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Samstag, 23. September 2017
Fotogalerie
analoge Photographie - die hohe Kunst Drucken E-Mail
Written by Administrator   
04. Juni 2007

Passion Fotokamera


In vielen Ecken von Friedrichshain, Prenzlauer Berg und Kreuzberg geben die Berliner ihren Lebensräumen ein Gesicht und hinterlassen ihre persönliche Note dort, wo sie gewohnt haben oder noch immer wohnen.
Individuell gestylte Balkone und Fenster, zum Teil von den Bewohnern selbst bemalte und verschönerte Wände bieten mir weitaus lebendigere Motive als makellos renovierte, weiß gestrichene Häuser mit Plastikfenstern bzw. praktische, immer gleich aussehende Wohneinheiten für den arbeitenden Steuerzahler. Selbst bei der 10ten Fahrradfahrt durch die gleiche Straße gibt es noch immer etwas zu entdecken.
Auch die Hauseingänge sind bemalt oder - wie erst kürzlich gesehen - mit Postern und Asterix-Comics tapeziert. So werden auch lange Auf- und Abstiege aus dem 5ten Stock interessant, und am Ende ist man bestens informiert, welches Konzert oder welche Demo wann und wo stattgefunden und welche Abenteuer Asterix erlebt hat. Durch die Renovierungen und die damit verbundenen Mieterhöhungen wird die Stadt steriler, soziale und alternative Treffpunkte und Einrichtungen verschwinden, jeder freie Fleck Erde in dieser Stadt wird zugebaut.
Berlin droht sein buntes Gesicht mit all diesen Besonderheiten zu verlieren.
Augenblicke und Eindrücke der Szenestadt, festgehalten mit einer schönen, alten, analogen Spiegelreflexkamera von Pentax. Stimmungsvolle Schwarzweiß-Fotografien erzählen vom speziellen Flair Berlins.
Die Filme mit den Negativen sowie die Fotos sind alle von Hand im Labor entwickelt. Die Passepartouts sind säurefrei und selbst geschnitten. Die Haltbarkeit und Farbechtheit eines solchen Fotos beträgt ca.100 Jahre, bei guter Lagerung weitaus mehr.
Ich verwende ausschließlich Barytpapier. Den Unterschied zwischen Barytpapier und PE-Papier kann man am besten erklären, indem man eine CD und eine Schallplatte miteinander vergleicht. Es sind beides Tonträger - und doch hat die Schallplatte etwas Besonderes und Edles.
Ein Originalbild, durch Arbeiten wie Nachbelichten, Abwedeln und Tonung veredelt, ist so zu einem kaum noch exakt reproduzierbaren Unikat geworden. Es hat das gewisse Etwas … genauso wie Berlin.

Zuletzt aktualisiert: 29. Juni 2011
 

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