft sofort zusammenbrechen würde, die von einem Tantrakurs zu nächsten rennt, aber sich selbst nicht mehr traut, kurz: die ewigen Kinder träumen von einer infantilen Welt und wundern sich dann, wenn sie scheitern. Diese individualisierten Kleinkinder werden dann zum größten Teil mit 80 im Altersheim sitzen, die Kinder die sie nie hatten werden ihnen die Hintern wischen und die Marmoredelstahlküchen ihnen vorlesen. Schöne neue Welt...
• 19.07.2010 10:01 Uhr:
von Reincke:
"Falschen Mann geheiratet? Das kann jeder passieren." Dumme Sprüche, die zum Glaubensbekenntnis avancieren, machen das Leben nicht einfacher. Wer anhand seiner Eltern, der Welt und des Menschen allgemein und 40 Jahren nach 68 von den Frauen noch ohne Trauschein und vor allem Segen in eine “Beziehung” investiert, böse würde ich jetzt sagen, ist selber schuld, wohlmeinend sage ich, ist eben der jahrelangen linken antikirchlichen Propaganda auf den Leim gegangen. In jeder Religion der Welt weiß man, daß das Zusammenleben zweier Menschen kein Zuckerschlecken ist, und hat zur Abwehr des “Bösen” - nicht nur als Zierrat, Riten bereitgehalten. Das nannte man früher Hochzeit. Der Unterschied zwischen Plebs und Patriziat war schon in Rom der, daß die Patrizier Väter und Familie hatten, während in der Plebs er mit ihr, und quer und durcheinander, wie es sich eben ergab, nach dem MOTTO: Wir pflügen und wir streuen den Samen auf das Land, doch Wachstum und Gedeihen steht in des Himmels Hand: Was ist eigentlich Karriere? Ich hab das Wort nie verstanden.
• 19.07.2010 09:47 Uhr:
von ajk:
Das ist ja richtig richtig lustig. Und die Kommentare! Selbst gescheiterte Persönchen wie "von udid" jammern
weiterhin und schieben die gesamte Schuld auf Männer. Von der Welt keine Ahnung aber darüber schimpfen.. Es ist vollkommen unwirklich, es ist vollkommen Weltfremd aber dennoch wird daran festgehalten! Himmel es ist so einfach, wenn ihr im Leben was erreichen wollt, dann musst ihr schon etwas lernen was zum ernähren langt. Also nicht Soziologie oder Germanistik, damit bekommt man keinen Job! Maschinenbau, Physik, Mathematik, Informatik! Das bringt Geld, das bringt einen guten Beruf! Und dann muss man sich sehr sehr engagieren, man muss mit sich selbst kämpfen, gegen seine Faulheit, Trägheit, seine falsche Zurückhaltung. Das geht so das ganze Leben lang. Man muss sich in der Arbeit durch _gute Arbeit_ profilieren, Karriere machen bedeutet VIEL ARBEITEN. Dann klappt es auch mit dem Leben. Ach das ist anstrengend? Wie soll man nebenbei noch Kinder haben? Eben, GAR NICHT! Darum haben wir auch die einteilung zwischen Männern und Frauen. Wenn irgendwelche Studentinnen meinen das Arbeiten irgendwas mit Selbstverwirklichung zu tun hat, dann irren sie sich. Selbstverwirklichung gibt es letztendlich nur darin, das man mit den Menschen die man liebt zusammen die Lebenszeit geniesst. Und wenn Frauen keine Kinder bekommen, dann kommen auch keine neuen Menschen auf die Welt die geliebt werden können. Selbst Schuld. Ich frage mich wie man auf die Idee kommt das Männer es "superleicht" und "easy" haben. Schon mal mit Männern geredet? Wie ihr Leben so ist? Es ist so lustig wie gegen die "heteronorm" geredet wird, als ob eine Spezies anders sein kann als heterosexuell. Und vom Patriarchat.. Mädels, die Wahrheit ist profan und heisst "wer nicht arbeitet soll auch nicht essen". Das Geld was in die Sozialhilfe gepumpt wird, wird den arbeitenden Menschen weggenommen die ihre Kinder zu ernähren versuchen!
• 19.07.2010 09:16 Uhr:
von Latteratte:
Also, junge Frauen, lest diesen Artikel, vor allem aber die z.T. gehässigen Kommentare dazu. DA kann einem das Kinderkriegen echt vergehen! 'Jahrhunderte bewährte Strukturen sind durch den Feminismus zerschlagen worden, und jetzt ist keiner mehr glücklich'. Das ist Bullshit - diese 'bewährten' Strukturen waren verkrustet und beklemmend, und jeder in ihnen war total unglücklich und sehr verkrampft! Dass es zusammenhalten konnte, hatte viel mit Lüge zu tun. Lügen darüber, dass einer über dem anderen steht, einer den anderen bestimmt usw. Lügen darüber, dass der einzelne nichts wert ist, oder mancher mehr als der andere. Nein, es ist nicht alles schlechter geworden! DAss es deshalb nicht einfacher geworden ist, das stimmt. Und dass wir in einer Experiemtierphase sind, in der so manches danebengeht, das stimmt auch.
In diesem Artikel ging es um verlassene Mütter - es gibt leider immer noch mehr Väter, die sich der Verantwortung langfristig nicht stellen wollen / können, das ist nun mal so. Das darf auch thematisiert werden! Dass es andersherum auch leidtragende Väter gibt, ist allgemein bekannt, aber ich glaube sie sind im Verhältnis in der Minderzahl, und manche fahren auch die Mitleidsschiene (meine Ex-Frau grenzt mich aus), ohne sich vorher wirklich für die gemeinsamen Kinder engagiert zu haben (habe ich schon erlebt). DA stecken also auch eine Menge Lügen dahinter. Dabei möchte ich den Vätern, die wirklich unfair behandelt wurden, das ihnen angetane Unrecht nicht absprechen. Aber wie hier mal eben über die getrennten Mütter hergefallen wurde, ist z.Z. widerwärtig. Letzendlich geht es aber nicht ums Verbittern, beide Geschlechter sollten da unbedingt rauskommen. Für die Prenzlberg-Mütter heisst es, vielleicht doch alternative Lebensmodelle zu suchen, die ihnen und den Kindern guttun und gleichzeitig finanzierbarer sind. Also das heisst, sich mit anderen Frauen und Männern zusammentun, und vielleicht auch raus ausm Prenzlberg!
• 19.07.2010 09:11 Uhr:
von Karl Eduard:
Vielleicht schreibt mal eine der taz-Schreiberinnen, wie es die Eltern und Großeltern nur geschafft haben, zusammenzubleiben, bis der Tod sie geschieden hat und wie das kommt, daß Liebe heute nur noch aus geschlechtlicher Anziehung zu bestehen scheint und nur noch in guten Zeiten zusammengeblieben wird, in schlechten rennt man aber auseinander.
• 19.07.2010 09:08 Uhr:
von Kein Problem:
Aber hallo, hätte garnicht gedacht das es in Berlin soviele "Mr. Right" ( gross, gutaussehend, Erfolgreich, sicheres Einkommen, total süss ) für die Luxus-Frauchen gibt dass man mit den resultierenden Pärchen einen ganzen Stadtteil füllen kann. Wundert mich ein wenig das Frau Anwältin keinen Mann mehr bei sich einziehen lassen will, in ihrer Situation, 44, Kinder, sollte Sie vielleicht froh sein wenn...
• 19.07.2010 09:08 Uhr:
von Ehemuffel:
Fazit: Solange ich zwei gesunde Hände habe, kommt mir keine Frau in's Haus.
• 19.07.2010 09:04 Uhr:
von Thomas:
Nunja, der Feminismus ist gescheitert, die linken Spinnereien von der Selbstverwirklichung für jeden auch. Ich finde es wirklich toll, dass so ein Artikel in der TAZ veröffentlicht wird, auch wenn die Lösungsvorschläge von mir als Konservativem und Ihnen wohl auseinandergehen. Kinderlose definieren, basierend auf ihren Erfahrungen im Kindesalter oder Definitionen dubioser Pseudowissenschaftler, Familienpolitik und ersetzen das evolutionär gewachsene Familienbild durch ideale aus Gender Mainstream und Feminismus. Die 68er-Menatalität á "wer zweimal mit der selben pennt" führt letztlich zur Aushöhlung der Institution Familie. Indes die Einsicht, dass die politische Inszenierung von diesem Quatsch ursächlich für die Zustände dieser Mütter sind, kommt denen wohl nicht. Ob die nun ihr Verhalten ändern werden? Ich glaube nicht.
• 19.07.2010 09:03 Uhr:
von vocali:
so hart es klingen mag: seid froh, dass ihr aufwachen müsst! diese scheinwelt, dieses angekommensein im feudalen hier und jetzt und chic und bürgerlich hatte im keim schon etwas fauligendes. selbstbetrug. nehmt eure kinder an die hand (statt einer journalistin zu erzählen es hätte sie am besten nicht gegeben!!) und sucht euch ein viertel in dem ihr offenen auges euch euer leben wieder gestalten könnt. beim verlassen der wohnungen ritzt am besten in die türrahmen: alessi ist kein eheberater und bionade macht kinder nicht glücklich!
• 19.07.2010 08:49 Uhr:
von Skandalos:
Auf was gründet sich eigentlich solch ein "Selbstvertrauen"? Auf reine Traumtänzerei anscheinend. Aber die Realität holt sie alle ein irgendwann. Wahres Selbstvertrauen entwickelt sich an den Härten des Lebens, nicht in den geschützten Biotopen der Gesellschaft.
• 19.07.2010 08:45 Uhr:
von Andreas:
Was soll dieser Artikel über eine verwöhnte Jammergöre mir denn sagen, außer das die Frau nicht in der Lage ist mit der Realität um zugehen. Welche Karriere meint diese denn mit Germanistik und Soziologie vor sich gehabt zu haben? Wieso muss sie unbedingt eine Wohnung in einem Luxusviertel beziehen, wenn sie sie gar nicht
leisten kannß Wieso sind 66 m² für 3 Personen zu klein? Wir haben 4 Jahre auf 65m² zu 4 gelebt und meine Eltern waren beide berufstätig. Was ist daran so schwer zu verstehen, das man sich mit Kindern in Sachen Luxus einschränken muss, vor allem wenn man wenig Geld hat? Ich habe Mitleid mit den Kindern dieser Narzistin, aber nicht mit dieser Frau die einfach mal unsanft auf dem Boden der Realität aufgeschlagen ist, im Gegenteil das wünsche ich allen Frau dieses Typs. Emanzipation heißt Freiheit, aber mit Freiheit hat man auch die Verantwortung für seine Entscheidungen und sein Leben die Folgen selbst zu übernehmen, anstatt sie immer anderen aufzubürden. Eine Erkenntnis die die meisten angeblich emanzipierten bis heut enicht verstanden haben.
• 19.07.2010 08:44 Uhr:
von Emma:
Jammern auf höchstem Niveau, mir tut sie arme Frau echt leid #not... Viele Familien leben heute von dem, was die dekandente Dame als Miete zahlt und man soll ihr noch auf die Schulterklopfen und sie bemitleiden? Dann muss sie eben ihr schickimicki Viertel verlassen und in eine uncoolere Gegend ziehen, sie wird sicherlich nicht mit dem Ghetto vorlieb nehmen müssen. Kleiner Tip für die Kinderkleidung, knibbel die alten Krokos ab und kauf bei Aldi Polo Shirts 8-) und bügel die Korokos wieder drauf damit die Kinder dann "standesgemäße" Kleidung tragen...
• 19.07.2010 08:20 Uhr:
von Nachdenklich:
Dank an die 68er! Sie haben alle Werte zerstört - einschließlich dem der Familie. Und nun stellen sie fest, dass das Ergebnis katastrophal ist. Sie haben es nicht besser verdient. Schade ist nur, dass so viele darunter leiden müssen, die eigentlich nichts dafür können: Diejenigen, die durch 68er Lehrer indoktriniert wurden und nun in der selbst gestellten Falle sitzen und vor allem die Kinder.
• 19.07.2010 08:19 Uhr:
von BUNDESPOPEL:
Bis daß der Frust Euch scheidet. Politklempner sind eben keine Eheberater. Ist das Thesenpapier abgearbeitet, wird woanders weitergehäkelt. Gut für Aldi um die Ecke. Der hat den Doppelkorn. Auf die Kinder kommt es bei
einem solchen Sichselbstfindungstrip gar nicht mehr an. Die sind Kollateralschaden. Embedded.
• 19.07.2010 08:08 Uhr:
von qed:
Köstlich, das unfreiwillig komische Sittengemälde der progressiven Grünlinken, das hier eine ahnungsfreie Autorin und erst recht große Teile der Kommentatorenschaft zum besten geben! Mme. hat Fächer studiert, mit denen frau allenfalls nach radikaler Umsetzung des Quotendiktats eine winzige Aussicht auf einen Job geschweige denn eine Chance auf Karriere hat: mit Germanisten, Soziopolitos u.ä. kann man seit Jahrzehnten die Straßen pflastern. Sie weiß dies und hat deshalb ihrem Mann zwei Kinder gemacht, wohl wissend um die Keule Unterhaltsrecht, sollte der Zahlsklave unbotmäßig werden ob der emanzipierten Endlosschleife 'Ich werde heute abend müde sein'. Wir dürfen sicher sein, daß jener nach der Entsorgung- gerne mit den Daumenschrauben der 'gesteigerten Erwerbsobliegenheit'- ausgequetscht wird wie eine Zitrone, um Mme.s Kaschmir- Elend zu finanzieren. Derlei Chuzpe wird nur noch getoppt von den Hartzern hier, die aufjaulen, weil sie um den Spitzenplatz im gesellschaftlichen Mitleidsmonopoly fürchten und laut erschallt der Ruf nach der StaatIn. In der feministisch- grünlinken Ideologie kommt eine fundamentale Eigenschaft nicht vor: Eigenverantwortlichkeit. Dies als wahren Grund für die Malaise zu erkennen, verbietet indes die ideologisch beförderte, fortgeschrittene Infantilisierung der Gesamtgesellschaft. Sie hat keine Zukunft.
• 19.07.2010 05:07 Uhr:
von J. M. Keynes:
Natuerlich wird in diesem Artikel- wie nicht anders zu erwarten war- die Tatsache, dass heute zwischen 60 und 80 Prozent aller Scheidungen von Frauen eingereicht werden, ganz, ganz elegant ausgeblendet: Man hat die Trennung mit Partner xx "besprochen", wie es lapidar heisst. Ja und? Was heisst das genau? WER hat hier die Scheidung initiiert, bzw, eingereicht? Und so wird wieder einmal ein weiblicher Opfermythos in dogmatischer Art und Weise heraufbeschworen, der haarscharf an der sozialen Wirklichkeit vorbeischiesst- mit voller, manipulierter Absicht, wie vermutet werden muss. Viele Frauen sind heute nicht emazipiert sondern nur noch vertraeumt: Shoppen, reisen, Putzfrau; Karriere, ein erfuelltes Beziehungsleben (und einen multiplen Orgasmus am spaeteren Abend obendrein)und taeglich mindestens drei Latte Machiato- Herrgott nochmal: Auf welchem Planeten lebt ihr eigentlich?!?!
• 19.07.2010 02:22 Uhr:
von Chicschnack:
Nun, ich würde sagen die Madame ist nicht in die postfeministische, sondern in die präfeministisch-pseudofeministische Bürgersdamen-Falle getappt. Das Gejammer ist groß, weil nun das gute alte Schuldprinzip in der Ehe nicht mehr gilt. Als ob sie sich, mit Germanistikstudium und einem Mann der nicht auf Karriere, sondern auf "lieber Zeit für die Kinder" setzt überhaupt jemals crepes für 5 EU auf dem Kollwitzmarkt incl. Putzfrau und Wohnung für 12EU Nettokalt hätte leisten können. Ein Skandal, dieses Patriarchat. Bügersfrauen wird doch tatsache verweigert, ALLES haben zu können. Paaapii! Mach bessere Welt! *schluchz*
• 19.07.2010 01:56 Uhr:
von Fandorin:
@yah bluez "Das ist der Preis den die Gesellschaft nun dafür zu bezahlen hat das wir das experiment Feminismus ausprobiert haben." Meinst du das 'Experiment Feminismus' oder das Experiment Frauen bezw. Meschenrecht? "Wir haben jahrhunderte bewährte Familienstrukturen und Modelle zerschlagen und durch ein unverbindliches System ersetzt in dem keiner der Beiteiligten glücklich ist." Ohja, ein Hoch auf die alten konservativen Familenestrukturen. Sicher waren in der Adenauer Zeit alle viiiel glücklicher! Frau beim Gemüsekochen, Mann im Büro oder wahlweise im Puff. Muß für Frau und Kind echt die Erfüllung sein! Wie wäre es mit staatlich geregelten Ehevollzug? Mfg P.S.: Im welchen der "Jahrhunderte" von denen du redest, bist du eigentlich aufgewachsen? Fuhren da schon Autos?
• 19.07.2010 01:47 Uhr:
von da nach Dort:
Hach, und keine Crepes für 5 Euro mehr, keine frz. Biosalami für 4,99/100g auf dem Kollwitzmarkt (womit Frau doch so schön Lifestyle demonstrieren konnte), keine Putzfrau, kein chicer nagelneuer Volvo-Hydbridkombi in der Tiefgarage, keine Cocktailabende mit der Frau des Kulturstaatssekretärs - bei der sie doch so schön mit
ihrem im Germanistikstudium erworbenen Wissen sich profilieren konnte (die hatte nämlich nur eine Sekretärinnenausbildung und war immer zutiefst beeindruckt) Es ist wahrlich ein patriarchaler und frauenverachtender Skandal, dass ein Mädchen mit so hochwohlgeborenem Blute so tief fallen muss. Immerhin hat sie noch ein Rest von Stolz und wohnt standesgemäß in einer Wohnung für geschätzte 12EUR Nettokalt. Ein paar Straßen vom Kollwitzplatz entfernt gibt es zwar weit günstigere Wohnungen, aber dort kann sie doch beim besten Willen nicht wohnen! Dort gibt es doch keinen Doorman, der sie vor der täglichen Vergewaltigung schützt!! Und was würden erst die Freundinnen dazu sagen, vor lauter Frauensolidarität?? Hat man ihr nicht von Kindesbeinen an erzählt dass ihr ALLES zusteht? Vollzeit-Yogakursmutti UND gleichzeitig Vollzeitkulturstaatssekretärinnenposten trotz mittelmäßiger Magisterarbeit in Germanistik? Die Gesellschaft ist so himmelschreiend ungerecht!
• 19.07.2010 01:43 Uhr:
von Andreas Hirsch:
wenn es darum geht, "opferinnen" zu erzeugen hat der feminismus mit seinem Hochgegötze ganze Arbeit geleistet. Zunächst reden man den Mädels ein, daß sie voll power sind und alles schaffen. Und wenn sie es nicht schaffen, ist er oder das Kind schuld. Feministische Lebensweisheit. Hinter diesem Modell können sich Grrrlz verstecken bzw. eine typische Opferin-Karriere anstreben. Zunächst wird irgendein Strohfach studiert und lauthals verkündet Karriere zu machen. Dann läßt grrrl sich anschwängern und hat fortan das absolute Jammerrecht. Die Femi-Opferin-Industrie braucht so "gescheiterte" Frauen, damit die Plapperfachfrauen, die keinen Typen abbekommen haben, sich beruflich um solch ggrrrlz kümmern können. Ganz einfache Geschichte.
• 19.07.2010 01:38 Uhr:
von und zu Graf:
Tja meine ach so pauer-gewummten Damen! Erst lassen sie sich vom Mann sponsern, dann wird er kurzerhand entsorgt (zu siebzig Prozent reichen Frauen die Scheidung ein). Dann wird weiter gejammert und nach PAPPA Staat gerufen, harzen sich weiter durchs Leben. (fast alle alleinerziehenden Mütter leben entweder auf Unterhalt oder Hartz vier. Auch dieser staatliche Transfer wird vorrangig vom steuerzahlenden Manne gestemmt! Und dann soll ich noch Mitleid haben? Nein. Verachtung wohl eher auch ob dieses feministischen Dauer-Opfer-Gehabes!
• 19.07.2010 01:31 Uhr:
von willy:
Und wen interessiert das?
• 18.07.2010 23:54 Uhr:
von Norman Frey:
Wieso ziehen Frau Albrecht und Frau Winterfeld nicht einfach zusammen in eine WG als so eine Art Erziehungskommune, vielleicht zusammen mit noch einer Geschiedenen? Wenn man sich von traditionellen Geschlechterrollen emanzipiert, muss man sich unter Umständen eben auch von traditionellen Familienmodellen emanzipieren (worunter ich neben dem Vater-Mutter-Kind-Modell eben auch das Alleinerziehendenmodell verstehe). Siehe den sehr guten Kommentar von Peterchen.
• 18.07.2010 23:03 Uhr:
von Axel aus Bremen:
Mit Journalismus hat dieses Plädoyer für das Recht auf lebenslangen Realitätsverlust im Luxusreservat Prenzlauer Berg meiner Meinung nach nichts zu tun. Dadurch, dass Meinungen, Unterstellungen und Halbwahrheiten (bis hin zum Rufmord) der Interviewpartner als Fakten wiedergegeben werden (ohne dass die Autorin zum Konjunktiv oder zu Anführungszeichen greift), diskreditiert sich Frau Niemann in meinen Augen von selbst. Gut zu wissen, dass die Alleinerziehenden im Prenzlauer Berg immer noch genug Medienkontakte haben, um ihre Wohlstandsneurosen in der Zeitung wiederzufinden. Dass es auch bei der taz niemanden mehr zu stören scheint, wenn vermeintliches Kindeswohl einseitig zugunsten der monetären Interessen der Mutter interpretiert wird, darf da nicht weiter verwundern. Wäre ja auch noch schöner, wenn den Vätern dieser Kinder noch genug Geld zum Leben bliebe, wo sie doch jahrelang brav ihren non stop-shoppenden Ex-Frauen bei der Vernichtung ihres Verdienstes hätten zusehen können - wenn sie währenddessen nicht auf der Arbeit gewesen wären. Wer will es den Frauen da noch zumuten, ein Leben wie das der Putzfrauen zu führen, die ihnen jahrelang ihre Luxus-Apartments reinigten? Mir kommen die Tränen… Viele Grüße aus meiner B-Schein-Wohnung – und alle guten Wünsche für die wirklich bedürftigen Alleinerziehenden, von denen es tatsächlich viele gibt..
• 18.07.2010 22:15 Uhr:
von Berlin KLO:
Ach, ein paar neue Air Max und dann wird das schon... . Berlin ist echt der schlimmste ZOO der Welt.
• 18.07.2010 21:03 Uhr:
von cweb:
Also ich bin seit fünf Jahren mit meinem Studium fertig (BWL) und seit einigen Monaten hat es mich beruflich nach Berlin verschlagen... Prenzelberg. Ich bevorzuge seitdem zuckerhaltige Produkte, esse Fleisch, dass ganz sicher aus Massentierhaltung stammt und trinke genüsslich meinen garantiert nicht fair gehandelten Kaffee von Tchibo. Wenns den nicht gibt, gehe ich in eine Kaffeehauskette, wos richtig gut schmeckt. Wenn Wochenmärkte sind, mache ich mich fein und ziehe meine Paul & Shark-Klamotten an und flaniere durch den Stadtteil. Es ist herrlich, ich kann es nur jedem empfehlen. Wenn ich mal in Mitte bin, gehe ich schön Erlebnisshoppen. Dank, Hauptstadt, ich fühle mich wohl... ... und habe das Gefühl, dass ich im Gegensatz zu den meisten Berlinern (viell. auch besonders Geisteswissenschaftlern ;-) ) aus gehypten Trendvierteln bereits in der Realität angekommen bin.
• 18.07.2010 20:37 Uhr:
von HamburgerX:
"Der kleine Unterschied" war ein großer Irrtum.
• 18.07.2010 18:09 Uhr:
von Horst Schmeil:
Tja, es ist offenbar gar nicht so leicht als Frau, sich selbst zu verwirklichen, ohne dafür eine Sponsor zu haben. Wenn diese Erkenntnis zu einer neuen Geschlechterdemokratie führen würde, käme bei mir als geschiedener Vater, der unter dem Existenzminimum lebt und keinen Kontakt zu einem Teil seiner Kinder hat, die ihm gewaltsam entfremdet wurden, beim Lesen dieser Satire nicht einmal klammheimliche Freude auf. Vielleicht ist dieses Jammern auf hohem Niveau endlich der Tropfen, der das Fass des Feminismus und seiner familien- und gesellschaftszerstörenden Folgen mit der überbordenden Genderpolitk zum Überlaufen bringt. Notwendig ist die faktische gemeinsame Verantwortung für die gemeinsamen Kinder, auch nach Trennung und Scheidung, ein Jugendamt, das Hilfen zur Verfügung stellt, eine Familienrichterschaft, die Kenntnis über das hat, worüber sie richten soll und Beratungsstellen, sowie Hilfseinrichtungen, die für Opfer beiderlei Geschlechts zur Verfügung stehen. Das Ganze wird unterstützt durch ein prophylaktisches Angebotsprogramm im Kietz wie auf dem Dorf. Wovon bezahlen? Schafft die Förderprogramme für Frauen ab, damit verbunden die Frauenbeauftragten, die Kinder- und Jugendheime. Die für diese zerstörenden Einrichtungen zur Verfügung stehenden Milliarden dürften dafür komfortabel ausreichen. Dann können auch Mütter und Väter in ihrem Kietz oder unter der Dorflinde mal wieder einen Macciato - genießend - schlürfen.
• 18.07.2010 17:26 Uhr:
von mirpe:
Und, hat sich was geändert in den letzten 100 Jahren, ausser die Trennungsraten?
• 18.07.2010 17:24 Uhr:
von Berlin geht vor die Hunde:
Die Bionade-Schwaben machen die Kieze platt.
• 18.07.2010 17:15 Uhr:
von vic:
Wenn der GAU darin besteht, vom angesagten Viertel in eine Gegend zu ziehen, die auf dem Briefkopf nicht so beeinduckt, das ist wirklich Jammern auf hohem Niveau. Wie alt sind diese Träumerinnen eigentlich? Intellektuell, meine ich.
• 18.07.2010 17:14 Uhr:
von Die deutsche Frau:
Deutschlands Frauen haben ein gewaltiges Problem. Deutschlands Frauen nerven gewaltig. Feminismus, Frauenquoten, Frauenbeauftragte, Girls-Day, Frauenseminare, Unterhaltsrecht, Scheidungsrecht, blablabla ... Alles haben, auf nichts verzichten wollen. Überheblich, selbstüberschätzend, immer die Schuld bei anderen suchend. Vergiss es, das Thema ist sowas von ausgelutscht.
• 18.07.2010 17:05 Uhr:
von Piet:
"Luca" wäre noch einen Tic stringenter gewesen als "Leon"...
• 18.07.2010 16:36 Uhr:
von glasa:
ich denke nicht, dass es sich hier um die folgen des "experimentes feminismus" handelt. gleichstellung und gleichberechtigung der frau sind wert, erkämpft zu werden - zumal ja in der praxis noch nicht einmal erreicht... im artikel wird es ja angesprochen: der zwanghafte drang zur selbstverwirklung stellt uns ein bein. das familienbild hat sich gewandelt - man bleibt nicht mehr der kinder oder der haushaltskasse wegen zusammen. und als mann hat man ja, trotz kinder, den vorteil öfter mal wieder auf null bzw "los" gehen zu können. um die kinder kümmert sich ja schließlich deren mutter und die
biologische uhr schlägt dem mann auch nicht ihre zeige links und rechts ins gesicht. die frau hat dann oft das nachsehen, wie in diesem artikel so treffend auf den punkt gebracht. es ist aber zu einfach, dem mann den ausstieg aus er- und beziehung vorzuwerfen, wenn die kindererziehung zu komplex würde. man trennt sich ja nicht von den kindern - sondern vom partner. der nicht zu vermeidende abstand von kind und "wochenendelternteil", meistens dem vater, wird von diesem sicherlich auch als ein eher unangenehmer nebeneffekt der trennung gesehen. das problem sind nicht, sich trennende eltern - das problem ist die sicht auf die mutter und deren stand in der gesellschaft. meines erachtens wird die erziehende frau nur noch als muttertier stigmatisiert und weitestgehend mit der erziehung alleine gelassen. doch erziehung ist nicht nur aufgabe der frau/der eltern sondern auch der gesellschaft. und eben diese sollte unterstützen statt steine in den weg zu legen. und ja, zur gesellschaft gehören auch männer, die die sicht auf die familie als institution maßgeblich prägen. die familie ist kein gefängnis, dass selbstverwirklichung ausschließt - und sollte auch nicht zu einem solchen für die frau gemacht werden.
• 18.07.2010 16:13 Uhr:
von Sandra Goldschmidt:
Ein wenig mehr kritisch distanzierter Journalismus hätte der Geschichte gut getan. Wenn eine Frau sich schon beim Studium vornimmt, Karriere und Familie unter einen Hut bringen zu wollen, dann aber, kaum dass das Kind da ist, zu Hause bleibt, frage ich mich schon ernsthaft nach den Beweggründen. "Weil der Mann nun mal nicht stillen kann" als Grund vorzuschieben finde ich mehr als scheinheilig oder einfach nur dumm. Es gibt schließlich Pumpen und bezahlte Stillpausen (ich weiß aus eigener Erfahrung wovon ich rede). Und in Berlin bei rechtzeitiger Anmeldung ganz ausgezeichnete Betreuungsmöglichkeiten für den Nachwuchs. Vielleicht war es einfach bequemer (oder schöner?), Bionade- oder Latte-Macchiato-schlürfend in der Sonne zu sitzen und sich auf dem Geld der arbeitenden Männer auszuruhen. Tja, Pech gehabt. Aber die Schuld dann den Männern in die Schuhe zu schieben, die es ja ach so einfach haben, sich aus dem Staub zu machen, gilt nicht. Zur Emanzipation gehört, seinen Kopf zu benutzen. Und mit Kind für gleichberechtigte Chancen am Arbeitsmarkt zu kämpfen (das käme auch allen anderen arbeitenden Müttern und Vätern zu Gute). Dann braucht frau sich auch nicht über das neue Unterhaltsrecht beschweren, das (dem Gesetzgeber sei Dank) dazu führt, dass nur Unterhalt für die Kinder bezahlt werden muss - und eben nicht für die verrückten Selbstverwirklichungsideen eines früheren Partners, der nun mal auf Kosten der Exfrau Rockstar werden will. Na klingelt´s? Auch an der Stelle wäre ein bisschen mehr sorgfältige Recherche schon allein aus Logikgründen nett gewesen.
• 18.07.2010 16:02 Uhr:
von go-between:
trennung/scheidung sind anthropologische universalien, also phänomene, die in allen kulturen anzutreffen sind: die höchste scheidungsrate wurde bisher übrigens in malysia in den 50iger jahren "gemessen", wie ich von einer familienhistorikerin erfahren habe - also kein prenzlberg typisches phänomen... insgesamt gesehen ist die scheidungsrate in deutschland bekanntlich in den letzten jahren um wenige prozente gefallen... wie schon viele kommentatoren geschrieben haben, wird die männliche seite in dem artikel recht verzerrt und plakativ dargestellt, dies entspricht überhaupt nicht dem, was man über die neuen scheidungs-/trennungsväter inzwischen weiß, die sich mehrheitlich darum bemühen ihre vaterrolle weiterhin einzunehmen, finanziell und emotional... (manchmal wünschte ich den neuen scheidungs/trennungsväter, dass sie mehr mumm hätten, um einen klaren strich nach der trennung zu ziehen und sich nicht psychisch bei dem versuch aufzureiben, mit der mutter ihrer kinder eine elternschaft ohne partnerschaft hinzubekommen... auch wenn man weiß, dass bei guter elterlicher kooperation den kindern am besten geholfen ist...) money changes everything...
• 18.07.2010 15:40 Uhr:
von Moderner Mann :
Das Sommerloch ist da! Muss es, wenn es der Aufmacher zu einem derart einseitigen und jammervollen Artikel halbseitig auf die taz Titelseite geschafft hat. Jämmerlich ist nicht nur das Leiden auf hohem Niveau, auf das viele Kommentatoren hier schon eingegangen sind. Jämmerlich ist vor allem die einseitige Argumentation, die nur durch Bedienung von Klischees funktioniert (Frau –Opfer, leidend ertragend, stark, tapfer und gut, Mann – Täter, rücksichtslos, verantwortungslos, bindungsunfähig, karrieregeil). Hauptsache es sind immer die anderen….. Eine andere Sicht wäre: Mann geht arbeiten, um Geld für das Modell „Gemeinschaft mit Kind“ ranzuschaffen. DAS ist tatsächlich weit weg von „Karriere machen“ – Arbeit heißt nun mal nicht Karriere machen, sondern erstmal Geld verdienen. Ach ja, und Arbeit ist meist auch kein beschaulicher Ponyhof, sondern oft Stress und Druck. Frau hat den Rücken frei, sich intensiv und komplett um das Kind zu kümmern und eine enge Bindung aufzubauen. Da das alle Ressourcen in Anspruch nimmt, ist arbeiten nicht drin, so dass Mann eben allein für die finanzielle Versorgung verantwortlich ist. Aber bitteschön sollte er schon so modern sein, sich den Haushalt komplett zu teilen und sich ums Kind kümmern. Wie war das mit der Mehrfachbelastung? Ach ja, nee, bei Männern zählt das nicht…. Geht die Beziehung dann in die Brüche, muss Mann sich anhören, dass er sich ja nie gekümmert hat, weil er ja lieber arbeiten gegangen ist. Deswegen soll er zahlen und froh sein, dass das Kind überhaupt mal sehen darf, er hat sich ja nie gekümmert und an seiner Karriere gebastelt, viel weniger Zeit mit dem Kind verbracht und deswegen weniger Bindung. Jajaja…. Angebote zu finanzieller Versorgung durch den Mann sind gerne gesehen, Angebote zu Entlastung durch Kinderbetreuung vom Vater weniger –eigentlich will Frau DAS
nämlich nicht: Sie will wie davor weiterleben, aber der Finanzversorger fehlt. Wenn sich Mann auch noch – neben seinem Vollzeitjob- hälftig ums Kind kümmern würde, wäre auch noch der Täter weg, das geht gar nicht, außerdem müßte Frau sich die Frage gefallen lassen, wieso sie es nicht genauso macht . Es sind besser immer die Anderen und die widrigen Umstände…..und sie könnte ihm auch nicht mehr vorwerfen, nur Schönwettervater zu sein, was viel leichter ist, wenn Frau ihm keine Chance zur Betreuung gibt. Frau selber findet trotz hoher Qualifizierung keinen Job? Willkommen im echten Leben, das geht Mann nicht anders. Und vielleicht liegt das auch nicht NUR daran, dass Frau selber supertoll, hochqualifiziert und lediglich aufgrund Kinder- Vitalücke vom Arbeitgeber verkannt wird? Sorry, aber bei diesem Artikel kommt mir das kalte Grausen. „Moderne“ Väter sind doch gar nicht gewollt, dann müßte Frau nämlich den tollen Theorien auch Taten folgen lassen und auch mal „moderne“ Frau sein. Aber so erklärt Frau lieber maßloses Anspruchsdenken und Selbstfixierung zur Emanzipation und wenn Frau selber nicht die Ansprüche erfüllt, die sie an die „modernen“ Männer stellt, liegt das an den Männern, der Gesellschaft, den widrigen Umständen…..egal, Hauptsache wer anders.
• 18.07.2010 15:40 Uhr:
von Stefan:
Mir ist beim Lesen fast das Frühstück wieder hochgekommen! Es hat irgendwie nur noch gefehlt, dass in dem Text gestanden hätte, die Frauen hätten sich während der Interview heulend auf dem Boden gewälzt... Liebe Prenzlauer-Berg-Alleinerziehende-Muttis: Schaut euch bitte mal die allein erziehenden Mütter an, die Hartz IV beziehen, im Plattenbau wohnen müssen, weil es das Amt nicht anders ermöglicht, die auf dem Arbeitsmarkt trotz aller Bemühungen nur Absagen statt Jobs finden und sich glücklich schätzen dürfen, wenn sie ihren Kindern zum Geburtstag überhaupt irgendein Geschenk machen können! Schaut euch diese Mütter ganz genau an und sagt dann noch einmal, euch gehe es schlecht!
• 18.07.2010 15:28 Uhr:
von Maria Sojacchiato:
Es ist schon bitter, wieder auf die Karriere verzichten zu müssen und als Alleinerziehende auf die Erziehung zurückgeworfen zu werden, natürlich auch für die (wenigen) Väter, die ähnliche Probleme haben oder ihre Kinder kaum sehen können. Aber solange wir in einer Gesellschaft leben, in der „nur“ die Leistung in gut/besser bezahlten Jobs und das Prestige zählen, wird sich nicht viel ändern. In dieser Hinsicht haben sich z.B. die Mosuo in Südwest-China oder die Khasi in Nordost-Indien etwas Klügeres „einfallen lassen“; die Kinder wachsen im Clan der Mutter auf, die Brüder/Onkel übernehmen quasi die Vater-Rolle und die Liebespaare bleiben nur so lange zusammen, wie es ihnen gefällt. Ich hätte zwar keine Lust meine Liebste nur nachts zu sehen (= Besuchsehe; so wird diese Beziehungsform genannt), aber für die Kinder ist es auf jeden Fall die bessere Variante. Sie bekommen keine Scheidungs- und Armuts-„Neurosen“. Allerdings heiraten die Khasi heutzutage vermehrt, ob aufgrund des gesellschaftlichen Drucks oder weil ihnen die Holly- und Bollywoods die „Liebe-auf-ewig“ vorgaukeln,
weiß ich nicht, auch nicht, wie die ideale Lebensform aussieht. Ich weiß nur eines, der/die/das Mensch muss an erster Stelle stehen, mit all seinen/ihren Stärken und Scxhwächen, und vor allem mit seiner/ihrer Bedürftigkeit in Kindheit, Alter und zwischendurch ;-), und nicht die Technik und das Kapital. Die Natur käme natürlich als zweites, und danach eventuell ... ;-))
• 18.07.2010 15:23 Uhr:
von Janela:
"Karrieren" ??? Würd gern mal wissen, was sich denn für Germanistik- und Soziologieabsolventinnen für großartige "Karrieren" eröffnen, ganz gleich, ob mit oder ohne Kind.
• 18.07.2010 15:14 Uhr:
von Tobias Schwarz:
Finde es schlimm, dass Frauen sich zwischen Familie und Karriere entscheiden müssen, wo das Land doch Familien mit Kindern braucht, aber dieses Gejammere kann ich auch nicht verstehen. Wenn eine Wohnung zu teuer ist, muss man nun einmal umziehen. Es gibt bestimmte Freiheiten, die man trotz höherer Mieten behalten sollte, aber die Miete im Prenzlauer Berg ist einfach zu hoch als das es sich lohnt und weil jemand sich keine Strassencafes mehr leisten kann, werde ich sicher nicht sentimental. Meine Mutter hat es auch geschafft, trotz zwei Kinder sich ein eigenes kleines Leben mit Amusement aufzubauen, wenn sicher auch nciht auf dem Yuppi-Niveau im Prenzlauer Berg.
• 18.07.2010 15:11 Uhr:
von Marina:
Die am stärksten von Armut betroffene Gruppe sind laut Statistik übrigens alleinerziehende Frauen, nicht deren Partner. Wie stellen die hier anwesenden Herren sich das eigentlich vor? Das Geld für den Unterhalt geht vollkommen für den Unterhalt der Kinder drauf, die Mutter zahlt zusätzlich noch drauf, macht also kein Plusgeschäft. Wenn ein Vater nicht zahlt oder die Einkommennachweise fälscht etc., dann hat sie bis zum 12 Lebensjahr des Kindes Anspruch auf Vorschuss des Unterhalts. Danach ist schluss. Unterhalt an die Frauen müssen Männer mittlerweile nur bis zum 3. Lebensjahr des Kindes zahlen, auch wenn sie Karriere auf Kosten der Ehegattin machen konnten. Das Problem der Frauen besteht darin, sich zu sehr einlullen zu lassen. Der Mann will Karriere machen, will nicht im Haushalt und Erziehung helfen...gut, dann macht sie eben alles alleine. Will sie Karriere machen entgegnet der männliche Part zynisch: Schön, mach das. Wenn du dabei DEINE Kinder und DEINEN Haushalt nicht vernachlässigst... Und auch in diesem Artikel bestätigt sich das. Die Alleinerziehende, die auch aus dem Erfahrungsschatz von Bekannten und Jugendamtsangestellten spricht, erzählt von miserablen Berufschancen, wenn man die Karriere des Mannes vor seine eigene stellte, von sich weigernden Ex-Gatten, die Unterhalt unregelmäßig zahlen und
höchstens alle 2 Wochen mal den Freizeit-Papi spielen sowie fehlenden Betreuungsmöglichkeiten, damit man wenigstens wieder Vollzeit arbeiten kann. Die Männer? Sie müssen höchstens Unterhalt zahlen, wenn sie ihre Karriere auf Kosten der Ehefrau starten konnten, auch nur Peanuts. Der Rest erledigt sich ja von allein...ach ne, von der Ex-Gattin. Die Frauen wollen arbeiten, sie stecken aber zu oft zurück für die Männer. Die Ehe ist kein Existenzgarant mehr, das müssen auch die Frauen lernen. Lasst euch nicht einlullen. Wenn Männer Mitsprachrecht in der Erziehung leisten wollen, sollen sie gefälligst auch unserer Karrieren mitfördern. Und dazu gehört eben auch Kindererziehung und Haushalt. Unter der Armutsgrenze lebende Mütter bedeuten übrigens gleichsam unter der Armutsgrenze lebende Kinder. Da entsteht Kinderarmut. Beim Ego der Männer.
• 18.07.2010 14:54 Uhr:
von @Go East:
"Ein Hoch auf die Globalisierung und den Zustrom von Frauen aus dem Osten: Tough, gebildet, feminin, bescheiden. In Russland und Polen halten Partnerschaften seltsamerweise - obowohl das Leben zehnmal härter ist, als bei den verwöhnten Deutschen." Das hat sicherlich einmal gestimmt - aber die Zahlen verändern sich auch dort: Innerhalb der letzten zehn Jahre ist die Zahl der Scheidungen um die Hälfte gestiegen: Heute gehen in Polen 27 Prozent der Ehen in Polen in die Brüche. Viele Ehen scheitern auch daran, dass die Ehepartner zum Arbeiten getrennt ins Ausland gehen. Quelle: Deutsche Welle
• 18.07.2010 14:49 Uhr:
von UMi:
...und da sitze ich hier mit meinen 40 Jahren, beschwere mich, dass ich "keinen abbekommen" und keine Kinder habe... Vielen Dank für diesen Artikel und vor allem die vielen unterschiedlichen Kommentare. Da sehe ich mein Single-Dasein gleich wieder ganz anders und werde erstmal einen Latte Macchiato trinken gehen. Mit großem Genuss !!!
• 18.07.2010 14:15 Uhr:
von Jess:
Was zunächst als feministisch oder neoliberalismuskritisch oder mindestens verständnisvoll erscheint, ist doch voll Häme – zwischen den Zeilen. Und offen geäußert in den Kommentaren. Denn hier im Artikel werden vor allem Klischees von Prenzlauer-Berg-Bewohnerinnen reproduziert. Dass Frauen ihre Lebensplanung von Männern abhängig machen und damit scheitern ist ein strukturelles Problem und darf nicht wie im Artikel Einzelnen angelastet werden, u.a., weil dann für andere Frauen der Schluss nahe liegt: "Ich mache es aber
besser. Mein Mann ist anders..." etc. Und das führt völlig an der Sache vorbei. Insofern ärgert mich der Artikel massiv, denn er analysiert nicht und benennt noch nicht mal gesellschaftliche Probleme von Frauen und trägt nichts dazu bei, dass ihre gesellschaftliche Benachteiligung als etwas gesehen werden kann, was mehr oder weniger alle Frauen betrifft und am Besten gemeinsam geändert werden kann.
• 18.07.2010 14:09 Uhr:
von August:
Ich finde es bestürzend, dass hier viele kommentieren sie hätten kein Mitleid und fänden es letztlich sogar gut dass *DIE* (Frauen, Studierten, Besserverdienenden, Linken, Ernährungsbewußten, Selbstverwirklichern, Prenzlauer ... ) endlich mal auf die Nase gefallen wären. Leute, glaubt ihr wirklich eure Schadenfreude hilft euch oder sonst irgendjemanden weiter? Nein, heute *DIE*, morgen *DU* ist die Devise. Mag sein dass ihr euch heute mal billig über die Misere anderer freuen könnt, morgen habt ihr selbst ein Problem und wer wird euch helfen? Gewiss nicht jene die ihr heute verspottet. Nee, nur wenn ihr Mitleid und Solidarität auch für andersartige zeigt, nur dann könnt ihr erwarten dass auch *DIE* euch helfen.
• 18.07.2010 13:39 Uhr:
von S.D:
Jammern auf hohem Nivau, 800 Euro für eine zu kleine Wohnung zu bezahlen, sorry aber dafür habe ich kein Verständniss. Vielleicht sollte mann sich dann doch überlegen in einen anderen Bezirk zu ziehen und einen längeren Weg für die Kinder in kauf zu nehmen, wenn man sie nicht aus dem Umfeld reißen möchte, wir leben hier schließlich in Berlin und nicht in einer Kleinstadt.
• 18.07.2010 13:19 Uhr:
von Leidkultur:
Heult doch! Und haut ab! Habt euch doch damals auch keine Platte gemacht, dass die Ossis den Prenzlauer berg zu tausenden verlassen mussten, weil eure Landsleute den Bezirk luxuxsaniert haben und die Ossis die Mieten nicht mehr zahlen konnten. Könnt ja in die Multikulti- Bezirke Berlins ziehen...ihr seid doch Grünen und Linken Wähler... viel Spaß beim Verkosten der eigenen Medizin.
• 18.07.2010 13:15 Uhr:
von Muttivondreikindern:
Väter in die Pflicht nehmen Alleinerziehende Mütter gibt es reichhaltig. Sie haben es sich in den allermeisten Fällen nicht ausgesucht. Oftmals geht eine lange Beziehung der Eltern voraus. Am Ende bleibt ein Argument übrig: Zum Zeugen einer Frucht gehören immer zwei, zur modernen Familienplanung und zum Verhüten auch! Alleinerziehende Mütter gibt es in Berlin leider reichhaltig. Sie haben es sich in den allermeisten Fällen nicht ausgesucht, allein erziehend zu werden. Oftmals geht eine lange Beziehung der Eltern voraus oder die Eltern wollten eine Familie gründen, doch der Vater hat sich seine Lebensplanung anders vorgestellt und springt kurzfristig ab. Da es zu 90 % Mütter sind, die ihren Nachwuchs und eigen Fleisch und Blut großziehen, spreche ich von Frauen. Die übrigen 10 % Mütter sind oft krank oder sonst nicht in der Lage, sich um die Kinder zu kümmern. Sie verlassen aber in den meisten Fällen ihre Kinder nicht mutwillig oder für immer. Väter, die alleinerziehend sind, wird sowieso geholfen. Evtl. gibt es einen natürlichen oder kulturhistorischen Hilfereflex Männern gegenüber. Am Ende bleibt ein Argument übrig: Zum Zeugen einer Frucht gehören immer zwei, zur modernen Familienplanung und zum Verhüten auch! Das Leben der Mütter ist insgesamt anstrengend und schwer. Man muss sich vorstellen, wie es ist, wenn man rund um die Uhr keinen Ruhepol findet und womöglich keinen ebenbürtigen Gesprächspartner hat. Oft gibt es niemanden, der auf die Kinder abends aufpasst, so dass auch kein Ausgleich, wie Hobby, Theater, Sport oder dergleichen zur Schwerstarbeit möglich ist. Es ist ein ständiges Handling zwischen Kinder, Küche, Beruf, Telefonaten und Privatleben, sofern die Mutter das noch hat. Wie kann man daher Väter, die sich überhaupt nicht um ihren Nachwuchs und eigen Fleisch und Blut kümmern, mehr in die Pflicht nehmen und zur Mitgestaltung in der Erziehung bewegen? Wir wissen längst, wie wichtig ein Vater als Vorbild für die alleingelassenen Kinder, insbesondere für Jungen, ist. Meine These lautet daher, dass es bis Heute den Kindesvätern (KDV) viel zu leicht gemacht wird. Ein KDV muss sich, lt. jüngstem Urteil des - unser aller heiligen - Bundesgerichtshof (BGH), nicht um die Kinder kümmern. Man kann den KDV nicht dazu zwingen, so das Argument des BGH. Er hat aber vergleichsweise viel mehr Freizeit, als die Mutter. Ein KDV muss auch nicht unbedingt für seine eigenen Kinder finanziell aufkommen, hat aber meistens dennoch mehr Geld zur Verfügung, als die alleinerziehende Mutter mit den vernachlässigten Kindern. Ihm steht es gesetzmäßig verankert zu, einen Regelbetrag, der m. M. n. viel zu hoch ist, als Geringverdiener einzubehalten. Beantragt die alleinerziehende Mutter für den Nachwuchs und eigen Fleisch und Blut des KDV darum den gesetzlichen Unterhaltsvorschuss, wird er staatlich subventioniert längstens 72 Monate aber nur bis zur Vollendung des 12. Lebensjahres (das ist der Tag des 12. Geburtstages) gewährt. Nach Ablauf der Zeit, in der der Unterhaltsvorschuss gewährt wurde, kann die alleinerziehende Mutter mit dem Nachwuchs und eigen Fleisch und Blut des KDV sehen, wo sie bleibt und das heißt leider meistens auf der Strecke. Den Gedanken an Karriere kann sie sich wohl oft stecken, wer will schon eine alleinerziehende Frau einstellen? Die Folge daraus ist, der Nachwuchs und eigen Fleisch und Blut des KDV wächst in Armut und unter dem Frust der alleinerziehenden Mutter auf, die nicht auf Dauer ständig glänzen kann, auch wenn es der Playboy, die Brigitte und das Topfmodell Heidi Klump, so wollen. Wenn der Staat Glück hat, zahlt der KDV den Unterhaltsvorschuss seines Nachwuchses und
eigen Fleisch und Blut später zurück, wenn nicht, ist es auch nicht weiter wild! Ist diese lässige Grundhaltung gegenüber dem KDV ein Rudiment aus vergangenen Zeiten, die der früheren Verachtung für Mütter obliegt, die sich von ihren Männern trennten oder unehelich Kinder zur Welt brachten und aus den alten Männerbünden entstanden? Ich meine, dass das der Grund für diese lässige Haltung ist. Doch nun auch wieder zurück zur Verpflichtung, dass sich ein KDV um die Erziehung kümmern soll, sofern keine Gewalttat des KDV vorlag. Es muss eine verpflichtende Sache werden, dass die KDV in das Erziehungsboot mit hinein genommen werden, es gibt neben der Kapitänin auch noch den Steuermann. Von mir aus kann diese Verpflichtung zur Mithilfe in der Kindeserziehung auch mit Bußgeldern versehen und wenn gar nichts hilft, mit Haftstrafen durchgesetzt werden. Das passiert hinlänglich ab und an mit KDV, die die Rückzahlungsraten für den Unterhaltsvorschuss in Höhe von gerade mal 15,00 EUR mtl. (!) nicht aufbringen, die ihnen das Jugendamt anbietet, wenn das erwünscht ist. An der Stelle bleibt zu fragen, wie ein KDV bei mehreren Kindern jemals die Höhe der aufgelaufenen Beträge des Unterhaltsvorschuss mit 15,00 EUR abzahlen will? Änderungsanfragen nach mehr Einkommen des KDV bleiben aus, solange er seine Raten in Höhe von 15,00 EUR mtl. regelmäßig zahlt. Daher finde ich, dass die Verantwortung, die die KDV gegenüber den Kindern haben, viel Höher wertgeschätzt und erwartet werden muss, als das bisher geschieht. Helft den Kinder, helft eurem Nachwuchs und eigen Fleisch und Blut, helft den Müttern, die euren Nachwuchs und eigen Fleisch und Blut großzieht. Das Geld und der „Zeitaufwand“ sind nicht für die Mütter, sondern für euren Nachwuchs und eigen Fleisch und Blut. Ihr Kindesväter verbaut eurem Nachwuchs und eigen Fleisch und Blut das spätere Leben. Hört endlich auf damit, der Frau, die euer Nachwuchs und eigen Fleisch und Blut großzieht, das Leben noch schwerer zu machen, als es ist. Es trifft nicht die Mutter sondern euren Nachwuchs und eigen Fleisch und Blut! Und Du Staat sieh’ endlich hin, was diese Kindesväter mit unserem Nachwuchs anrichten. Du Staat, bist dafür verantwortlich, dass es unserem Nachwuchs und späteren Staatsbesitzern, Steuerzahlern, Staatsaufrechterhaltern und dem Nachwuchs und eigen Fleisch und Blut der Kindesväter gut geht. Jedes Kind hat es verdient, geachtet zu werden. Dazu benötigt man neben finanziellen Mitteln, auch Zuwendung und Vorbilder und ganz sicher auch männliche Vorbilder! Ich fordere als Frau ein Recht auf Väter und Mütter, von mir aus auch als ein Grundrecht im GG.
• 18.07.2010 13:08 Uhr:
von alice zora:
frauenpower ist angesagt! werdet euch endlich bewusst, welches potential in euch steckt, wenn ihr schminke und latte weg und eure ganze wut raus lasst. wenn wir die umstände nicht ändern, wer sollte es denn für uns tun? wer wollte uns irgendwas vorschreiben? WIR - die alleinerziehenden mütter - haben die zukunft dieses landes im griff! wacht auf und stellt eure bedingungen - laut und deutlich! unsere kinder wissen um unsere liebe und unendliche kraft. sie werden uns unterstützen!
• 18.07.2010 12:16 Uhr:
von Harzt4:
Sollte mal aufhören mit dem gejammer,Currywurst für 5 € ja hallo,wir müßen mit 4 Personen und 80€ die Woche auskommen und haben Ende des Monats auch noch was über.Aber klar es muß ja auch ne Guccitasche sein und Markenklamotten für die Kinder.Wer da noch jammern,ist selber Schuld.
• 18.07.2010 11:49 Uhr:
von Allegra:
Anstatt zu jammern, Ärmel hochkrempeln und los! Ein Netzwerk aufbauen, dass Kinderbetreuung beeinhaltet. Damit die Mütter wieder arbeiten können. Ich pass da auf Deine auf und Du dann auf meine. Kinder vorschieben das man "gehemmt" ist um was zu tun, find ich persönlich unmöglich. Tja, aber so manch angezüchteten Vogel wird man so schnell nicht los, ich weiß. Die Damen sollten schnell mal wieder mit den Beinen auf dem Boden landen und sich über sich selbst definieren! Ich bin auch AE und geh arbeiten, anstatt Haus ist es nun ne Wohnung und ich bin stolz drauf. Meine Söhne findens cool, dass Muttern nun hämmert und bohrt. Im einem bin ich meinem EX sehr dankbar - durch unsere Trennung bin ich gewachsen, in allem. DANKE dafür!
• 18.07.2010 11:46 Uhr:
von marcel-rene:
Mich hätte noch interessiert, warum die Beziehungen in die Brüche gingen. Meistens liegt es ja an beiden und nicht immer nur am Mann. Auch hätte man ruhig erwähnen können, ob sich die Väter an die Erziehung und am Unterhalt ihrer Kinder zeitlich und finanziell ausreichend beteiligen.
• 18.07.2010 11:32 Uhr:
von yah bluez:
Das ist der Preis den die Gesellschaft nun dafür zu bezahlen hat das wir das experiment Feminismus ausprobiert haben. Wir haben jahrhunderte bewährte Familienstrukturen und Modelle zerschlagen und durch ein unverbindliches System ersetzt in dem keiner der Beiteiligten glücklich ist.
mfg
• 18.07.2010 11:31 Uhr:
von Comment:
Eine schöne Darstellung die nachdenklich stimmt. Warum aber nur in die eine Richtung? Als Mann und Vater kommen bei mir die folgenden Botschaften an: Ich bin nicht belastbar und mir stehen Türen zur Flucht offen. Beides jedoch weise ich energisch zurück. Ein klein wenig schimmert die wachsende Erkenntnis durch, dass falsche Erwartungshaltungen an Beziehungen auf der Basis eines selbstbewussten Auftretens (ohne sich seiner selbst bewusst zu sein?) für eine dauerhafte Beziehung nicht ausreichend sind. Kinder als Belastung? Her damit, denn ich wurde abserviert und die Mutter zog mit den Kindern und familienrechtskonform fort. Als Unterhaltspflichtiger habe ich keine Wahl. Ich muss in dem Maße zuviel arbeiten wie zu Ehezeiten, weil eben alles teurer ist. Was mir an Teilhabe am Familienleben von der Mutter nicht zugestanden wurde nennt sich nun Kontinuität. Zwei Haushalte, Unterhalte für Mutter und Kind ganz nebenbei nicht unerhebliche Aufwendungen für Umgang mit zumindest einem Kind (weil das andere nicht will!) zehren auch an mir. Ja, alleinerziehende Mütter haben es in der Regel nicht leicht, aber die hier ausgeblendeten Väter auch nicht. Nur, über die Väter finden sich im günstigsten Fall Artikel mit dem Tenor "Drückeberger". Da sich Familien allein über Mütter definieren wird sich absehbarer Zeit an diesen Zuständen nichts ändern können. Auch gibt es keine bedeutenden Fürsprecher, die sich für gleichberechtigte Partnerschaften biologischer Geschlechter einsetzen und Gehör finden.
• 18.07.2010 11:31 Uhr:
von grafinger:
Da hat die kleine Prinzessin so schön vom edlen Prinzen und vom glücklichen Leben geträumt plötzlich wacht sie auf und muss ihr Leben selbst gestalten. Und der blöde Drosselbart ist auch kein Zahlmeister mehr für immer und ewig. Erst haben immer Mami und Papi für alles bezahlt, dann hat der Traumprinz das süsse Leben finanziert und jetzt, wo frau mit 35 und Kindern nicht mehr gegen die 10 bis 15 Jahre jüngere Konkurrenz (beruflich wie gesellschaftlich) ankommt muss sie
erwachsen werden? Das ist schon hart...
• 18.07.2010 11:18 Uhr:
von nhd:
... auch ich bin Leid erprobt. Ich bin ausgenommen und belogen worden, durfte mit Mitte 40 wieder bei Null anfangen. Unser Kind ist mir zeitweise vorenthalten worden und bis heute kann ich mich nicht so einrbingen, wie ich mir das vorstelle. Wie immer im Leben gibt es beide Seiten, die einseitigen Darstellungen in den Zeitschriften kann ich nicht mehr sehen. Ist das wahrer Journalismus, gut recherchiert? Ich habe noch keinen Artikel über ausgenommene Väter gelesen, die nur zahlen dürfen und wenig Einfluss auf die Kinder haben. Aus meiner Sicht sollte das Eherecht dem heutigen emanzipierten Verständnis einer Partnerschaft angepasst werden. Denn wie heisst es so schön "und führe mich nicht in Versuchung"
• 18.07.2010 10:50 Uhr:
von Tony:
egal wer schuld ist (in der regel sowieso beide, allein kann man ja nur schwer ne beziehung haben). tatsache ist: wir kriegen nicht mehr gebacken was jede noch so simple spezie seit millionen von jahren problemlos hinter sich bringt. soviel zum zivilisatorischen fortschritt. es hätte eine gewisse komik wenn die menschheit daran zu grunde gehen würde. der meteor? kein problem. der klimawandel? kein problem. aber das mit dem erfüllten leben. pfffuuuu. also das war dann doch zuviel. und ich habe ja eigentlich keine zeit für kleine. und überhaupt. das ist alles so kompliziert. ist auch noch vollkommen unklar wie schick man heute abend aus dem haus gehen sollte. will ja nicht over- und nicht under-dressed sein. mir reichts. auf dieser welt kann ich es nicht verantworten nachwuchs zu setzen. nicht wegen dem krieg, nein, es liegt am latte macchiato. ganz großes kino, taz.
• 18.07.2010 10:44 Uhr:
von Alexander Voronin:
Als vater, der zwei Söhne über zehn Jahre alleinerziehend groß gezogen habe, freue ich mich mal wieder über das Gejammer. Ich nicht einen Cent Unterhalt bekommen, sondern musste noch für den bei der Ex gebliebenen massig Unterhalt zahlen. Unterstützung für alleinerziehende Väter? Da wird eher der Papst zum Ehemann!
Frauen jammern, wie es im Bericht so richtig heißt: auf höchstem Niveau. Männer in der gleichen Lage tun einfach! Das ist der kleine aber feine Unterschied.
• 18.07.2010 10:21 Uhr:
von Noncimmital:
Es ist schade, dass sich gerade kluge und willensstarke Frauen selber in so eine Situation manoevrieren. Falschen Mann geheiratet? Das kann jeder passieren. Und doch, und doch... in diesen Geschichten haben die Frauen ihren eigenen Anteil dazu geleistet. Sich in die Watte wickeln lassen, sozusagen. Es ist klar, dass man fuer sowas auch bezahlen muss. Fuer mich klingt es so, dass diese Frauen ihren Weg finden werden. Es ist immer schwierig wenn die Kinder noch klein sind, das kenne ich aus eigenen Erfahrung. Und doch werden Kinder groesser, und die schlimmen Erfahrungen werden (hoffentlich!) verarbeitet, und dann kann das leben wieder beginnen -- dort, wo das Ueberleben endet. Man muss "nur" seinen eigenen Anteil an diesem "verpuschten? Leben verarbeiten, eigene Wut Hilflosigkeit, Schuldgefuehle... Wie waere es zu einem Artikel zu diesem Thema? Und jemand soll mir bitte erklaeren, was Macchiato damit zu tun hat?!!! Das finde ich wirklich sehr pretentioes von der Autorin.
• 18.07.2010 10:18 Uhr:
von Michael Stiefel:
Ob es "alte Geschlechter-Fallen" wirklich sind? Bei uns im www.vaetertreff.de sehen wir auch die andere Seite. Da berichten Väter, wie sie kaum noch eine Chance haben die Kinder zu sehen, ihre Angebote auf Mitwirkung an der Betreuung einfach abgelehnt werden, weil die Mütter glauben, dass die Kinder ihre Eintrittskarte in eine Vollkasko-Lebensstandsgarantie seien. Die Geschlechterfallen lauern in dieser Mentalität und in einem überkommenen Familienrecht, das in Betreuungs- und Zahlerhaushalte aufspaltet, sobald das Experiment Familie scheitern sollte. Das Dilemma zwischen Anspruchssicherung und geplatzten Träumen. Wenn sie glaubt mit ihren Ansprüchen immer ganz vorn dran zu sein und nur das Beste ist für sie gut genug, dann ist es natürlich in dieser Situation schön bequem die Väter als Schuldige auszumachen. Bloß selbst keine Verantwortung übernehmen, bloß nicht erwachsen werden ... zum Leidwesen der Kinder.
• 18.07.2010 10:04 Uhr:
von F. S-H:
Und klar ist am Ende: Natürlich sind die Männer sind am Ende wieder an allem schuld. Klar Frauen müssen sich ihre eigene Doofheit vorwerfen aber die Bösen sind die Männer die sich aus dem Staub machen wenns ernst wird. Als Vater mit Anfang 30 (Kreuzberger) muss ich sagen das dieser ganze 'impact' von Schuldzuweisung nicht etwa Betroffenheit in mir auslöst sondern eine gewisse 'scheißegal-was-Frauen-denken' Haltung. Ich höre diese Schuldzuweisungen ob direkt oder unterschwelling unrefletiert wie hier schon mein ganzes Leben lang und mein Mittleid mit den Frauen wird immer weniger.
• 18.07.2010 09:54 Uhr:
von Irene Inge:
Es ist unglaublich, wie egoistisch diese Generation trotz Kinder geblieben ist. Im Prinzip will sie weiterhin staendig Party feiern, was natuerlich fast geht, in dem Kiez um Oderbergerstrasse bis Kollwitzplatz. Da werden dann Kinder gross gezogen im Grossstadtdreck, mit Abgasen, zerschlagenen Bierflaschen auf den Buergersteigen und Hundescheisse ueberall. Pseudo-oeko, pseudo-schick. Mensch Leute, der PrenzlauerBerg ist doch schon seid mindestens 6 Jahren OUT. Ihr helft nur, den Wohnungsmaklern, sonst niemanden. Organisiert Euch und zieht alle gemeinsam an den Rand von Berlin, mit Kind und Kegel, Pub's und shops. Aber auf mich hoert ja keiner.
• 18.07.2010 09:52 Uhr:
von Ilse Hühnchen:
Ach wie bequem hat es doch die taz, dass es so ein einfach konturiertes Feindbild gibt.
• 18.07.2010 09:44 Uhr:
von leser:
Das ist für mich Jammern auf hohem Niveau!
• 18.07.2010 09:17 Uhr:
von lwitz:
Ich stamme aus einer schlesischen Adelsfamilie, Grafen seit 17xx. Undenkbar bei uns, einem Kind 5 EUR für Crepes oder Wurst auszugeben. Wer sowas tut, hat noch viel größere Probleme. Auch gibt es bei uns zuhase keine "französische Salami" (???), sondern viel Gemüse und gelegentlich Fleisch. Mein verstorbener Vater wäre viel früher in den Himmel gekommen, hätte ich ihm angeboten, einen mit Milch verdünnten Kaffee für 10 DM zu konsumieren. Handgenäht sind nicht die Kinderhemden mit ironischem Aufdruck,
sondern 5 Paar Schuhe von mir, die 10 Jahre alt sind und nochmal so lange halten müssen. Was sollen uns hier die beiden geschilderten Fälle sagen? Eigentlich hört es sich nicht viel anders an als die gern verachteten Zahnarztfrauen aus Bad Homburg oder Blankenese (Perlenkette/Cabrio/Beauty-OP/Pelz), nur zeitgemässer. Es dürfte sich um die Probleme von zugereisten Kleinstadtbewohnern handeln, zumeist aus der unteren MIttelschicht, die nun in Berlin erstmal die Welt sehen. Anders aufgestiegen als die Zahnärzte, aber ähnliches Muster. Solche gehen am Samstag "auf den Markt". Gibt es ein Grundrecht auf NIchtstun im Cafe, Sich-Zurschaustellen und Markenartikelkonsum? Verliert eigentlich keiner ein Wort über die Männer, die diesen beiden Heulsusen vorher das satt-bequeme Bürgerleben finanziert haben? FAZIT: Kein Mitleid. Null.
• 18.07.2010 09:06 Uhr:
von Something changed:
Wenn jeder eigenständig und unabhängig im Beruf und bei der Karriere sein soll, passt ein Kind irgendwie nicht dazwischen. Einer von beiden muss zurückstecken. Das ist keine Meinung sondern Fakt, wie der Artikel beweist. Der Druck der auf Frauen sowie auf Männern lastet, ein Superduper-Erfolgsmensch und Mutter/Vater zu sein ist sicherlich groß. Abfinden mit einer Realität abseits des uns antrainierten Ehrgeizes gegenüber einer Pflichterfüllung im Hinblick auf die Gesellschaft, scheint nicht vereinbar zu sein. "Dann ist man halt mal 3-4 Jahre aus dem "Karriereverkehr" draussen" ist für Viele sicherlich nicht einfach hinnehmbar. Gründe gibt es ja zur genüge. Also scheint für alle zu gelten: Bitte weitermachen wie bisher, Hauptsache man hat genug Zeit an der Arbeitsfront verbracht, weil Kinder hüten alleine ist ja beinahe schon zu entschuldigen..."naja, bei mir kam ja dann die/der Kleine soundso, da waren Karriereeinbussen vorauszusehen aber es entschädigt auch für vieles..." Abschließender Gedanke: Wenn man ein Kind möchte, ist das wohl die größte Veränderung im bisherigem Leben. Das das Geld zum Kaffee-trinken-gehen nicht mehr unbedingt vorhanden ist, davon kann man wohl auch ausgehen. Natürlich nur, wenn man ein bisschen pessimistischer in die Zukunft blickt und sich eventuell denken könnte, dass sich die/der Partner/in von einem trennt. Das will niemand und soll auch nicht...passiert aber trotzdem manchmal...oder auch oft. Mein Fazit: Job ist wichtig...Kinder noch wichtiger! Massive Respect@Mamas&Papas
• 18.07.2010 08:55 Uhr:
von Rod:
Was für ein Jammerlappen. Jammert über "800 Euro Miete für eine Wohnung, die ihr eigentlich zu klein ist" - ich muss mit diesem Betrag durch einen ganzen Monat
kommen, inclusive Miete und aller Lebenshaltungskosten! Jammern auf hohem Niveau, aber das sind wir ja vom so genannten Bürgertum gewohnt.
• 18.07.2010 08:01 Uhr:
von Eisvogel:
Klar, wer von weit oben fällt, fällt härter. Sollen mir deswegen jetzt die Tränen kommen? Die Mischpoke aus Rationalisierern und Ministerialräten, die den untersten Schichten eiskalt ihre Eigenverantwortung und Nachhilfebedarf in Sachen realistischer Lebensplanung vor die Nase halten, sind doch aus der gleichen Schublade. Wie viele von den Edelmuttis die mit cooler Visage in nen teuren Hybridvolvo klettern haben wohl genau so einen Mann zuhause sitzen? Wieviel öko-frühförder-yoga-Korrektheit wird wohl mit recht kalter Kohle aus der Welt jenseits der Bezirksgrenze bezahlt? Die Grosse Prenzlberger Lebensbalance war von Anfang an ein subventionsabhängiger Traum.
• 18.07.2010 01:56 Uhr:
von W.B.:
Wie schlimm, nicht mehr zur "neuen großstädtischen Bourgeoisie" zu gehören! Schildern Sie dieses schreckliche Schicksal doch mal dem einen oder anderen Hartz4-Empfänger, die werden sicher Tränen der Rührung vergießen ... Zum anderen ist in dieser Artikel ziemlich einseitig. Kein einziger der Ex-Partner ist zu Wort gekommen. Wäre dies dem (beabsichtigten?) Tenor des Artikels zuwider gelaufen ...?
• 18.07.2010 01:01 Uhr:
von Paul Merlin:
Weit überwiegend gehen die Trennungswünsche von den Frauen aus, die sich selbstverwirklichen wollen. Insofern scheinen mir diese Jammerorgien über das selbstverschuldete Schicksal in diesem Artikel nicht repräsentativ zu sein. Wenn sich die beiden genannten Damen mehr um ihre Exmänner gekümmert hätten, mehr auf sie eingegangen wären, - auch im Interesse ihrer Kinder - um ihre Ehen gekämpft hätten, dann wären sie wahrscheinlich noch verheiratet und müßten zusammen mit ihrem Ex keine zwei Haushalte unterhalten. Wer seine Ehe vorschnell "schmeißt", muss dann eben den Preis der Freiheit zahlen.
• 18.07.2010 00:11 Uhr:
von roland geibel:
Diese Luxus-Probleme moechte ich (alleinerziehend, seit 1.1. arbeitslos, alt (49,9 Jahre), maennlich) auch gerne haben.
• 17.07.2010 23:49 Uhr:
von Christian Krippenstapel:
Ehe und Familie sind spießig. Aber seien wir mal ehrlich: Eine wirklich überzeugende Alternative haben wir bis heute noch nicht gefunden. Das beschriebene "Ex-und-hopp-Modell" mit seinen Scheidungswaisen, überforderten Supermamis, Wochenend- und Ferien-Papis oder gänzlich abservierten Zahlknechten kann es ja wohl ebensowenig sein wie der immer mehr um sich greifende Zeugungsboykott. Wenn uns nicht langsam was tragfähiges einfällt, haben wir ein echtes Problem.
• 17.07.2010 23:21 Uhr:
von HOrst:
Ja, das ist schon hart. Da möchte Frau sich die Möglichkeit erhalten, ganz emanzipiert, "lässig zu trennen", und dann stellt Frau fest, daß man damit auf die Nase fallen kann. Und wenn es dann finanziell knapp wird, scheuen sich diese "postfeministischen" Damen auch nicht nach dem 50-erJahre-Versorgermodell zu rufen. Was bitte, hat das mit Emanzipation zu tun? Richtg, gar nichts. Vielmehr ist es der Versuch für sich selbst alle Optionen zu erhalten, und gleichzeitig ein Netz mit doppeltem Boden zu fordern, daß andere bezahlen sollen. Offenbar möchten diese Latte-Macchiato-Mütter nicht nur einen finanziell potenten Partner als Vater ihrer Kinder, von dem heutzutage natürlich zusätzlich verlangt wird in Haushalt und Erziehung gleichverpflichtet mitzuwirken, sondern, im Trennungsfall, auch noch den Ex, der per Unterhaltsrecht als kostenlose Arbeitslosenversicherung fungieren soll, wenn Frau keinen gutbezahlten Job bekommt. Das ist, wie im Artikel richtige beschrieben wurde, ein Jammern auf hohem Niveau. Die Bewohner von Berlin-Neukölln oder Hamburg-Mümmelmannsberg dürften dafür kaum Verständnis aufbringen.
• 17.07.2010 23:20 Uhr:
von Emmi Demmi:
Guter Bericht, und traurig! Nicht gerade ermutigend für die jungen Frauen, die das Familiegründen noch vor sich haben (zumindest theoretisch). Dazu passt auch das Feature 'Trennungsgrund Kind', das zufälligerweise diese Woche in der Brigitte erschienen ist. Auch in diesem Feature sind es durchweg die Männer, die das sich-sebst-Zurücksnehmen und Verantwortung-für-andere-übernehmen, das Familie nun mal mit sich bringt, nicht zu packen scheinen. Und sich dann aus der Familie verabschieden. Das ist sehr entmutigend! So wird das nichts, mit dem vielpropagierten Nachwuchs für
Deutschland - mit solchen Vätern - und mit einer nach wie vor schlechten Infrastruktur für Kinder und arbeitende Mütter.
• 17.07.2010 23:13 Uhr:
von Rumo:
"In Watte gebettete Weicheier sind wir, dass wir das nicht bedacht haben." Ihr seid KEINE Weicheier! Dieser Artikel berührt mich stark. Ich bin ein gerade erst 21 Jahre alter Bub der beim Lesen des Artikels, ja schon beim lesen der Überschrift, mit einem sehr merkwürdigem Gefühl im Bauch klarkommen muss. Schuld gebe ich vorallem den Männer dieser Frauen und Ihnen Selbst. "Im Gegensatz zu ihren Großmüttern, bei denen das Eheversprechen noch Gültigkeit hatte, und im Gegensatz zu ihren Müttern, die bei einer Scheidung Versorgungsansprüche gerichtlich durchsetzen konnten, haben sich Albrecht, Winterfeld und viele Frauen ihrer Generation, wie es ihnen in seit den Achtziger Jahren vorgemacht wurde, lässig getrennt. Sie bestehen, ganz emanzipiert, auf ihrer finanziellen Unabhängigkeit - schließlich sind sie ja gut ausgebildet." Dieser Abschnitt und viele mehr, bringen mich zum grübeln und führen mich in verwirrte Gedankengängen. Das Eheversprechen ist, neben anderen Schlagwörtern des Texte, das mir wichtigste. Unglaublich. Wer, Wie, Was? Habt ihr wirklich solange über das grundlegende Prinzip des Zusammenleben der Menschheit hinweggeschaut? Wie zum Teufel seid ihr auf dieser ehrhabenden über allem schwebenden Wolke gelandet? Ich hätte so viele Fragen an euch Mütter. Eure Kinder sind das MEGA SUPER EXTREM Wichtigste. SIE sind eure Selbstverwirklichung! Nicht eure Jobs, euer Geld, eure Wohnungen sowie "Reisen, Shoppen, Kino und Theater, Putzfrau, Auto und Essen gehen". Wie im Text angesprochen, seit Ansprechpartner, zweigt ihnen den Weg! Ihr habt geliebt, ihr habt gelebt, ihr habt Fehler gemacht. Ihr habt aber auch eine Menge an Erfahrung. Weicheier sind eure EX-Ehemänner und Trennungen sind absolut nicht lässig. In Bezug auf den Prenzlauerberg möchte ich hier auch nochmal meine Wut über den voranschreitenden Prozess der Gentrifizierung ausdrücken. Es sind bzw. hoffentlich in euerem Falle, waren es Menschen wie Ihr die das soziale Leben zunehmend zerstören. Ihr lebt scheinbar wie der Großteil der deutschen Politiker in einer fremden, egoistischen und unrealistischen Traumwelt. Hört niemals auf euren Verstand zu benutzen! Ich lerne noch sehr viel in meinem Leben dazu und hoffe euer Artikel hat seinen Teil dazu beigetragen.
Letztendlich bin ich verdammtnochmal unsicher in dem was ich hier schreibe. Dieser Bericht hat mich abermals zum nachdenken gebracht. Folglich -> Danke an die hier zu Wort gekommen Frauen und die TAZ.
• 17.07.2010 23:03 Uhr:
von pro bonum:
Gut geschriebener Artikel. Richtig gut! :-)
• 17.07.2010 22:30 Uhr:
von Muttivondreikindern:
Der Artikel hat mir wirklich gut gefallen und mich in meiner Annahme bestätigt, dass das böse Erwachen für viele dieser bornierten Muttis noch kommt. Ich gebe zu, ich bin auch etwas "schadenfroh", weil ich diese unsolidarischen Muttis oft hochmütig erlebt habe und mir ins Geheim immer dachte, wart nur ab, bis du dran bist und dich die Realität besucht. Trotzdem werde ich immer solidarisch mit ihnen sein, weil ich die Solidarität als eines meiner Grundbedürfnisse empfinde. Armutsrisiko Kinder - Kinderarmut Immer mehr Kinder stammen aus Einelternfamilien und es werden in Zukunft noch mehr Kinder davon betroffen sein, da viele Paare heute nicht mehr heiraten. Ist es daher noch sinnvoll oder eher veraltet, nur 72 Monate Unterhaltsvorschuss zu gewähren, im Hinblick auf Bildung und Grundsicherung der Eineltern-Kinder? Wer hat die 72 Monate Unterhaltsvorschuss wann erarbeitet, verabschiedet und unter welchen Gesichts- und Geschichtsgründen? Es ist eine veraltete Methode, denn gerade erst nach dem 12. Lebensjahr wird der Bedarf an Einkommen durch z. B. Wachstum, Bildung, Persönlichkeitsprägung des Kindes höher. Es macht doch wenig Sinn, Unterhaltsvorschuss für längstens 72 Monate und bis zur Vollendung des 12. Lebensjahres zu gewähren. Es muss ein Umdenken und eine Änderung erwirkt werden, damit die Grundsicherung aller Kinder gegeben ist. Gerade nach den ersten 12 Lebensjahren benötigt das Kind mehr Geld. Heute sind ja zum Glück alle Kinder gleichberechtigt, da macht es wenig Sinn an überholten Methoden festzuhalten und es ist nicht mehr zeitgemäß, weil es immer mehr Kinder betrifft. Die durch den Unterhaltsvorschuss angehäuften Schulden muss doch sowieso der nicht Miterziehende Teil der Eltern tilgen und warum kann der Unterhaltsvorschuss dann nicht bis nach der Ausbildung des gemeinsam erzeugten Kindes gewährt werden? Das Kindergeld wird schließlich auch so lange gezahlt und wahrscheinlich dem Nichterziehenden Elternteil sogar noch auf der Steuerkarte bis dahin zuerkannt, einzig aus dem Grunde, weil er ein Kind zeugte. Es betrifft unter den Eineltern-Kindern und deren Alleinerziehenden-Unterhaltsvorschuss-Beziehern zu 90 % Frauen, die sich bisher scheinbar mit dem Quäntchen abgefunden haben, weil sie durch die Erziehungsarbeit völlig entkräftet, für diesen „Nebenschaukampfplatz“ keine Kraft haben. Das kann ich als alleinerziehende Mama von drei kleinen Kindern zwar gut verstehen, aber nicht akzeptieren. Bitte rede darüber, bedenke, es geht um die Zukunft
unseres Landes, denn es werden viel mehr Kinder aus Einelternfamilien herauswachsen, als manchem jetzt momentan klar sein dürfte. Meine Forderung lautet daher, dass Eineltern-Kinder bis nach dem Abschluss einer Ausbildung oder Studiums Unterhaltsvorschuss beziehen müssen. Meine These lautet: Es ist nicht mehr zeitgemäß, noch ist es sinnvoll, nur 72 Monate Unterhaltsvorschuss zu gewähren, wenn man allen Kindern die gleichen Startvoraussetzungen bieten möchte. Und vom Mögen kann wohl lt. GG nicht die Rede sein, sondern einzig und allein vom Müssen.
• 17.07.2010 22:26 Uhr:
von Hamburger:
Man hat die Frau Probleme. 800 € für eine Wohnung? Andere haben bei zwei Kindern nicht mal 800€ im gesamten Monat zur verfügung! PAH!
• 17.07.2010 22:26 Uhr:
von Kleinschmied:
Schöner Artikel - mein Mitleid mit Leuten, die ihr Leben für "verpfuscht" halten, weil sie nach dem Studium immer noch "im Discounter einkaufen müssen", hält sich jedoch in Grenzen. Im Gegenteil: Schön, dass Fehlentscheidungen (hier "Naivität" genannt) noch irgendwo bestraft werden, auch wenn die Strafe lediglich die Einschränkung auf nur "ein Glas Latte Macchiatto" im Cafe ist.
• 17.07.2010 22:26 Uhr:
von Martin Korol:
Meine Frau und ich haben drei Kinder und zwei Enkelkinder. Mir ist schleierhaft, wie jemand, Mann oder Frau, "alleinerziehend" sein kann, und das selbst schon bei einem Kind. Das kann eineR allein gar nicht schaffen! Darum gab gab es das früher nur bei reichen Leuten, bei den anderen nur aus Not, wenn der eine Ehepartner tot(-krank) war und der andere zu beiden Herkunftsfamilien keine Beziehung mehr hatte. Beide Ehepartner versprachen, damals wie heute, sich zu lieben, bis der Tod sie scheidet. Allein, heute wird jede zweite Ehe getrennt. Wenn das Geld und die Zeit nicht mehr zum gewohnten Leben in Saus und Braus reichen, soll die Gemeinschaft einspringen und helfen. Ich weiß, wovon ich rede. Ich habe immer Nein gesagt, wenn meine Frau sich mal wieder von mir scheiden lassen wollte, in 41 Jahren passierte das 1.545 mal. Nun soll ich mit meinen Steuergeldern diese jungen Frauen und Männer finanzieren, die sich kurzerhand wieder trennten, weil der andere nicht so wollte, wie frau/man das gerne hätte. Verwöhnte Bande! Geschiedene Eltern sind bequem und egoman und leben nur zu gerne auf Kosten der Gemeinschaft. Sie sind dumm, denn sie wussten, was bei einer Heirat und Trennung passiert, und, siehe auch hier wieder, voller Ausreden, wo doch Selbstkritik angesagt wäre. Doch dazu reicht das Selbstbewusstsein nicht. Das geht ja noch an. Aber das Schlimmste: Sie sind, Mann wie Frau, in der Regel die Frau noch mehr als der Mann, gemein, brutal und lieblos den Kindern gegenüber, die jetzt Schäden für ihr Leben mitbekommen, die wahrlich von schlechten Eltern sind. Nicht
ganz so schlimm wie die von Krieg, gottlob, aber mit etwas Liebe vermeidbar. "Liebe?! Äh?" Jaja. Martin Korol, Bremen
• 17.07.2010 21:48 Uhr:
von tüdelüt:
Wen in dem Bezirk jede zweite Ehe mit Kindern scheitert, unterscheidet sich doch da nicht das Geringste vom Rest der Stadt oder anderen Grossstädten. Und die Erkenntnis, dass es Personen mit längeren Familienzeiten nicht superleicht fällt auf dem Arbeitsmarkt ist auch nicht gerade neu.
• 17.07.2010 21:45 Uhr:
von ianinsane:
Da kommt sie ans Licht, eine der noch zu wenig verstandenen Lügen an die junge Generation: Das "Kapital" Bildung ist nämlich keines. Ausgebeutet werden alle, egal ob Hoch- oder Realschulabschluss. Allein ungebundene und damit unbegrenzt verfügbare Menschen können dieses "Bildungskapital" wie versprochen in monetäres umwandeln. Ein gut abgesichertes "bürgerliches" Familienleben können heute nur noch diejenigen führen, die vor Familiengründung bereits Kapitalbesitzer waren. Wer auf das leere Versprechen vom "Kapital Bildung" baut, wird meist jäh abstürzen.
• 17.07.2010 21:27 Uhr:
von maskulin :
Ich kann die Erfahrungen sehr gut nachvollziehen. Man darf es nict nur, man muss wirklich so sagen: Kinder bedeuten hierzulande so oder so den sozialen Abstieg. Ich (m, Freelancer) weiß nicht, wie ich auf Dauer meine Ex-Frau und unsere beiden Kinder weiter finanzieren soll, da sie echt keinen Job findet. Was noch an gemeinamen Verantwortungsgefühl vorhanden war, ist durch das ecklige Scheidungsverfahren samt schmierigen Anwälten endgültig zerdeppert; Kosten, die etliche Kindheitsträume vernichtet haben. ---> Ehe auf Zeit! unbedingt. Alles(!!)komplett vorher aushandeln, die Eheschliebung unternimmt ein Richter/Notar. Nach 7 Jahren ist die Ehe automatisch aufgehoben, wenn sie nicht im gegenseitigem Einverständnis verlängert wird. Wer heute heiratet hat (leider) selbst schuld. Und leider fallen genug Dumme auf die ecklige Lobby aus Juristen und Kirchen herein.
• 17.07.2010 21:25 Uhr:
von erki rautiaienen:
Ihren Kommentar hier eingeben....es geht wohl doch nicht ohne knallharten ehevertrag - damit die sich vom acker machenden väter auch ihren verbindlichen beitrag leisten ...... würden väter kinder bekommen gäbs das längst ?
• 17.07.2010 21:13 Uhr:
von Euromeyer:
Kein Mitleid. Habe mit den Anti-emanzen studiert, mir ihr sozialdarwinistisches Geschwätz und ihre Herablassung gegenüber "Leuten die zu faul zum tüchtig sein sind" angehört. Das ist halt der Preis dafür"Sex and the City" für´s wahre Leben zu halten und zu meinen, das Solidarität und Emanzipation Begriffe aus der Mülltonne der Geschichte sind.
• 17.07.2010 21:00 Uhr:
von Eda Noib:
von unten herauf sieht aus wie von oben herab, bloß umgekehrt. vielleicht mal in guten zeiten probeweise die perspektive wechseln ... und der mitwelt entsprechend begegnen.
• 17.07.2010 20:22 Uhr:
von markus:
Interessanter Artikel, allerdings sind mir einige Details nicht nachvollziehbar: - Wohnungsgröße "Sie muss jetzt 800 Euro für eine Wohnung zahlen, die für drei eigentlich zu klein ist." ... "die in die frei werdenden 100 bis 200 Quadratmeter großen Wohnungen einziehen" ... "Quadratmeterpreise von zwölf Euro" 800/12 = 66 Das würde zur zu kleinen Wohnung passen, allerdings stellt sich dann die Frage, woher die 100 - 200 qm großen Wohnungen im Artikel kommen. Zweitens lässt es die Lebensplanung von "Jana Albrecht" fragwürdig erscheinen: Offenbar hat sie sich zum Zeitpunkt der Trennung eine neue Wohnung gesucht denn zu Viert kann sie wohl kaum in einer Wohnung gelebt haben, die für drei Personen zu klein ist. Dabei hat sie offenbar schlecht kalkuliert, sonst hätte sie eine günstigere Wohnung gewählt. Auch wenn dann der Schulweg für das damals siebenjährige Kind länger geworden wäre (oder es die Schule hätte wechseln müssen). Es ist zumindest
nicht selbstverständlich, dass es die bessere Lösung ist, 800 Euro Miete zu zahlen, wenn dann nicht mehr viel übrig bleibt. - "Seit sie zwei Haushalte finanzieren müssen, sich die Mieten in Berlin aber nahezu verdoppelt haben" Die Rechtsverhältnisse in Berlin mögen eigentümlich sein, aber auch dort erscheint es mir unglaubwürdig, dass sich innerhalb eines Jahres (seit der Trennung) Mieten "fast" verdoppeln können. Meines Wissens sind in 3 Jahren maximal + 20% möglich. - "... Musikschule, Zusatzbeiträge für Krankenkassen" Krankenkassen? Plural? Warum sind die Kinder nicht bei der Mutter mitversichert? Musikschule ist auch nichts, was ich mit "sind finanziell nicht weit von Hartz IV entfernt." verbinde. Letzteres ist (anders als "verpfuschtes Leben") eine Zuschreibung der Autorin. Ich halte es für unangemessen, jemanden, der sich bewußt entscheidet 800 Euro Miete im Nobelviertel zu zahlen mit Menschen zu vergleichen, die von Sozialhilfe leben müssen. Das alles mag etwas kleinlich wirken. Mir geht es aber damit um einen fundamentalen Unterschied: Dass nach einer Trennung durch die "doppelte" Haushaltsführung der Lebensstandard der Beteiligten sinkt ist unvermeidbar und eine Binsenweisheit. Keine gesetzliche oder vertragliche oder soziale Regelung kann verhindern, dass durch die entfallenden Synergien in der Summe alle Beteiligten schlechter gestellt sind. Relevant für die öffentliche Meinungsbildung wird es nur dann, wenn entweder die entstehenden Lasten ungleich verteilt sind oder die neue Situation unzumutbare Härten erzeugt. Letzteres belegt der Artikel eindeutig nicht (siehe oben, Miete) auf ersteres geht er zu wenig ein.
• 17.07.2010 19:43 Uhr:
von Cappuccino-Schwester:
Laughing out loud!
• 17.07.2010 19:24 Uhr:
von rick:
erstaunlich, wie die klassischen rollenmodelle im bionadekiez konserviert sind. frauen verzichten zugunsten der kinder und der familie auf die karriere. und auch wenn sie gutausgebildet sind, heiraten sie gesellschaftlich nicht "nach unten" und gehen einen karriereorientierteren weg bei einer anderen aufteilung der familienarbeit. beides ist für männer relativ üblich und gesellschaftlich absolut anerkannt.
• 17.07.2010 19:14 Uhr:
von Arthurkma:
Da bei fast allen Trennungen die Frauen die treibenden Kräfte sind und sich der Gesamtfamilien-Verantwortung entziehen wollen, ließt sich dieser Artikel doch sehr
befremdlich. Natürlich verstehe ich, dass einer Frau ein selbstkritischer Blick fehlt, aber gänzlich am realen Leben vorbei denken - dazu gehört schon einiges an Realitätsverlust. Viel Spaß beim weiteren träumen.
• 17.07.2010 19:05 Uhr:
von susan:
"Albrecht muss immer noch lachen, wenn sie daran denkt, wie naiv sie war. Wie naiv sie geglaubt hat, dass ein Kind einfach ins Leben und in die Karriereplanung eingefügt werden kann. Als Puzzleteil im gelungenen Lebensentwurfs. "Dabei ist mit Kind nichts mehr wie vorher." Nach dem Studium will Albrecht endlich Vollzeit arbeiten. Sie will eine größere Wohnung und ein zweites Kind. Zielbewusst setzt sie die Pläne in die Tat um." sorry, aber das verstehe ich nicht. wenn jana a. schon nach dem ersten kind gemerkt hat, das "nichts mehr so wie vorher ist", warum dann noch ein zweites? gehört kinder kriegen oder "haben" vielleicht nicht auch zum prenzlberg-chic, so wie die 120 qm -wohnung und die neueste espresso-maschine? ein "puzzleteil" wie die autorin schreibt, das das bild vom perfekten lifestyle-bohemien-sonstwas-leben erst komplettiert. das derart fetischisierte kind "darf" letztendlich den preis für die "naivität" bzw. den narzissmus seiner eltern zahlen. jana a. meint also sie sei aufgrund ihrer "naivität" in eine "postfeministische falle getappt". ich denke, in die gerät frau, wenn sie ZU JEDER ZEIT ALLES HABEN WILL, so als sei das leben ein umsonst-discounter. machen wir uns nichts vor: ein leben mit kindern jenseits von heteronormativen rollenmustern kann kaum gelingen, wenn nur rudimentär analoge gesellschaftspolitische strukturen vorhanden sind. meine bewusste konsequenz daraus: keine kinder um jeden preis. ich will hier mal ein altmodisches feministisches postulat wiederholen: gebärstreik ist DAS mittel, um politische veränderungen in dieser hinsicht voranzutreiben. unpopulär, ist klar. es soll ja immer alles gleich und sofort möglich sein und der verzicht auf die verlängerung des eigenen egos durch reproduktion schränkt ja auch fantasien von unsterblichkeit und omnipotenz ein - wahrlich kinderwünsche oder vielmehr -träume, die da zerplatzen könnten! p.s. mich hätte mal die sicht der väter interessiert, die kommen hier ja mehr oder weniger als fiese feige drückeberger weg. vielleicht macht die taz bzw. jutta niemann da auch noch mal ne reportage drüber?
• 17.07.2010 19:04 Uhr:
von heike melba fendel:
Ihren Kommentar hier eingeben alleinerziehende sind wie robbenbabies, jedem tun sie leid. interfraktionnelles mitleid. ganz ehrlich: verheiratet sein mit einem trottel, der sich nicht eventuell nicht mal kümmert, ist um ein vielfaches schlimmer. aber kaum ist er weg, gibts mitleid. die ganze zeit, die man auf streit und unglück verwendet kann, bleibt nun, um zum beispiel geld zu verdienen. es gibt alleinerziehende mit problemen, mütter mit mann
und problemen und frauen ohne mann und ohne kinder und mit und ohne probleme. kann dieser naturschutz für die alleinerziehenden mal aufgehoben werden, das gejammer und die begleitende mediale wundenleckerei auch.
• 17.07.2010 18:56 Uhr:
von Thomas Oberhäuser:
Ähhm, wo war jetzt nochmal das Problem, das beschrieben sein wollte? Dass Menschen, die gemeinsam Leben, in der Regel mehr Geld zur Verfügung haben, Synergieeffekte in der Haushaltführung erreichen können und gebündelte Kraft eher etwas erreicht, hat sich bestimmt schon rumgesprochen. Das gilt für Paare mit oder ohne Kinder, Wohngemeinschaften, ... So what? Es sind scheinbar die bevorteilt, die es schaffen, gemeinsam zu leben! Kann man das lernen? - Das Single-Leben mit oder ohne Kinder, kann schon hart sein. Da sollte es mehr Unterstützung durch den Staat, also durch uns selbst, durch gemeinsame gesetzliche Initiativen usw. geben. Ein "Bedingungsloses Grundeinkommen" wäre für viele Alleinerziehende bestimmt eine Entlastung und große Hilfe. Arbeiten die Frauen schon in einer Grundeinkommens-Initiative mit? Eine Adresse in Berlin gibt es bestimmt.
• 17.07.2010 18:41 Uhr:
von Arbeiterkind:
Ein treffender Artikel, der meiner Wahrnehmung zur Gentrifizierung entspricht. Mitleid habe ich allerdings nur mit all den Scheidungskindern. Die kleinen "Ansgars" und "Karlottas", die mit ichbezogenen Eltern gestraft sind, denen Biokost und frühkindlicher Englischunterricht wichtiger sind, als langfristiges Verantwortungsbewusstsein. Totale Selbstverwirklichung und trotzdem Kinder? Also dann am besten ein Einzelkind, dem man beim Einkaufen im Bioladen vorlebt, wie man in blinder Egozentrik seine Lebensmittel in aller Seelenruhe NACH dem bezahlen einpackt. Liebe Bionade-Biedermeier, zieht doch einfach nach dem bösen Erwachen aus dem Gentrifizierungalbtraum in einen anderen Berliner Stadtteil. Aber bitte sprecht euch vorher bei Facebook ab, damit ihr nicht wieder alle zur selben Zeit in den gleichen Bezirk zieht. Auch eine so große Stadt wie Berlin verträgt das nämlich nicht.
• 17.07.2010 18:39 Uhr:
von denninger:
Sag' mal Julia, warum hast Du eigentlich diesen Artikel verfasst? Wolltest Du a) endlich einmal einen Text stilistisch und inhaltlich dem "Reader's Digest" der 80er entsprechend verfassen, b) Dich mal so richtig über die abservierten Mamis des pseudogrünen Bürgertums
lustig machen oder c) Deine rudimentären Kenntnisse über Ehe- und Unterhaltsrecht zur Schau stellen? Egal was Du wolltest, Du hast es erreicht.
• 17.07.2010 18:32 Uhr:
von ole:
Da kann ich nur lachen? Willkommen im realen Leben. Kommt aber bitte nicht auf die Idee, euch nun in Friedrichshain breit zu machen. In Brandenburg ist es ja auch schön :-)
• 17.07.2010 17:41 Uhr:
von Greenerday:
Scheidungen sind schlimm, besonders für (kleine) Kinder. Und Alleinerziehende Mütter haben es schwer. Das ist aber nicht nur am Prenzlauer Berg so. Wundert mich, das gerade diese gut ausgebildeten Frauen keinen Ehevertrag mit ihrem Partner abgeschlossen haben.
• 17.07.2010 17:23 Uhr:
von helene:
Das sind ja ganz neue Töne! Allerdings ist das Ganze wirklich nicht so neu wie's scheint -geändert hat sich eigentlich nur die juristische Seite zum Nachteil der Frauen, 'neue Väter' sind eben wie gehabt - alles andere ist Show. Nun rächt sich, dass die Emanzipation nur auf der weiblichen Seite stattgefunden hat. Ich kenne keinen Mann, der freiwillig auf sein ausgefülltes Berufsleben verzichtet -auch nicht für ein bisschen Elternzeit und wenn, wird er oft schief angeguckt. Bei dem Druck, unter dem gut ausgebildete Frauen hier stehen, ist es kein Wunder, dass Kinder oft nicht als Bereicherung des Lebens gesehen werden, was sie aber ohne wenn und aber sind. - Ich habe meinen Sohn ebenfalls allein großgezogen, habe lange berufliche Abstriche machen müssen - und doch sitze ich im eigenen, selbst erarbeiteten Haus und habe auch einen Apfelbaum gepflanzt. Jammern hilft nicht, schon gar nicht ein krampfhaftes Festhalten an alten Lebensweisen. Wie wär's mit dem Arbeiten an wirklichen gesellschaftlichen und individuellen Veränderungen? Und wenn es Frau zu viel wird: in Skandinavien gehen oft die Frauen und die Kinder bleiben beim Vater. Vielleicht könnten bei so einem Modell einige Männer beweisen, dass sie doch 'neue Väter' sind!? Der Emanzipation auf beiden Seiten wäre jedenfalls gedient.
• 17.07.2010 17:13 Uhr:
von koffeinhaltigOhneSoja:
Das Schicksal dieser dazugezogenen Trinker von entkoffeiniertem Kaffee auf Sojabasis und besitzer von schicken 1000 Euro teuren Kinderwagen die ihren Kindern Namen von Musikkünstlern wie "Mia" geben und sie auf Musikschulen schicken
damit aus ihnen Rockstars werden... ist sowas von unwichtig, da gibt es Menschen die haben größere Sorgen. Prenzlberger halten sich eh für die Elite Deutschlands dabei sind das blos abziehbilder von einer Scheinwelt wie H&M GNTM und der andere Medienblödsinn die opportunistisch ist. Die meisten von diesen Spinnern kommen aus reichen Familien z.B. aus Stuttgart und glauben sie müssten den anderen ihren Reichtum und ihre schickimicki scheiße ständig unter die Nase reiben zu müssen. Dumme Menschen. Ein Witz, langweiliger Artikel.
• 17.07.2010 16:57 Uhr:
von Maria:
geschieden, alleinerziehend, Hartz 4? Ist das nicht die Sorte Menschheit, die normalerweise von RTL am Nasenring vorgeführt wird? Von der ein gewisser Sarazzin behauptet, sie solle gesund geschrumpft werden? Achso! Es handelt sich um die Gebildeten! Keine Sorge: Mutti Leyen hat da ne tolle Idee: Ihr dürft dann gerne ein bißchen 1-Euro-jobben gehn als Ehrenamtlerinnen. (Man sieht bloß nicht wirklich ein, warum Mutti Leyen nicht einfach anständige Gehälter für die Arbeit auswerfen will). Mütter, vereinigt Euch! Organisiert Euch, wehrt Euch! Tut es für Eure Kinder!
• 17.07.2010 16:55 Uhr:
von frage:
wieso hat ein Mann Anspruch auf Unterhalt, wenn Frauen in der gleichen Situation ab einem Kindesalter von 3 Jahren auf einen Unterhaltsanspruch - für sich - verzichten müssen? Oder zieht der die Kinder groß? Dann wäre es ja "normal". Falls nicht, müßte er ja zumindest finanziell für die Kinder mitsorgen.
• 17.07.2010 16:41 Uhr:
von Maria:
Ja, so schauts aus. Die Männer wollen alles: Eine Frau, die zu Hause ist und Kinder und Haushalt schmeisst, im Falle einer Trennung aber bitte wieder arbeitet, damit sie keinen Unterhalt zahlen müssen. Die erreichte Emanzipation ist ein Trugschluss, die Männer sind noch genauso egoistisch wie früher! Kinder ja, aber bitte keine finanzielle oder emotionale Verantwortung...
• 17.07.2010 16:39 Uhr:
von barré:
Danke für diesen aufschlussreichen Artikel. Zu wenig wurde bisher thematisiert, wie die Lebenswirklichkeiten auch in einem emotional und medial so aufgeladenen Bezirk wir Prenzlauer Berg sich Geltung verschaffen, sobald das Idyll der Zweierbeziehung zusammenbricht. Schade nur, dass die Reaktionen der beiden erwähnten Frauen eher in Resignation
übergeht. Es hat ja doch den Anschein als gibt man sich (immer wieder) fälschlicherweise selbst die Schuld für die Dinge auf jeden Fall objektive Gründe haben. Hierzu zählt ja nur das erwähnte staatliche Unterhaltsrecht, eigentlich viel eher grundlegend die Verrechtlichung von Liebe und Partnerschaft generell, sodann die die Wahrnehmung und Beurteilung durch die Partner. Zu diesem Thema gibt es mittlerweile auch einige wissenschaftliche Untersuchungen, die sich aus Sicht der Frauen- und Geschlechterforschung mit dem Stigma von Frauen auseinandersetzt, die bspw. die Mutterrolle klar für sich ablehnen (z.b. E. Badentier: Der Konflikt. Die Frauen und die Mütter, München, 2010; L. Correl: Anrufungen zur Mutterschaft, Münster, 2010), aber auch grundlegende Fragen wie das Verhältnis von "Elterngeld" und Biopolitik thematisieren: als instutionalisierte Ungleichbehandlung und Ökonomisierung von zwischenmenschlichen Beziehungen. Interessant ist auch die Aussage der Rechtsanwältin Winterfeldt, die hier von post-feministischer Illusion spricht. Leider wendet sie das wiederum in eine negative Absolutierung ("Ich ziehe mit keinem Mann mehr zusammen!"). Hoffentlich folgt aus der Prekarisierung eine Bereitschaft, sich gegen diese Stigmata zu widersetzen und auch die Einsicht, dass der Feminismus eben doch eine wichtige und immer wieder zu artikulierende politische Bewegung ist. Das gilt auch für Männer, die das immer als "Nebenwidersprüche" abtaten.
• 17.07.2010 16:24 Uhr:
von Weißenseer:
Tja, das entspricht sehr gut meiner Beobachtung. Sehr guter Artikel. Aber Frauen lassen sich eben sehr leicht von solchen Typen blenden, weil die eben eine „Harmonie“ erzeugen. Wenn die allerdings nicht mehr zu halten ist, sind sie weg. Insofern sind die Frauen da auch ihren Gefühlen auf den Leim gegangen. Kleiner Tipp am Rande: Raucherinnen haben bei echten „Pappi-Männern“ in der Regel keine Chance, selbst wenn die Raucher sind. Drogensucht wird eben bei Frauen viel schlimmer bewertet, als bei Männern. Im Großen und Ganzen haben sie ja noch Glück, Umzug ist eine Option, bei einem Eigenheim ist das nicht so leicht. Außerdem genießen sie die Vorteile der DDR-Infrastruktur. Wenn ich die Geschichten meiner westdeutschen Verwandtschaft höre... Allerdings verstehe ich jetzt die guten Wahlergebnisse der Linkspartei im PrenzlBerg, welche mich schon lange sehr gewundert haben. Wegen solcher Artikel werde ich mir wohl ein Abo zulegen, wenn mein E-Booklesegerät da ist. Weiter so
• 17.07.2010 16:23 Uhr:
von fossie:
Klasse Artikel! total realistisch, dabei sensibel, objektiv und unpolemisch! Selten solch einen einfühlsamen Artikel zu solch einem alltäglichen, viele betreffenden Thema gelesen!
• 17.07.2010 15:48 Uhr:
von August West:
Läuft mir glatt wie ein doppelter Martini herunter, der Bericht. Hat sich die Dunkelblonde mit no-future-Studium an den Karrieremann gehängt und ihm zwei Kinder geschenkt. Was für ein Stress für sie, auch noch die Putzfrau managen zu müssen. Da wird ja glatt der Latte schal. Und jetzt sind natürlich die Männer Schweine und die Regierung kinderfeindlich...
• 17.07.2010 14:56 Uhr:
von E.O.Bucher:
Da reime ich frei nach Herbert Bonnewitz: "Des hätt mä friher... wisse... misse!" Selber schuld! Kein Mitleid. Hoffe der Nachwuchs machts besser und verhält sich wie intelligente Menschen und nicht wie im Fortpflanzungswahn gefangene Einzeller! M.f.G.!
• 17.07.2010 14:53 Uhr:
von cat:
Uijuijuij - was für ein Artikel! Fast zu schade fürs Sommerloch... Er trifft bei mir ins Schwarze, die genannten Frauen sind ebenso wie ich (drei Kinder, der Vater bekommt im Prenzlauer Berg gerade sein viertes...)im Postfeminismus angekommen. Die hier beschriebenen Trennungen, ich nenne sie mal pauschal "Überforderungstrennungen" (unter dem Druck leidend, hip, chic, finanziell selbständig, attraktiver Partner und guter Elternteil zu sein) sind - egal ob Ehevertrag oder nicht - wirtschaftlich absolut unsinnig. Die "Selbstverwirklichung" der Eltern ist ohnehin bei den sich überall auftuenden Baustellen schnell passé, das schöne Gefühl der "Freiheit" währt nur kurz... Nein, das letzte Wort im Postfeminismus ist noch nicht gesprochen, Frauen brauchen männliche Geborgenheit, um Kinder zu bekommen und in ihrer Weiblichkleit zu leuchten. Und auch das fehlt wiederum den Männern - erfüllte Weiblichkeit: denn die bekommen sie in den neuen Ego-gesteuerten Beziehungen auch nicht. Und eine verlässliche Wirtschaftseinheit zu bilden - ist das wirklich so spießig? Dass meist die harten Businessfrauen, unabhängig und meist ihre Männer leicht unterdrückend, es schaffen, die Beziehungen zu halten, ist für mich kein Vorbild, weibliche Intuition ist mehr denn je gefordert.
Lösung? - für mich bisher nicht in Sicht - ich bin sehr gespannt, was die Kindergeneration aus diesem heillosen Patchwork machen wird.
• 17.07.2010 14:42 Uhr:
von Arthurkma:
Da sollten sich die jungen Damen nicht so schnell aus der Partnerschaft verabschieden. Wenn man Kinder haben will, muss man auch das eigene Ego mal nach hinten stellen. Ist natürlich mit einer chronischen Unzufriedenheit unvereinbar.
• 17.07.2010 14:40 Uhr:
von Tatjana R.:
Waow, können wir Frauen, die wir alle im gleichen Loch hängen, uns nicht endlich zusammenschließen?? Toller Artikel. Bin in der gleichen Situation und schäme mich unendlich vor meiner Tochter, in diese Falle getappt zu sein. - Aber wieso funktioniert das "Dannach" eigentlich bei den Männern so gut? Vermutlich sind die Lücken in der Vita doch so häufig da, dass es gar nicht so schrecklich sein dürfte - eben normal für eine Mutter (oder einen Vater, aber viel viel seltener), die ihre Kinder nicht vernachlässigt in die Welt schicken will. Wieso lassen wir uns diese neue Ausgrenzung auf so hohem Niveau eigentlich gefallen?? Es werden wieder weniger Kinder geboren werden, sobald die im Artikel genannten Tatsachen der ja noch relativ neuen gesetzlichen Regelung bekannter werden. Mein Mann hat für ewig ausgesorgt mit einem phantastischen, unkündbaren, sehr hoch dotierten Job, der ihm ohne weiteres die Zeit lässt, heute die Hälfte der Zeit mit unserer Tochter zu verbringen. Er sorgt im Moment freiwillig finanziell für mich, bis ich "endlich" mein Leben in den Griff bekomme. Denn das Gesetz spricht die Ehepartner, die ihrer Karriere nachgegangen sind, während die oder der Andere zuhause blieb, frei von der finanziellen Nachsorge des Ehe - und Familienlebens. Sobald also unser Schritt offiziell wird (= Scheidung), finde auch ich mich im Disaster wieder. Trotz Studium etc. Unfair, das die Ehepartner (meist die Männer) sich so leicht entziehen dürfen, wirklich unfair! Die Hoffnung kann nur sein, dass wir den Arbeitsmarkt herausfordern, diese neue gesellschaftliche Entwicklung aufzunehmen und neue Randbedingungen zu akzeptieren: Das Heer von super ausgebildeten Frauen, die sich in vollem intelligenten Bewußtsein und mit allen Sinnen für die intensive Erziehung ihrer Kinder entschieden haben - trotz Studium und Vita-Verlusten!! Danke für den Artikel!! Tatjana R.
• 17.07.2010 14:35 Uhr:
von Pu der Bär:
Ooh, das aaarme Bildungsbürgertum.
• 17.07.2010 14:23 Uhr:
von Prenzlberger:
Viele PrenzlBerger haben im Kiez viel Jahre gegen die steigenden Mieten gekämpft, die solche "Musterfamilien" mit einem Lächeln im Gesicht gezahlt haben. Für die 100.000 BewohnerInnen weichen mussten! Wir wurden ausgelacht und angemacht und nicht verstanden. Heute zahlt Ihr die Suppe, die Ihr Euch und uns eingebrockt habt! Ihr habt die Gier der Eigentümer mit Eurer Gier nach Wohnen im Prenzlauer Berg gezahlt! Ihr habt jede Miete akzeptiert ohne mal an die Zukunft zu denken. Ich habe kein Mitleid, nicht mal für einen Pfennig! Ihr wart gewarnt und habt nicht hören wollen!
• 17.07.2010 14:22 Uhr:
von Angelika:
interessant
• 17.07.2010 14:12 Uhr:
von anne bloch:
Alles nicht der Rede wert, wenn man nach wie vor genug hat.
• 17.07.2010 14:04 Uhr:
von Sebastian Thürrschmidt:
Das ist ja mal ein feiner Artikel, zumal er den sonst in sozialen Vor-Ort-Reportagen üblichen schniefigen Betroffenheitston à la "Die Zeit" erfolgreich meidet. Mit Neuköllner Hartz-IV-Opfern habe ich, ehrlich gesagt, mehr Mitgefühl als mit Prenzlberger Solomuttis der hier porträtierten Art. Doch bei ihnen tritt besonders kraß zutage, was man heute überall in diesem Land beobachten kann: ein zunehmendes Auseinanderklaffen von Sein und Bewußtsein. Ersteres geprägt von einer Politik, die noch tief im letzten Jahrhundert verwurzelt ist, letzteres bei allen Versuchen, sich hiervon zu befreien und zu neuen Ufern aufzubrechen, jäh auf den harten Boden übler Zustände zurückgeholt. Hier die schöne Traumwelt der coolen Kreativen, dort die triste Wirklichkeit, die im Grunde immer noch der Familien- und Sozialpolitik, der Frauenrolle und dem Menschenbild der Adenauerzeit anhängt. Um es ganz deutlich zu sagen: Frauen wie die hier vorgestellten scheitern nicht an Latte macchiato, Bionade und iPhones, sondern an den Betonköpfen, die uns alle beherrschen. Diese gilt es zu bekämpfen (wobei es diesem Kampf sicherlich förderlich ist, wenn man sich nicht mit teuren Edelkonsum zudrönt).
• 17.07.2010 14:02 Uhr:
von Ein Vater:
Das Wehklagen der vom neoliberalen Schein der Wirklichkeit enttäuschten Bionaden Bourgoise. Willkommen im Club. Solidarität entsteht nunmal nicht, wenn man vor lauter gentrifizerendem Gehabe und dem Nachhecheln falscher grünkapitalischer Träume, vergisst worum es in Gemeinschaft halt so geht. Und bevor jetzt alle Aufschreien. Vielen Vätern geht es auch nicht besser (der Teil des obigen Emo-Artikels ist wirklich unter aller Sau) bit.ly/dgucWV "Der entsorgte Vater" (ist zwar ein FAZ-Artikel, aber trotzdem lesenswert)
• 17.07.2010 13:42 Uhr:
von Ein Unterhaltspflichtiger:
Ihren Luxus und andere Annehmlichkeiten sollten die Alleinerziehenden vielleicht selbst erarbeiten. Warum eigentlich nicht? Ich lese jeden Tag, dass Frauen in allem besser sind als die Männer. Vielleicht sollte auch mal Schluss sein mit einer Querfinanzierung für die AE. Jeder darf und soll nach seiner Leistungsfähigkeit leben. Es wird immer arm und reich, dumm und schlau, fleißig und faul geben. Die AE sind keine geschützte oder verfolgte Rasse mit Sonderstatus. Lasst sie uns behandeln wie die unterhaltspflichtigen Männer, die jeden Job und Nebenjob annehmen müssen, Überstunden machen ... Ich zahle keinen Unterhalt, damit ich meine Ex motiviere, dass sie sich um Arbeit kümmert. Aber HartzIV ist immer noch hoch genug und sie liegt lieber auf dem Sofa.
• 17.07.2010 13:38 Uhr:
von volker:
Klasse Artikel! Sensibel, einfühlsam, objektiv und unpolemisch, realistisch! "mittendrin" im Geschehen! Selten solch einen lebendigen, zum Greifen nahen Artikel zu diesem scheinbar alltäglichen Thema gelesen!
• 17.07.2010 13:29 Uhr:
von Eric Untermann:
Ofper, Opfer, Opfer. Oper, weil sie nur Unterhalt erhalten und gleichzeitig Opfer, weil eine davon, eine Anwältin (!), Unterhalt zahlen soll, dies aber noch gar nicht tut. Opfer, weil sie sich die Putzfrau nicht mehr leisten können, "Reisen, Shoppen, Kino
und Theater, Putzfrau, Auto und Essen gehen". Opfer, weil man ihnen für ihr Germanistikstudium nicht hochbezahlte Jobs vor die Füsse legt. Opfer, weil die Mieten im Luxuswohnviertel der grössten Stadt Deutschlands so hoch sind. Opfer des Unterhaltsrechts. Von den Väter, die angesichts dieses Unterhaltsrechts finanziell regelrecht totgeprügelt werden: Keine Rede. Auch nicht davon, was tausende Väter vergeblich versuchen: Den armenarmen Müttern die schwere Last "Kind" abzunehmen und es selbst zu betreuen. Da ist dann endgültig Schluss, offenbar hat der Alleinerziehendenstatus noch so viel Attraktivität, dass man per Gericht dafür sorgt, ihn zu behalten.
• 17.07.2010 13:11 Uhr:
von adoli:
Man muß doch auch mal ehrlich sein... Ich kenne keine Frau, die sich gegen diese "alte" Geschlechterrolle wirklich wehrt. Es ist nämlich ganz schön, für Kinder zuhause bleiben zu KÖNNEN, weil der Ehemann "die Füße nicht stillhalten" kann. Was ich in meinem studierten quasi Prenzlberg-Umfeld auch gerne von Frauen höre, ist dass der Mann schon finanziell etwas leisten muß, um überhaupt mit Ende 20 attraktiv zu sein. Denn die wenigsten Frauen wollen Ernährer spielen, für das Auskommen der Familie sorgen, während der Mann zuhause bleibt und seinen Interessen mit einem 800€-Job frönt. Sei es, weil man selbst lieber zuhause bliebe oder weil man doch gerne einen Mann hat, der etwas bewegt, erfolgreich ist und folglich den Luxus mit Markteinkäufen, Latte und zuhause bleiben bezahlen kann. All diese Frauen hättten zu 100% keinen arbeitslosen, also weniger erfolgreichen, Mann geheiratet, der im Gegenzug aber genug Zeit für die Kinder gehabt hätte. Glaube es sind einige nicht wirklich ehrlich zu sich selbst, denn solange genug Geld da ist, begeben sich die meisten Frauen nur zu gerne in dieses schlimme alte Rollenbild. Gruß
• 17.07.2010 13:11 Uhr:
von tim:
Leider sinde die hier beschriebenen Frauen nicht nur in die Falle der alten Rollenverteilung gerutscht sondern auch in die alter Clichés, nach der Männer verantwortungslos sind und "abhauen wenn die Kinder kompliziert werden." Ich kenne keine Studien dazu, aber in meinem persönlichen Bekanntenkreis (nicht in Berlin, aber soziologisch durchaus ähnlich), sind zwar in der Tat viele Beziehungen an einem "zwanghaften Drang zur Selbstverwirklichung" zerbrochen, aber nicht unbedingt der der Männer. Ich kenne viele Frauen, die nach ein paar Jahren anstrengender Kindererziehung 'noch einmal richtig Leben' wollten, denn auch für sie ist anscheinend "Liebe und Beziehung unverbindlich". Das ist aber ein
gesammtgesellschaftliches Problem, kein geschlechtspezifisches, da fand ich diesen Artikel doch etwas zu einseitig.
• 17.07.2010 13:04 Uhr:
von broxx:
Och, wie süß! Herzlich Willkommen in der Wirklichkeit. ... Immer nur "haben wollen", aber nicht gerne geben.Egoistische Fleischware... Mir tun die Kinder dieser Selbstverwirklichungs/Therapiebezogenen Leutchen echt leid.
• 17.07.2010 13:01 Uhr:
von Holger:
Die armen Macchiato-Mütter... Erst ganz toll und engagiert studieren, Unabhängigkeit ausstrahlen, und dann plötzlich jahrelang zuhause Kinder hüten... Die grosse Enttäuschung über das eigene Versagen ist bestimmt sehr schmerzhaft. Aber zum Glück kann man das mit einer gehörigen Portion Selbstbewusstsein wegschieben.
• 17.07.2010 12:55 Uhr:
von Kuchenmanufaktur:
>Also bleibt sie und verzichtet auf das, was ihr jahrelang selbstverständlich erschien: Reisen, Shoppen, Kino und Theater, Putzfrau, Auto und Essen gehen, "die schönen Dinge eben".< tja... Willkommen im Leben, Jana!
• 17.07.2010 12:28 Uhr:
von nixx:
Es hat mich nicht überrascht, dass der Sohn "Leon" genannt wird.
• 17.07.2010 12:15 Uhr:
von udid:
Dieses Alleinerziehendenelend habe ich in den 80ern durch, wie alle meine Freundinnen. Beruflich habe ich mich von meiner Naivität nie erholt und darüberhinaus erwartet mich die Altersarmut. Ich bin also aus der Müttergeneration und - ja, wir konnten unsere Ansprüche
gerichtlich geltend machen - und - nein, es hat uns nichts genutzt, wir sind dennoch verarmt. Was wir nie wissen und glauben wollten, war, dass ein Patriarchat ein System ist, dass Männer sich um ihre Bedürfnisse und ihre Bequemlichkeit herum gestaltet haben. Und dass wir einfach mal diejenigen sind, die dieses System auf unsere und auf Kosten unserer Kinder am Laufen halten. Aber dieser Verrat, dieser immer wiederkehrende und durch nichts zu verhindernde Verrat des Vaters der Kinder, der brennt in der Kehle und hinter den Augen und schmerzt.
• 17.07.2010 12:09 Uhr:
von Peter W.:
Hier wird wieder Stimmung gegen Kinder gemacht. Denken sie mal daran dass extrem Rechte und vorallem Neonazis mehr Kinder bekommen als der Durchschnitt, hängt wohl mit ihrem Rassenerhaltungsscheiß zusammen... Wäre also nicht schlecht wenn ihr dem Rest ein bisschen Mut zum Kinderkriegen machen könntet, ohne Kinder sterben unsere Ideale mit uns.
• 17.07.2010 11:56 Uhr:
von Go East:
Mein Gott, die harten Lebenslagen der deutschen Frauen. Das Problem liegt genau darin: Ich will, ich will, ich will. Letztlich klappt es eben nicht, diese ganzen Ansprüche deutscher Akademikerinnen unter einen Hut zu bringen: Kind, Karriere, angesagtes Wohnviertel, kurze Wege zum Arbeitsplatz, ein toller Mann (reich, attraktiv, treu, verständnisvoll und Beschützer), Plaudern im Cafe. Die Bezeichnung Öko-Chic trifft es genau: Bio, Macciato - ich kann es nicht mehr hören. Schicki-Micki auf grünlinks. Tja: Diese Leute sind im zugeschwabten Prenzlberg in die Luxus-Falle gelaufen. Ein Hoch auf die Globalisierung und den Zustrom von Frauen aus dem Osten: Tough, gebildet, feminin, bescheiden. In Russland und Polen halten Partnerschaften seltsamerweise - obowohl das Leben zehnmal härter ist, als bei den verwöhnten Deutschen. Ein
• 17.07.2010 11:51 Uhr:
von Na und?:
Der Prenzlauer Berg ist das Abbild der besserverdienenden linken/linksalternativen Gesellschaft. Als Individualität getarnter Egoismus auch in der Geziehung gehört dazu. Joschka Fischer, Gerhard Schröder und Oskar Lafontaine haben schließlich auch alle paar Jahre einer Jüngeren imponiert und einen Bund fürs Leben versprochen. Ich glaube nicht, daß es Zufall ist. Sie hätten gut in den Kollwitzkiez gepasst. Mit den grünen poweremanzipierten Soja-Machiatto-Müttern habe ich wenig Mitleid, da sie genau in der Gesellschaft leben die sie politisch wählen, und jede Alternative die sich abseits von Gender-Mainstreaming bewegt und ein auf die Besonderheiten von Frauen und Müttern zugeschnittenes Arbeitsleben zumindest vor ihrer Trennung als ein ewiggestriges rechtes Nazi-Kinderproduzier-Programm diffamiert hätten.
• 17.07.2010 11:46 Uhr:
von Peterchen:
Menschen sind ja auch nicht dazu gedacht Kinder ganz allein auf sich gestellt groß zu ziehen. Eigentlich sollte eine Familie sowohl Eltern als auch Kinder unterstützen. Dass kann, muss aber keine Familie nach dem Motto Vater, Mutter, Kind sein, dass kann auch eine Großfamilie sein wo der Vater gar nicht mit der Mutter ehelich gebunden wird und sich Großeltern, Tanten und Onkels, Cousins und Geschwister mit um den Nachwuchs kümmern. Viele andere Modelle sind auch noch denkbar, da könnten sich auch die verlassenen Macchiato-Mütter zu einer Wohn- und Erziehungsgemeinschaft zusammenschließen. Aber die Vorstellung eine Frau oder ein Mann könne (oder schlimmer noch sollte) als Einzelkämpfer Kinder materiell versorgen und erziehen, ist einfach nicht artgerecht. Würde ein Zoo eine Affenmutter mit ihren Kindern von der Affensippe getrennt halten, gäbe es eine fürchterliche Empörung darüber - aber an Menschen wird gnadenlos der Anspruch gestellt wider ihrer Natur allein zurecht zu kommen und das wird dann auch noch als modern und fortschrittlich gefeiert - nur dass die Menschen dabei in der Regel materiell, moralisch, geistig, körperlich zugrunde gehen wird übersehen.
• 17.07.2010 11:45 Uhr:
von cyctologie:
vllt. sollten die frauen einsehen das man nicht alles gleichzeitig haben kann. wir waren schon mal weiter. damals wusste man, dass es einfacher ist zu zweit unglücklich zu sein statt allein. früher war die versorgung der frauen nach der scheidung üppig. also ließen sie sich gerne scheiden. die kinder, die wohnung und das geld durften sie behalten. nur den blöden alten waren sie los. die männer mussten alles zahlen aber die kinder durften sie nichtmal sehen. da empfanden sie sich eingeschränkt und haben den staat zu betreungsplätzen verpflichtet. jetzt wo es die gibt passt es ihnen nicht, dass der staat sie per unterhaltsrecht zur arbeit zwingt (wie er das jahrzehntelang mit männern gemacht hat und die frauen fanden es super). erst das gesellschaftsmodell ruinieren und sich dann aufregen das man als trümmerfrau arbeiten muss....typisch "weiber"? ABSOLUT!!!
• 17.07.2010 11:44 Uhr:
von Scheidungskind:
Leider ist vor lauter Sozialabstiegsgeheule der Damen und die Trauer keinen Spaß mehr zu haben und nicht mehr ausgehen zu können und jetzt mal auf Geld achten zu müssen nirgends etwas von Ihrer Sorge über Auswirkungen Ihres Lebensstils auf Ihre Kinder zu lesen. "als sie feststellte dass sie schwanger war" "der noch schnell ihr ehemann wurde" wie hat man sich das vorzustellen.. "oh hoppla.. pille vergessen na sowas ... na dann wird mal schnell geheiratet.. hihi" Sie lebt ja völlig an der Realität vorbei. Eine solche Geschichte bei Schwangerschaft mit 16.. ok. Aber die Dame ist ja laut Artikel wenigstens mitte Zwanzig gewesen. Huiui gut behütet, nie gescheitert mit ich kann alles Einstellung voll in den Mist geritten. Da können einem nur die Kinder leid tun. Ich würde mir wünschen das Jugendamt würde auch bei offensichtlichen völligen Realitätsverlust der Eltern früh einschreiten.

 

 

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