YOOtheme
Samstag, 23. September 2017
Wasserschlacht 2008
Berlin - Oberbaumbrücke - Wasserschlacht 2008, Friedrichshain gegen Kreuzberg Drucken E-Mail
Leben in Berlin
Written by Administrator   

 

Wasserschlacht auf der Oberbaumbrücke 2008

Friedrichshain gegen Kreuzberg

 

 

{youtube}er-tGlgVCkE{/youtube}

 

 

Die wohl ungewöhnlichste Demonstration an der ehemaligen Ost-West-Grenze Berlins.

 

Achtung! In dem Gebiet um die Oberbaumbrücke herum wird es dreckig. Alles was nicht dreckig werden soll, bitten wir fernzuhalten.

Wir befinden uns im Jahre 2008 n. Chr. Ganz Berlin ist von hippen Grafikdesignern, Jungakademiker-Familien und Spießern besetzt... Ganz Berlin? Nein! Ein von unbeugsamen Prekarier_innen und Arbeitslosen bevölkerter Stadtteil hört nicht auf der Gentrifizierung Widerstand zu leisten.

Friedrichshain und Prenzlauer Berg sind bereits yuppisiert, Kreuzberg ist auf dem besten Weg dorthin. Die Latte-Macchiato-schlürfenden Designerinnen, die gerade auf die Schlesische Straße gezogen sind, schielen nun nach Nordneukölln, weil sie dort ihre kleinen trendigen Boutiquen eröffnen wollen. Auf der Weserstraße wurden bereits vereinzelt brunchende Werbetexter gesichtet, die an ihrem Prosecco nippten.

Liegt die Gentrifizierung schon auf der Lauer und wartet nur darauf die Arbeitslosen in ihrer sozialen Hängematte zu überraschen? Galt Neukölln bisher nicht als unzähmbarer Problembezirk, als nicht kolonisierbare Wildnis im Großstadtdschungel?

JA! Und so soll es auch bleiben! Um dieser Bedrohung entgegen zu wirken, holen wir zum Präventivschlag aus! Bewaffnet mit Wasserbomben-To-Go und Bio-Müll schlagen wir sie mit ihren eigenen Waffen. Am 20. Juli werden wir mit unseren 1-Euro-Milizen an der Ohlauer Brücke die Grenze überschreiten, um bis zum Schlesischen Tor, dem Hort der unerträglichen Hippness vorzudringen.

Kreuzberg 2008, harte Zeiten liegen hinter uns. Jahre der Schwäche und Niederlagen, doch wie schon so oft in der Geschichte ist das Blatt im begriff sich zu wenden.Denn dieses Jahr findet die sagenumwobene Wasserschlacht zwischen Kreuzberg und Friedrichshain wieder statt!Nach Jahren der Niederlage schwächelt der Gegner, die feigen Friedrichshainer der WAF (wasser armee friedrichshain), haben es die letzten zwei Jahre wegen ihres Mitgliederschwund und gewisser interner Probleme nicht mehr hinbekommen die Schlacht anzumelden. Nur Aufgrund der Intervention in Form von Drohungen und Hausbesuchen des Freien Kreuzberger Heimatschutzes (FKH) gelang es ihrem überaltetem Senioren Anführer Hauke Stiewe die Schlacht dieses Jahr wieder anzumelden. Doch auch wenn Friedrichshain (Ostkreuzberg) die letzten Jahre durch Hinterhältige Täuschungsmanöver gewonnen hat sieht jetzt drei Jahre nach der letzten Schlacht die Lage anders aus. Friedrichshain hat sich mehr und mehr gewandelt, die Entwicklung der steigenden Mietpreise und die Allgemeine Aufwertung des Kiez hat zur Verdrängung der einstigen Bewohner geführt. Früher konnten sie noch auf Horden von Punkern und Arbeitslosen zählen, doch der größte Teil ist weggezogen, übergelaufen oder schlicht “ergreist” sprich Kampfunfähig. Schon bei der letzten Schlacht bewies Kreuzberg eindeutig Mut und Stärke was auch zu dem ersten 1:0 führte, allein durch die eiligst in der Halbzeit herbeigerufenen Touristen und Zuspätkommern konnte Friedrichshain im letzten Moment diese Schlacht noch für sich behaupten. Aber dieses Jahr wird Geschichte geschrieben. Der Westen im Osten endgültig ankommen. Denn wenn es heißt das von Friedrichshain lernen ,siegen lernen heißt. Wird es dieses Jahr lauten, Von Kreuzberg lernen heißt Rächen lernen! KreuzbergerInnen! Kommt werdet Teil der Geschichte! Am 27. Juli 08, 12:00 Oberbaumbrücke

NIE WIEDER FRIEDLICH SEIN!

NIE WIEDER FRIEDRICHSHAIN!

 

Kampfverbände:

Auf Friedrichshainer Seite tragen die Kampfverbände der linken Spaßguerilla Namen wie „Wasser-Armee-Friedrichshain (WAF)“, „Total Krasse Kreuzberg-Gegner (TKKG)“, „Friedrichshainer Feministische Frauen-Front (FFFF)“ oder „Anarcho-Zynistische-Offensive-Berlin-Fraktion Friedrichshain (AZOB-FF)“.

 

Geschichte:

Die als Demonstration angemeldete Wasserschlacht ist eine parodistische Auseinandersetzung zwischen Friedrichshain und Kreuzberg.

Die Wasserschlacht fandet seit 1998 alljährlich im Sommer, zuletzt am 3. Juli 2009, auf der Oberbaumbrücke statt.

Die Brücke führt über die Spree und ist eine historische Verbindung zwischen den beiden damals durch die Grenze zwischen Ost- und West-Berlin geteilten Bezirken Kreuzberg und Friedrichshain.

Jede der neun Schlachten von 1998 bis 2008 wurde von der Friedrichshainer Seite gewonnen. Für das Jahr 2009 traten die Bergpartei und die Berliner Piratenpartei gegeneinander an.

Die Teilnehmer der Wasserschlacht versuchen mittels Beschusses mit teilweise faulem Obst und Gemüse die Bewohner des jeweils gegenüberliegenden Bezirks zurückzudrängen und diesen somit zu „erobern“. Die Waffen der grundsätzlich friedlich verlaufenden Veranstaltung bestehen u. a. auch aus Eierkatapulten, selbstgebastelten Wasserwerfern, Mehlbomben oder Schaumstoffschlagstöcken. Erlaubt ist alles, was matschig ist, glibbert, wabbelt und stinkt.

Friedrichshain und Kreuzberg sehen dabei den jeweils anderen Stadtteil als abtrünnig an und bezichtigen sich gegenseitig, von dem anderen Bezirk völkerrechtswidrig abgespalten oder okkupiert worden zu sein. Friedrichshain bezeichnet Kreuzberg dabei als „Unterfriedrichshain“, Kreuzberg nennt Friedrichshain „Ostkreuzberg“. Erklärtes Ziel ist es daher immer, die Einheit der beiden Stadtteile – selbstverständlich unter eigener Führung – wiederherzustellen. Zusätzliche Ziele können willkürlich, teilweise auch spontan ergänzt werden. So fordert die Friedrichshainer Seite zusätzlich zum Beispiel die Unabhängigkeit von Berlin und der Bundesrepublik Deutschland sowie den Austritt Groß-Friedrichshains aus der NATO.

Zu Ausschreitungen kam es bisher nicht, bis auf einen Fall, der es aufgrund seiner Kuriosität bis ins Regionalfernsehen (RBB) geschafft hat.

Für Kreuzberg tritt unter anderem die „Kreuzberger Landwehr“ an, die sich als militärischer Arm der „Kreuzberger Patriotische Demokraten/Realistisches Zentrum“ (KPD/RZ) versteht. Die Berliner Sektion der Hedonistischen Internationale rief im Jahr 2008 dazu auf sich auf allen Seiten und zur Verwirrung mit wechselnden Fronten zu beteiligen.

Dank der überlegenen Artillerie durchWasserwerfer und Gemüseschleudern und des höheren Mobilisierungsgrads ging Friedrichshain in den vergangenen Jahren nach Berichten unabhängiger Beobachter regelmäßig als Sieger aus der Wasserschlacht hervor, was von Kreuzberger Seite allerdings bestritten wird.

 

Quellennachweise:

http://www.xhain.info/wasserschlacht/

www.wikipedia.org/Wasserschlacht_Berlin

 

 

 

 

XHTML Validation
CSS Validation